Donnerstag, 28.03.2019, 14:05 Uhr Tischler.Erleben

Wirtschaftspreis „Edel+Holz“ 2018 ging an Wolfgang Bosbach

Die Tischler-Innung Rheinhessen ehrt regelmäßig eine Persönlichkeit aus Wirtschaft oder Politik für herausragende Leistungen mit dem Preis „Edel+Holz“ des Tischlerhandwerks. In diesem Jahr war der langjährige Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach nominiert, er erhielt den Preis gestern Abend in Mainz feierlich verliehen. Die Tischler-Innung Rheinhessen organisierte eigens dafür im architektonisch interessanten Lichthof der Handwerkskammer Rheinhessen eine sehr gelungene Veranstaltung.

Nach einer Begrüßung durch Geschäftsführer Volker Hohenberg übernahm zuerst Thomas Stauder das Wort, der als Beisitzer in der Innung aktiv ist. Er hob vor allem die Bedeutung von Holz hervor, veranschaulichte das Ganze mit einem selbst gezüchteten Baum seiner Tochter, der erst in rund 80 bis 100 Jahren zur „Ernte“ bereitsteht. Holz ist nicht nur der wichtigste Werkstoff eines jeden Tischler und Schreiners, sondern auch entscheidender Bestandteil des Preises „Edel+Holz“.

Nach Stauder folgte ein Vortrag von Sebastian Bächer. Der Geschäftsführer der Bächer Bergmann GmbH in Köln gilt derzeit in seiner Zunft als absoluter Vorreiter in Sachen Digitalisierung und ist als Redner zu diesem Thema derzeit gefühlt omnipräsent. „Mir liegt es am Herzen, dass meine Kollegen die Chancen erkennen und begreifen, die sich derzeit ergeben“, bekräftigt der Tischlermeister.

Auf Bächer folgte Volker Klotz, Obermeister der Tischler-Innung Rheinhessen, mit einem Grußwort. Er leitete sehr gelungen die Laudatio von Julia Klöckner ein, die den Preis „Edel+Holz“ im Jahr 2014 verliehen bekam und schon vor rund einem Jahr zusicherte, den diesjährigen Preis zu übergeben. Julia Klöckner fand viele lobende Worte für Wolfgang Bosbach, hielt eine lebendige und in Teilen sogar lustige Rede. Wobei Sie sehr gelungen immer wieder den Bogen zum Tischlerhandwerk schlagen konnte. Immerhin befasst sich die amtierende Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz von Berufs wegen ebenfalls mit Holz, pflanzte erst gestern Morgen offiziell eine Flatterulme, den „Baum des Jahres 2019“.

Im Anschluss daran nahm Bosbach dann offiziell seinen Preis entgegen. „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan“ – was auf den ersten Blick angesichts von Unternehmensriesen wie VW, Siemens oder der Deutschen Telekom von ökonomischen Giganten wie Apple oder Amazon ganz zu schweigen erstaunlich klingt, ist in Wahrheit nichts anderes als die nüchterne Feststellung, die ebenso plausibel wie zutreffend ist. Das Handwerk hat nicht nur eine erstaunliche Wirtschaftskraft, es ist ein relevanter Faktor auf dem Arbeitsmarkt, es ist auch und vor allem eine tragende Säule unserer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ordnung. Handwerker sind traditionell bodenständig und geradeaus. In den meisten Fällen mittelständische Familienbetriebe, nicht selten seit Generationen. Sie sind heimatverbunden. Das gefällt mir!“, so Bosbach. Auch der ehemalige Politiker unterhielt die Anwesenden nach dem Empfang des 6. „Edel+Holz“ für sein Lebenswerk mit einer unterhaltsamen Rede.





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