Dienstag, 07.05.2019, 12:01 Uhr Nobia

Jon Sintorn kommt als Nachfolger für CEO Morten Falkenberg

Nach neun Jahren als CEO von Nobia tritt Morten Falkenberg von seiner Position im Unternehmen zurück. Falkenberg, der auch Vorstandsmitglied der Velux-Gruppe und von Fagerhult ist, wird in neue Funktionen wechseln, darunter als Industrieberater für Nobias größten Eigentümer Nordstjernan. Seine Nachfolge wird Jon Sintorn, zuletzt Präsident und CEO von Permobil, spätestens zum ersten September 2019 antreten, der sich auch finanziell engagieren wird. Laut Presseinformation werde er in den nächsten Tagen sogenannte Call-Optionen von Nordstjernan zu einem Marktpreis von ca. 0,66 Mio. Euro (7 Mio. SEK) erwerben.

In den vergangenen zehn Jahren habe sich Nobia positiv entwickelt. Die operative Marge sei von etwa 2 Prozent auf etwa 10 Prozent gestiegen. Nobia produziert und verkauft Küchen heute in sieben europäischen Ländern über eigene Stores sowie über Franchise-Geschäfte und Einzelhändler.

„Ich bin sehr erfreut, dass ich fast ein Jahrzehnt lang die Gelegenheit hatte, Nobia zu führen. Die verbesserten Ergebnisse, die ich zusammen mit allen Mitarbeitern von Nobia erzielen konnte, haben mich sehr gefreut. Nobia ist heute ein stärkeres Unternehmen mit besseren Margen, einer vereinfachten Struktur und einem Geschäft, das seinen Aktionären erneut jährliche Dividenden bringt. Es ist der richtige Zeitpunkt, um zurückzutreten“, so Nobias scheidender CEO Morten Falkenberg.

„Morten Falkenberg hat Nobia erfolgreich geleitet. Er hat das Unternehmen sehr gut durch die Finanzkrise geführt, mehrere Akquisitionen getätigt und die Struktur des Unternehmens vereinfacht. Nobia kann nun seine starke Marktposition, die Größenvorteile des Unternehmens und seine zunehmend schlanke Produktion besser nutzen“, lobte Hans Eckerström, Vorstandsvorsitzender von Nobia, das Engagement des scheidenden CEOs.

Für das erste Quartal konnte Morten Falkenberg angesichts der volatilen Märkte gute Zahlen für das erste Quartal 2019 präsentieren. Der Nettoumsatz belief sich auf rund 324,5 Millionen Euro (Vorjahresquartal: ca. 296,8 Mio. Euro), Das Ergebnis nach Steuern ist laut Konzernangaben auf 17,12 Millionen Euro (Vorjahreswert: 18,6 Mio. Euro) gesunken, der Gewinn je Aktie damit auf knapp 10,2 Cent (Vorjahr: 10,7 Cent).

Obwohl die Situation in Großbritannien schwierig war, konnte dort ein Umsatz auf Vorjahresniveau erreicht werden. Nobia habe sein verbessertes Handelskonzept in 30 Filialen über einen Zeitraum von sechs Monaten mit guten Ergebnissen getestet und werde es bis Jahresende auf weitere 120 Filialen ausdehnen. Der Projektumsatz sei zwar im Quartal rückläufig gewesen, aber Nobia gehe davon aus, bis Jahresende 18,7 Millionen Euro erlösen zu können. Gut lief das Geschäft dagegen in Dänemark, besonders die neuen Küchenkonzepte „New York“ und „Nordic Spirit“ hätten die Umsatzerwartungen übertroffen. In Schweden, wo rund fünf Prozent des Konzernumsatzes erzielt werden, sei der Umsatz aufgrund des schwächeren Objektgeschäftes zurückgegangen und für das zweite und dritte Quartal sehe es kaum besser aus, werde sich aber wohl im vierten Quartal stabilisieren.






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