Donnerstag, 08.11.2018, 07:05 Uhr Prowood Stiftung

Zusammenarbeit bei der Holzbildhauerausbildung

„Um den Absolventen der Holzbildhauerausbildung die Voraussetzungen für eine gelungene Berufsentwicklung anbieten zu können, sind Kooperationen zwischen den Ausbildungsinstitutionen ein wichtiger strategischer Ansatzpunkt.“ Dies betonten Martin Schonhardt von der Holzbildhauerinnung Baden-Württemberg und Robert Predasch, unter anderem Schulleiter der Städtischen Berufsfachschule für das Holzbildhauerhandwerk München, als Gastgeber unisono auf dem ersten Treffen der deutschen Ausbildungsinstitutionen des Holzbildhauerhandwerks Mitte Oktober in München.

Die Ausbildung von Holzbildhauern wird aufgrund des Mangels von Ausbildungsbetrieben in Deutschland vor allem als schulische Ausbildung angeboten. Daraus folgt jedoch auch, dass nach der Ausbildung keine Festanstellung erfolgen kann, sondern der Weg zumeist in die Selbständigkeit mit unsicherer Auftragslage oder eine Weiter- oder Zusatzqualifikation führt. Im Zwischenbereich zwischen Kunst und Handwerk ein anspruchsvoller Weg für die jungen Absolventen, der nicht selten zur Aufgabe des beruflichen Ziels führt. Dabei ist der Holzbildhauer als Spezialist in der Kunst und der Denkmalpflege nicht wegzudenken.

Mit den Teilnehmern aus den deutschen Ausbildungsinstitutionen, praktizierenden Holzbildhauern, der Holzbildhauerinnung und der einladenden Prowood Stiftung wurde beim ersten Treffen aller Ausbildungsinstitutionen nicht nur theoretisch die Frage erörtert, wie Institutionen ihre Absolventen der Holzbildhauerausbildung vor diesem Hintergrund dabei unterstützen können, die ganze Bandbreite des Berufsfelds für eine gelungene Berufsentwicklung zu nutzen, sondern es wurden ganz praktisch aus best practice Beispielen umsetzbare und skalierbare Lösungen erarbeitet. „Auf viele Lösungen wäre man im eigenen schulischen Alltag und den institutionellen Grenzen nicht gekommen,“ fasst ein Teilnehmer seine Erfahrungen mit dem Treffen zusammen. Neben einer fundierten fachlichen Ausbildung sind zunehmend andere Kompetenzen vonnöten, um sich als Holzbildhauer im Bereich der Kunst oder der Restauration zu etablieren, darin waren sich alle Teilnehmer einig. Nach einer sorgfältigen Bestandsaufnahme, zielten deshalb viele der Lösungsvorschläge auf diese Kompetenzbereiche ab.

„Die Lebendigkeit und Intensität der Auseinandersetzung und die vielfältigen Ideen und Erfahrungen zeigt, wieviel Potential in diesem Austausch von erfahrenen Praktikern liegt. Vor allem aber wieviel Motivation aufgebracht wird, um Verantwortung für die jungen Menschen, die man ausbildet, zu übernehmen.“ betonte die einladende Prowood Stiftung, vertreten durch Manon Gödiker, zusammen mit dem Holzbildhauer Thomas Hildenbrand als Mitinitiator, in Ihrer kurzen Zusammenfassung der Veranstaltung.






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