Dienstag, 19.02.2019, 15:30 Uhr VDMA Holzbearbeitungsmaschinen

Trends in der Holz- und Möbelindustrie

Die Situation der deutschen Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen ist getrieben von verschiedensten Trends. Welche das sind, das fasste Pekka Paasivaara, Vorsitzender des VDMA Holzbearbeitungsmaschinen, anlässlich der „Ligna Preview“ Anfang Februar in Hannover zusammen. „Grundsätzlich sind unsere Rahmenbedingungen für gute Absätze weiterhin günstig. Die Bauwirtschaft ist stark, genauso wie der Möbelkonsum gut ist. Zudem haben wir weltweit eine Mittelschicht mit steigender Kaufkraft. Auch die Urbanisierung spielt eine große Rolle hinsichtlich stabiler Märkte. Und nicht zuletzt schafft das zunehmende Umweltbewusstsein eine gute Grundlage zum Einsatz von Holz.“ Laut Paasivaara hat sich die Rentabilität der Holz- und Möbelindustrie weltweit verbessert. Großen Einfluss auf die Maschinenentwicklungen hat der ebenfalls weltweite Mangel an Facharbeitskräften – dadurch werden Themen wie Automatisierung und Digitalisierung befeuert. Da es zunehmend mehr Umweltauflagen gibt, beispielsweise hinsichtlich der Staubabsaugung und des Energieverbrauchs, sind die Maschinenhersteller ebenfalls gefordert. In vielen Branchen nimmt die Konsolidierung weiter ihren Lauf, vielfach steigt dadurch der Investitionsdruck.

Und auch in der Maschinenindustrie an sich gibt es Strömungen, die vieles beeinflussen: „Die Konsolidierung und Zusammenarbeit in der Branche setzt sich fort, die Nachfrage nach kundenspezifischen Maschinen steigt“, so Paasivaara. „Außerdem nimmt die Diversifikation durch neue Werkstoffe und andere potenziellen Branchen zu. Innovative Verbundwerkstoffe oder Metalle ohne Eisen müssen bearbeitet werden.“ Einen Engpass könnte es bei IT- und Softwaremitarbeitern geben, die fortschreitende Digitalisierung verschärft hier den Wettbewerb. Was branchenweit immer wichtiger wird, ist die Plattformökonomie, die in der jüngeren Vergangenheit bereits B2C-Märkte neu definierte und zu märchenhaften Wachstumszahlen führte. Antworten in diesem Bereich soll die „Ligna“ 2019 vom 27. bis zum 31. Mai 2019 liefern. Denn die Weltleitmesse wird erneut stark vom Thema Digitalisierung geprägt sein. Klarer Treiber: Namhafte Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen und ihre Kunden weltweit setzen auf die Nutzung digitaler Plattformen, um die Bedienung der Produkte zu vereinfachen und Maschinen und Werkzeuge besser zu vernetzen.

Der VDMA und der europäische Verband Eumabois entwickeln dafür derzeit einen Standard auf Basis von OPC UA (Open Platform Communications Unified Architecture). Diese vorwettbewerbliche Standardisierung kann auch im internationalen Umfeld zu einer erheblichen Effizienzsteigerung in der digitalen Maschinenkommunikation führen und wird der modernen Holzverarbeitung, in der viele Segmente technologisch weitgehend ausgereift sind, neue Impulse verleihen. Selbst kleinere Einheiten werden mit geringem Aufwand in ein Netzwerk eingebunden und so zu intelligenten, hochflexiblen Mini-Fabriken.

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