Mittwoch, 23.01.2019, 14:58 Uhr „Interzum“ 2019

Piazza „Disruptive Materials“ zeigt Materialien, die die Welt verändern

Innovative Werkstoffe und Entwicklungen in der Materialtechnologie haben seit je her die Menschheit beeinflusst. Inkrementelle Fortschritte führen zu großen Veränderungen in Technik und Gesellschaft. Glaubt man den Forschern und Vorständen der großen internationalen Erfolgsunternehmen, stehen wir vor dem nächsten prägnanten Wechsel. Ausgelöst durch die Materialforschung werden Produkte und Funktionen Realität, die eine neue Generation von Produkten nach sich ziehen wird. So erwartet die Industrie zunehmend innovative Werkstoffe, die leichter, dünner, dichter, flexibler oder verschleißsicherer sind. Wer entdecken möchte welche neuen Möglichkeiten aus der Materialforschung für die Möbelproduktion und den Innenausbau entstehen kommt an der „Interzum“ 2019 nicht vorbei.

Unter dem Motto „Disruptive Materials – Changing the Future“ präsentiert die Zukunftsagentur Haute Innovation aus Berlin anlässlich der „Interzum“ 2019 einige der neuesten Materialinnovationen und disruptiven Technologien. „Disruptive Materials – Changing The Future“ hat Dr. Sascha Peters, Founder der Trendagentur, aus gutem Grund die Sonderausstellung genannt, die er als Experte zum Thema der Materialinnovation auf der interzum kuratiert. Der Name leitet sich ab von dem Begriff der „Disruptive Technologies“, der in der Digitaltechnologie solche Neuerungen beschreibt, die alte Systeme vollständig ersetzen. „Im Unterschied zu Werkstoffinnovationen haben disruptive Materialien weiterreichende Auswirkungen“, erläutert Dr. Sascha Peters. „Während Innovationen einen bestehenden Markt weiterentwickeln, schaffen Disruptionen einen neuen. Für den Verbraucher ist der Effekt einer disruptiven Veränderung in der Regel erst zeitversetzt spürbar.“

Die Ausstellung ist in die vier großen Themenschwerpunkte „biologische Transformation“, „Ressourceneffizienz & Nachhaltigkeit“, „Digitale Materialien & smarte Systeme“ sowie „Produktionsbezogene Materialinnovationen“ unterteilt. Die Piazza „Disruptive Materials“ wird mit mehr als 100 Exponaten auf rund 400 Quadratmeter in der Halle 04.2 einer der Publikumsmagneten der „Interzum“ sein.

Im ersten Bereich, „Digital Materials & smart Systems“ werden beheizbare Textilflächen, magnetische Hölzer oder Sofacarbonlautsprecher zu sehen sein. Der ökologische Aspekt findet sich im zweiten Schwerpunkt in „Biobased Materials and Natural Growing Processes“ wieder. Hier haben Dr. Sascha Peters und die Koelnmesse Partner gewinnen können, die Leder aus verschiedenen Pflanzenfasern herstellen. Dazu zeigen verschiedene Hochschulen ihre Forschungsergebnisse etwa in der Baubotanik.

Das dritte Themengebiet widmet sich den Themen Leichtbau und Ressourcen-Effizienz. Im Ausstellungssegment „Lightweight and Ressource Efficiency” zeigen verschiedene Hersteller ihre Entwicklungen, darunter der Italiener Andrea Mocellin mit seinen faltbaren Fahrzeugen oder das deutsche Unternehmen Lightweight Solutions mit einem extrem materialeffizienten Leichtbau-Werkstoff. Der vierte und letzte Bereich nimmt die produktionsbezogenen Materialinnovationen in den Fokus. Hier werden Beispiele für Zukunftsthemen wie Häuser aus dem 3D-Drucker oder E-Fahrräder aus Sperrholz vorgestellt.

Die „Interzum“ als der Impulsgeber für die Gestaltung der Lebensräume von morgen richtet mit der Piazza „Disruptive Materials“ seinen Blick in die Zukunft. „Ein Event, das den Anspruch hat, eine Weltleitmesse zu sein, muss anspruchsvolle Kriterien erfüllen. Es muss international sein, den Ausstellern ermöglichen, erfolgreiche Geschäfte abzuschließen und ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen – und es muss in die Zukunft blicken“, sagt Maik Fischer, Director „Interzum“ bei der Koelnmesse. „All diese Aspekte deckt die ,Interzum‘ ab. Letzteren sehr fokussiert mit den themengebundenen Piazzen.“





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