Dienstag, 21.05.2019, 15:15 Uhr „Techtextil“ und „Texprocess“ 2019

Die internationalsten Ausgaben aller Zeiten

Mit insgesamt 1.818 Ausstellern aus 59 Ländern und insgesamt rund 47.000 Fachbesuchern aus 116 Ländern schlossen letzte Woche die bislang größten Ausgaben der Techtextil und Texprocess in Frankfurt. Vier Tage war das Frankfurter Messegelände damit erneut die international führende Plattform für Anwender technischer Textilien aus den verschiedensten Branchen sowie Hersteller von Bekleidung, Mode, Polstermöbeln und Lederprodukten.

„In den vier Tagen der letzten Woche haben die ,Techtextil‘ und die ,Texprocess‘ die textile Welt und ihre vielfältigen Anwenderbranchen in Frankfurt versammelt. Das Messe-Doppel bestach vor allem durch drei Aspekte: so viele Top-Entscheider, eine so hohe Internationalität und eine so hohe Zufriedenheit unter den Ausstellern wie noch nie. Sowohl Aussteller als auch Besucher waren top vorbereitet und haben die Messen aktiv genutzt, um ihr Business fokussiert voranzutreiben“, so Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

„Wir wurden am ersten Tag regelrecht gestürmt, vor allem von internationalem Publikum. Zu unserem ohnehin hohen Bestandskundenanteil kamen im Laufe der Messe sehr viele neue Kontakte hinzu“, sagt Dr. Günther Gradnig, Managing Director bei der Sattler Pro-Tex GmbH. Die Resonanz der Aussteller zu der hohen fachlichen Qualität der Besucher war ausnehmend positiv. „Das Angenehme an der Techtextil ist, dass man hier zu 100 Prozent Fachpublikum trifft. Wir haben ausschließlich Fachgespräche geführt und das auf sehr hohem Niveau. Die bilden schließlich die Grundsteine für gute Geschäfte“, bestätigt Jörg Perwitzschky, Leiter Marketing bei Bayern Innovativ, die Besucherqualität.

Auf der „Techtextil“ waren unter anderem Anbieter funktionaler Bekleidungsstoffe und smarter Textilien mit integrierten Leucht-, Heiz- oder Sensorfunktionen stark vertreten, die in Sport, Mode, Outdoorkleidung und Workwear Einsatz finden. Unternehmen wie Schoeller, Freudenberg, Rudolf oder Lenzing zogen damit Designer, Produktmanager und Einkäufer namhafter Bekleidungshersteller an. „Wir hatten viele Leute am Stand, die konkret nach etwas gesucht haben, darunter viele bekannte Marken wie Alpha Tauri, Mammut, North Face oder Tommy Hilfiger“, bestätigt Hendrikus van Es, Leiter Protection Textiles und Mitglied der Geschäftsleitung der Schoeller Textil AG. Hinzu kamen zahlreiche Aussteller für Accessoires und Zubehör wie etwa der internationale Marktführer für Reißverschlüsse YKK. „Die Besucher kamen von überall aus der Welt, aus den USA, Pakistan, Asien, sogar Kolumbien. Wir sind super zufrieden mit der Messe“, sagt beispielsweise Jan Cees van Baaren, Sales Manager bei YKK.

„Die ,Texprocess‘ hat die Stimmung der Anbieter stark beflügelt. Die Hersteller von Näh- und Bekleidungstechnik sowie Maschinen zur Verarbeitung technischer Textilien und Leder verzeichneten zuletzt ein zögerliches Investitionsverhalten ihrer Kunden, unter anderem bedingt durch aktuelle internationale Handelsbarrieren“, so Elgar Straub, Geschäftsführer VDMA Textile Care, Fabric and Leather Technologies (TFL). „Wir blicken sehr positiv in die Zukunft.“

Die „Texprocess“ stand im Zeichen digitaler Lösungen für die Branche – von voll vernetzten Produktionsstraßen in Form von Microfactories über selbstlernende Maschinen bis hin zur Cloud-basierten Zusammenarbeit von Designern, Produktentwicklern, Herstellern und dem Handel über Ländergrenzen hinweg. „Die Digitalisierung und Vernetzung in der Branche hat noch einmal an Fahrt aufgenommen und reicht mittlerweile bis in das Ladengeschäft“, so Straub. „Ein Effekt, den wir unter Impact 4.0 zusammenfassen, den unmittelbaren Effekten der Industrie 4.0.“ Das bestätigt auch Alexander Behm, Product Manager Technical Textiles bei der H. Stoll AG & Co. KG: „Ich glaube, in der näheren Zukunft wird es immer mehr dahin gehen, in Partnerschaft mit Software-Anbietern und Maschinenherstellern anderer Arbeitsschritte die gesamte Prozesskette abzubilden“. Der Strickmaschinenanbieter präsentierte den 3D-Strick von Schuhoberstoffen in der Digital Textile Micro Factory der „Techtextil“ und „Texprocess“.

Bei Gemini CAD Systems zeigte man sich sehr erfreut über die eigene Microfactory: „Mit unserem ‚Pixel to Product‘-Konzept konnten wir unseren vielen Besuchern die Vorteile individualisierter Bekleidung und Mode sowie des entsprechenden End-to-end-Workflows sehr anschaulich erläutern. Für uns spielt die Vernetzung mit der Bekleidungs- und Modeindustrie eine sehr wichtige Rolle, deshalb werden wir im Juli eine Microfactory mit verschiedenen Partnern auf der weltweit größten Messe für nachhaltige Mode, der Neonyt, im Rahmen der Berliner Fashion Week zeigen“, so Luca Traian, CEO von Gemini.

Das nächste Messedoppel „Techtextil“ und „Texprocess“ findet vom 4. bis 7. Mai 2021 statt.





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