Sonntag, 05.05.2019, 10:00 Uhr Nobilia

Spatenstich auf dem Lisdorfer Berg für das neue Werk in Saarlouis

Nur ein Jahr nach der Entscheidung von Nobilia, nach eigenen Angaben Europas größter Küchenhersteller, im Industriegebiet Lisdorfer Berg in Saarlouis eine neue Produktionsstätte zu errichten, kann jetzt mit dem Bau des Werks begonnen werden. Symbolisch geschah dies gestern, am 4. Mai unter anderem in Anwesenheit von Firmeninhaber Werner Stickling und der saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger mit dem Spatenstich.

Verantwortlich für die Ansiedlung und die Betreuung der seit langer Zeit größten Industrieansiedlung im Saarland zeichnet die gwSaar, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung. Geschäftsführer Thomas Schuck konnte zu der Feierstunde neben zahlreichen Gästen auch die Unternehmensführung des Küchenherstellers aus dem nordrhein-westfälischen Verl begrüßen.

Mit dem Spatenstich beginnen die Fundamentarbeiten – der Auftakt zu mehreren vorgesehenen Bauabschnitten. Schon 2020 soll in Saarlouis mit der Produktion von Küchen begonnen werden. In der Endausbaustufe werden über 1.000 neue Mitarbeiter auf einer 140.000 Quadratmeter großen Hallenfläche täglich rund 1.600 Küchen produzieren, vor allem für den französischen und südeuropäischen Markt. Der Zeitpunkt dieser Endausbaustufe wird letztlich von der Marktentwicklung und dem weiteren Wachstum von Nobilia abhängen.

Für Nobilia-Geschäftsführer Dr. Lars Bopf steht die Werksgründung auf dem Lisdorfer Berg vom ersten Kontakt an unter „sehr günstigen Vorzeichen“. Bopf wörtlich: „Seit wir vor genau einem Jahr das 29 Hektar große Areal erworben haben, ist es uns gelungen, in enger Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern im Saarland, der gwSaar und der Stadt Saarlouis, erfreulich schnell die Voraussetzungen für den Baubeginn unseres neuen Werkes zu schaffen.“ Der Nobilia-Geschäftsführer richtet dabei den Blick vor allem nach Frankreich: „Wir freuen uns, hier in der Stadt Saarlouis und damit in unmittelbarer Nähe zu unserem größten Exportmarkt Frankreich durch den Bau des neuen Produktionswerks die Grundlage für das weitere Wachstum von nobilia schaffen zu können.“

Für die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger ist die Standortentscheidung von Nobilia „ein leuchtendes Signal für den Standort Saarland, von der wir hoffen, dass sie auch Nachahmer findet.“ Die Ansiedlung stehe für die Erfolgsgeschichte des Masterplans Industrieflächen Saarland. „Die kontinuierliche Entwicklung von weiteren großen, zusammenhängenden Flächen ist für die erfolgreiche Ansiedlung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze unabdingbare Voraussetzung. Gerade der Lisdorfer Berg ist ein Musterbeispiel für nachhaltige Ansiedlungspolitik im Saarland, und wir werden unser Augenmerk darauf richten, mit der Fortschreibung des Masterplans auch die ins Auge gefassten Flächen zügig zu realisieren, darunter auch die Erweiterung des Lisdorfer Bergs“, sagte Anke Rehlinger.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, zugleich Bundestagsabgeordneter des Wahlreises, betonte zugleich die Stärke und die Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft vom Export. Nobilia sei ein Beispiel für diese Stärke, deren Grundlage die Qualität sei. Altmaier wörtlich: „Wir freuen uns, dass nobilia als Qualitätsproduzent von Küchen, das Industriegebiet Lisdorfer Berg als Ausgangspunkt für seine Präsenz auf dem südeuropäischen Markt ausgewählt hat.“

Einmal mehr stellte die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saar ihr Know-how bei der Betreuung von ansiedlungswilligen Unternehmen zur Verfügung. Die Einbettung der gwSaar in die Strukturholding Saar ermöglicht die Begleitung der Kunden aus einer Hand, angefangen von Genehmigungsfragen bis hin zu Kooperationen mit Lieferanten und Logistik- Dienstleistern sowie Hilfestellungen bei der Rekrutierung von Personal. Dazu Thomas Schuck, Geschäftsführer von gwSaar und SHS: „Unser Vorteil ist, dass wir nicht nur im Bereich der Standortwerbung und in Entwicklung von Ansiedlungsflächen tätig sind, sondern auch alle Folgeleistungen anbieten können. Wir verstehen uns als Türöffner und Partner, wenn es um den Zugang zum Wirtschaftsstandort Saarland geht.“

Die weiteren Schritte bei der Errichtung des Nobilia-Werkes gestalten sich wie folgt: Nach den Erd- und Fundamentarbeiten wird 2020 die Einrichtung der Werkshalle folgen. Das heißt, die ersten Maschinen werden angeliefert und mit deren Montage begonnen. Nach der Inbetriebnahme der Produktionsanlagen soll noch 2020 mit der Produktion der ersten Küchen begonnen werden. Bereits heute werden die ersten Mitarbeiter, speziell das künftige Führungspersonal in den beiden Verler Werken eingearbeitet. Weitere Einstellungen erfolgen rechtzeitig und nach dem jeweiligen Bedarf der Fachbereiche.

Die saarländische Ministerin für Soziales, Monika Bachmann hob die „Vielzahl neuer Arbeitsplätze“ für die gesamte Region hervor und wandte den Blick nach Europa: „Dass sich ein solch großes Unternehmen wie Nobilia für eine Ansiedlung im Saarland entscheidet, spricht für den Standort im Herzen Europas.“ Sie dankte „allen Akteuren, die sich teilweise jahrzehntelang darum bemüht haben, dass der Lisdorfer Berg ein Gewerbegebiet mit Strahlkraft weit über die saarländischen Grenzen hinaus geworden ist“.

Für den Saarlouiser Oberbürgermeister Peter Demmer ist der Spatenstich zum Bau des neuen Nobilia-Werkes „ein ganz besonderer Moment“. Er sagte: „Auf dem Lisdorfer Berg haben wir einen starken Standort und eine leistungsstarke Infrastruktur erschlossen, von dem der Küchenhersteller sowie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unserer Region gleichermaßen profitieren werden. Für die wirtschaftliche Entwicklung von Saarlouis ist das neue Nobilia-Werk von außerordentlicher Bedeutung.“






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