Freitag, 15.02.2019, 16:05 Uhr VDMA Holzbearbeitungsmaschinen

Produktion erreicht 2018 neuen Höchststand

Traditionell veröffentlichte der Fachbereich Holzbearbeitungsmaschinen im VDMA anlässlich der „Ligna Preview“ in Hannover auch wieder Branchenzahlen zum vergangenen Jahr und beleuchtet die aktuelle Situation. In seiner Funktion als neuer Vorstandsvorsitzender des Fachverbands übernahm Pekka Paasivaara, Vorstandsvorsitzender der Homag Group AG in Schopfloch, in diesem Jahr diesen Teil.

Bevor Paasivaara die Branche der deutschen Holzbearbeitungsmaschinenhersteller vorstellte, gab er einen allgemeinen wirtschaftlichen Überblick und Einsicht in die Entwicklung im Maschinenbau in Deutschland. In Sachen Bruttoinlandsprodukt wird insgesamt eine moderate Verlangsamung der Hauptmärkte erwartet. Nachdem es 2018 ein weltweites BIP-Wachstum um 3,7 Prozent gab, wird dies 2019 voraussichtlich nur noch 3,5 Prozent erreichen. Paasivaara hob hier vor allem das gedrosselte Wachstum in Asien hervor: „Langfristig ist für China ein Wachstum unter sechs Prozent zu gering: die Bautätigkeit sinkt, die Arbeitslosenquote steigt. Für unsere Exporte wären das keine guten Aussichten.“

Der Maschinenbau in Deutschland hat in Sachen Auslastung auf jeden Fall ein sehr gutes Jahr hinter sich – 2018 wurde schon frühzeitig die 90 Prozent-Marke überwunden, der Wert fiel auch nicht mehr darunter. Der Mittelwert seit 2009 liegt bei einer Auslastung zu 86,2 Prozent.

Der Bereich Holzbearbeitungsmaschinen wird unterteilt in Maschinen für den Primär- und Sekundärbereich. Das Marktvolumen im Primärbereich mit Sägewerkstechnik und Anlagen und Maschinen für die Holzwerkstoffproduktion beläuft sich auf weltweit rund 4,5 Mrd. Euro, das Marktvolumen des Sekundärbereichs mit Maschinen und Anlagen für die Möbel- und Holzteileindustrie sowie Tischler und Schreiner ist mit 8,5 Mrd. Euro nahezu doppelt so groß. In beiden Bereichen spielen Hersteller aus Deutschland eine große Rolle. Diese sind weltweit aktiv, verfügen aber auch über einen starken und stabilen Heimatmarkt.

Das Produktionsvolumen der Deutschen Holzbearbeitungsmaschinenbauer betrug 2018 rund 3,4 Mrd. Euro – etwa 1,5 Prozent des gesamten deutschen Maschinenbaus –, die Exporte addierten sich auf etwa 2,4 Mrd. Euro, beziehungsweise 70 Prozent. Den weltweiten Bedarf an Holzbearbeitungsmaschinen decken die Deutschen damit zu etwa 28 Prozent.

Grundsätzlich hat weltweit die Nachfrage etwas nachgelassen, das Investitionsverhalten ist leicht rückläufig. Dennoch blickt die Branche der deutschen Holzbearbeitungsmaschinenhersteller nach vorläufigen Zahlen mit einem Plus von acht Prozent und 3,4 Mrd. Euro auf ein Rekordjahr zurück, erwartet auch für 2019 einen stabilen Auftragseingang und ähnliche Umsatzzahlen. Damit bleibt Deutschland die mit Abstand größte Herstellernation von Holzbearbeitungsmaschinen.

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