Dienstag, 19.03.2019, 09:30 Uhr Westag & Getalit AG

Leichter Rückgang der Konzernumsatzerlöse in 2018

Die Westag & Getalit AG hat im Geschäftsjahr 2018 Konzernumsatzerlöse in Höhe von 233,2 Millionen Euro erzielt (Vorjahr 234,4 Mio. €). Der Gesamtumsatz war trotz des grundsätzlich positiven Umfelds des Bauhauptgewerbes durch die schwächere Entwicklung des Inlandsgeschäfts beeinträchtigt. Notwendige Revisionsarbeiten an der Kraftwerksanlage und der damit verbundene Stillstand wirkten sich zudem nachteilig auf den Inlandsumsatz aus. Die Exporterlöse entwickelten sich in beiden operativen Sparten positiv.

Sie konnten gegenüber 2017 um 6,0 Prozent gesteigert werden und beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 57,9 Millionen Euro (Vorjahr 54,6 Mio. €). Die Exportquote stieg damit einhergehend von 23,3 Prozent auf 24,8 Prozent.

Die Umsatzerlöse der Sparte Oberflächen/Elemente erhöhten sich in 2018 auf 103,3 Millionen Euro und damit gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent. Während sich die Umsätze im Inland um 2,6 Prozent auf 72,2 Millionen Euro erhöht haben, stiegen die Exporterlöse um 3,0 Prozent auf 31,1 Millionen Euro (Vorjahr 30,2 Mio. €). Die Exportquote der Sparte beläuft sich damit auf 30,1 Prozent (Vorjahr 30,0 %).

Die Umsätze der Sparte Türen/Zargen beliefen sich vor dem Hintergrund nahezu ausgelasteter Maschinenkapazitäten und aufgrund schwieriger Wettbewerbsbedingungen auf 125,4 Millionen Euro. Sie lagen damit um 1,2 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert in Höhe von 126,9 Millionen Euro. Die Exporterlöse der Sparte erhöhten sich in 2018 von 24,4 Millionen Euro um 9,8 Prozent auf 26,8 Millionen Euro. Bedingt durch die Ausweitung des Projektgeschäfts stieg die Exportquote von 19,2 Prozent auf 21,4 Prozent.

Die Umsätze des Zentralbereichs reduzierten sich von 6,9 Millionen Euro auf 4,5 Millionen Euro in 2018. Ein wesentlicher Einflussfaktor war der revisionsbedingte Stillstand der Kraftwerksanlage, der zu einem Rückgang der Umsatzerlöse in diesem Bereich um 2,7 Millionen Euro führte.

Das Konzernergebnis vor Steuern belief sich in 2018 auf sechs Millionen Euro (Vorjahr 9,1 Mio. €). Dabei wurde die Ertragslage des Konzerns in 2018 insbesondere durch den Anstieg der Material- und Frachtkosten sowie der Personalaufwendungen belastet. Zum Ausgleich dieser Kostensteigerungen und zur Stabilisierung der Deckungsbeiträge hat die Gesellschaft bereits Ende des dritten Quartals 2018 Preiserhöhungen für die eigenen Produkte in 2019 angekündigt. Zusätzlich gab es im Geschäftsjahr 2018 einmalige Ergebnisbelastungen. Die Auswirkungen der Kraftwerksrevision und notwendige Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot für die Aktien der Gesellschaft belasteten das Konzernergebnis insgesamt mit 3,3 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2017 war das Jahresergebnis 2018 durch die Tatsache begünstigt, dass die im Vorjahr im Rahmen der Sortimentsneuordnung angefallenen Aufwendungen in 2018 nicht zu verzeichnen waren. Entsprechend zum Vorsteuerergebnis entwickelte sich auch der Konzernjahresüberschuss und erreichte einen Wert von 4,5 Millionen Euro (Vorjahr 6,5 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie beträgt damit 0,87 Euro (Vorjahr 1,25 €) für die Vorzüge und 0,81 Euro (Vorjahr 1,19 €) je Stammaktie.

In der jüngsten Aufsichtsratssitzung wurden der Jahresabschluss der Westag & Getalit AG für das Geschäftsjahr 2018 festgestellt und der Konzernabschluss gebilligt. Der Hauptversammlung am 17. Mai 2019 werden Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe von 0,18 Euro für die Vorzugs- und 0,12 Euro für die Stammaktien vorschlagen. Ursächlich für diesen Dividendenvorschlag ist der geringere Jahresüberschuss 2018 nach HGB in Höhe von 1,9 Millionen Euro (Vorjahr 4,7 Mio. €) sowie der nicht zufriedenstellende Cashflow im zurückliegenden Geschäftsjahr.

Christopher Stenzel, seit November 2015 Finanzvorstand der Westag & Getalit AG, wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 30. Juni 2019 verlassen, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen. Herr Stenzel hat sich in den letzten Jahren immer mit aller Kraft für das Unternehmen engagiert. Der Aufsichtsrat bedauert deshalb das Ausscheiden von Stenzel sehr und bedankt sich bei ihm herzlich für die stets sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Unter Berücksichtigung eines grundsätzlich positiven wirtschaftlichen Umfelds sieht das Management für die Westag & Getalit AG optimistisch in die Zukunft. Auf Basis der Stärken des Unternehmens ist es das Ziel, die Geschäftstätigkeit mit einer Produkt-Markt-Matrix zu analysieren und sich auf margenstärkere Produkte und Märkte zu konzentrieren. Dazu gehört eine Überprüfung der strategischen Ausrichtung, mit der das Produktportfolio und die Serviceleistungen bewerten werden. Darüber hinaus werden interne Abläufe dahingehend geprüft, inwieweit externe Partner das Unternehmen unterstützen können, die Effizienz weiter zu verbessern. Es ist das Ziel des Vorstands, die Ertragslage des Konzerns zu verbessern und eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu erreichen.

Positiv werden sich dabei auch die neuen Entwicklungsmöglichkeiten auswirken, die sich innerhalb der Broadview-Gruppe für das Unternehmen ergeben. Die Gruppe eröffnet den Zugang zu neuartigen Technologien, neuen Produkten sowie einem erweiterten Vertriebsnetz, ohne dass die Westag & Getalit AG ihr eigenständiges Profil verliert.

Insgesamt erwartet das Management für 2019 einen Anstieg der Umsatzerlöse im oberen einstelligen Prozentbereich sowie eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern und damit einhergehend auch des Konzernjahresüberschusses. Trotz einer zurückhaltenden Umsatzentwicklung zu Jahresbeginn ist der Vorstand weiterhin optimistisch, diese Prognose einhalten zu können. Grundlage dieser Einschätzung ist neben den genannten Maßnahmen eine anhaltend gute Baukonjunktur.






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