Mittwoch, 15.05.2019, 09:55 Uhr Stihl

Leichtes Absatzwachstum trotz ungünstiger Verhältnisse

„Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen erzielte die Stihl Gruppe im Geschäftsjahr 2018 ein leichtes Absatzwachstum von 1,5 Prozent und einen Umsatz von 3,78 Millionen Euro. Damit liegt der Umsatz mit minus 0,3 Prozent nur geringfügig unter dem Vorjahreswert“, berichtete Stihl Vorstandsvorsitzender Dr. Bertram Kandziora auf der Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens am zweiten Mai. Besonders der starke Eurokurs belastete den Umsatzausweis in Euro. Bei gleichen Wechselkursen wie 2017 hätte das Umsatzplus 4,2 Prozent betragen. Mit einer Eigenkapitalquote von 69,9 Prozent ist die Finanzstruktur des Unternehmens nach wie vor sehr solide. Alle Investitionen werden grundsätzlich mit eigenen liquiden Mitteln finanziert.

Neben dem starken Euro haben 2018 auch ungünstige Witterungsbedingungen und Unwägbarkeiten in der Weltpolitik die Geschäftsentwicklung getrübt. „Ein langer, kalter Frühling und ein sehr heißer, trockener Sommer haben sich in vielen Regionen negativ auf das Wachstum in der Natur und damit auch auf die Nachfrage nach unseren Produkten ausgewirkt. Die weltweiten Handelsbeschränkungen und die unklaren Bedingungen des Brexits verschlechterten außerdem die geschäftlichen Rahmenbedingungen“, so der Vorstandsvorsitzende. Die STIHL Gruppe erzielte im vergangenen Geschäftsjahr 90,5 Prozent des Gesamtumsatzes im Ausland. 39 Prozent wurden in der Europäischen Union erwirtschaftet. In Deutschland ist man weiter auf Wachstumskurs: „Im deutschen Markt erzielten wir 2018 eine Umsatzsteigerung. Das Geschäft bei Motorsägen entwickelte sich erfreulich“, sagte Dr. Kandziora.

Der Umsatz des deutschen Stihl Stammhauses stieg um 4,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Wegen der Bauaktivitäten im Werk 1 in Waiblingen und aufgrund des anhaltenden Personalwachstums eröffnete Stihl zu Beginn des Jahres das neue Stihl Werk 8 in Fellbach. Zum 31. Dezember 2018 arbeiteten 4.997 Beschäftigte im Stammhaus. Das entspricht einem Zuwachs von 7,4 Prozent im Vorjahresvergleich.

2018 investierte die Stihl Gruppe kräftig in den Ausbau von Forschung und Entwicklung sowie die Weiterentwicklung des weltweiten Fertigungs- und Vertriebsverbundes. Das Investitionsvolumen betrug 324 Millionen Euro. „Mit dieser Steigerung um etwa 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, so betonte Dr. Kandziora, „schaffen wir die Grundlage für künftiges strategisches Wachstum.“





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