Donnerstag, 11.07.2019, 14:55 Uhr 7. „Innovationsworkshop Holzwerkstoffe“ 2019

Holzwerkstoff- und Möbelindustrie treiben gemeinsam die Trends voran

Am 20. Mai fand mit dem „Innovationsworkshop Holzwerkstoffe 2019“ das traditionelle Branchentreffen der Holzwerkstoffindustrie am Vortag der „Interzum“ zum siebten Mal statt. Unter dem Motto „Neues Konzept – Bekannte Stärken“ blieb sich der Innovationsworkshop in seiner inhaltlichen Ausrichtung auf Innovationen und seinem politischen Blick in die aktuellen Themen der Branche treu, präsentierte sich aber mit einem neu aufgesetzten Konzept selbst von seiner innovativen Seite.

Die von den Veranstaltern ausgewählten Innovationen des Jahres 2019 wurden in sog. „Innovator-Pitches“ präsentiert – ohne Folien und in nur fünf Minuten galt es, diese vorzustellen. Die Details wurden an zugehörigen Präsentationsständen erläutert. So blieb viel Zeit für persönliche Gespräche und das Netzwerken. Denn das Branchentreffen ist immer auch eine Art Klassentreffen der Holzwerkstoffindustrie, bei dem es Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen gilt. Die Teilnehmer wählten schließlich Herrn Prof. Joachim Hasch, Swiss Krono Group, mit seinem Vortrag zur Zukunft von Formaldehyd als Gewinner der Pitcher aus.

Die Hochkaräter der Holzwerkstoff- und Möbelindustrie traten sodann in einem Zwiegespräch gegeneinander an: Zu den fünf gleichen Thesen aus den Bereichen Qualität, Rohstoffe, Klebstoffe, Anwendungen und Gesundheit nahmen der Hauptverband der deutschen Holzindustrie (HDH) und der Verband der deutschen Holzwerkstoffindustrie (VHI) Stellung. Diese Ausführungen diskutierten die Teilnehmer anschließend in sogenannten World-Cafés.

Die Ergebnisse aus den World-Cafés wurden sodann von den Moderatoren der World-Cafés bei der Podiumsdiskussion zusammengefasst, Prof. Volker Thole (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde) führte die Diskussion gewohnt engagiert und mit Blick auf die Kernfragen der Branche. Dabei waren das Thema Recyclingholz neben den „Dauerbrennern der Branche“ (Klebstoffe / Emissionen) dominierend. Holzwerkstoffindustrie und Möbel sehen in der Kreislaufwirtschaft eines den Markt und Innovationen am stärksten treibenden Themas. Im Bereich der Emissionen wurde insbesondere die aktuelle Entwicklung der Deklarationspflicht für VOC kritisch beleuchtet.

Die Teilnehmer gewannen so einen tiefen Einblick in das Jetzt und Morgen der Holzwerkstoffindustrie, dass sie durch die aktiven Parts des „Innovationsworkshops“ mitgestalteten.

Traditionell wurde auch der Preis des Fördervereins Holzwerkstoff- und Holzleimforschung, ehemals Karlsruher-Verein „KAV-Preis“, für eine herausragende studentische Arbeit verliehen. Die Auszeichnung ging an Thomas Stute von Fagus Grecon für seine Arbeit über Bambus-Zement-Hybride.

Anemon Strohmeyer, VHI, betont, dass der Erfolg des „Innovationsworkshops“ nicht an den leicht rückläufigen Teilnehmerzahlen gemessen werden darf:

„Die Veranstaltung am Vortag der ,Interzum‘ ist für die Teilnehmer der Messe stets eine organisatorische Herausforderung. Im Vordergrund steht aber nicht die Zahl der Teilnehmer, sondern die Qualität der Diskussionen – gerade da die Veranstaltung nicht als reine Rezeptionsveranstaltung, sondern als interaktiver Dialog angelegt war. Entscheidend ist, dass die relevanten Häuser vertreten waren und in einen offenen und kritischen Dialog miteinander gekommen sind – das war das Ziel des Workshops 2019 und dieses haben wir auf das Beste erreicht. Wir konnten aus den Diskussionen viele Impulse für die Zukunft der Holzwerkstoffindustrie mitnehmen. Die Rückmeldungen auf das neue Konzept sind durchweg begeistert. Wir werden das Konzept daher fortsetzen.“





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