Freitag, 07.09.2018, 07:45 Uhr Holzfachschule Bad Wildungen

Meisterbriefe und Urkunden für 80 Absolventen aus ganz Deutschland

Mit „Imagine“ von John Lennon eröffnete das Acoustik-Duo „Mila West“ die traditionelle Meisterfeier der Holzfachschule Bad Wildungen, zu der Geschäftsführer und Schulleiter Hermann Hubing neben zahlreiche Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft als Hauptpersonen 80 erfolgreiche Absolventen der Fortbildungslehrgänge der Schule begrüßen konnte, die ihre Zertifikate – Meisterbriefe und Urkunden – im Rahme einer feierlichen Veranstaltung im Auditorium der Holzfachschule begrüßen konnte.

Tischler- und Modellbaumeister sowie Industriemeister, Staatlich geprüfte Techniker sowie erstmals auch drei Fachwirte Holzindustrie und Holzhandel, denen unter anderem der Präsident der Handwerkskammer Kassel, Heinrich Gringel die begehrten „Schatzbriefe des Handwerks“ unter dem Applaus der rund 240 Teilnehmer überreichte. Neben Gringel, der den neuen Meisterinnen und Meistern eine Funktion als „Botschafter des Handwerks“ zuerkannte, würdigten auch der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Waldeck-Frankenberg, Karl-Friedrich Frese sowie Ralf Gutheil, Bürgermeister der Stadt Bad Wildungen die Ausgezeichnete. Für Gutheil war es eine Premiere: An seinem ersten Arbeitstag als neuer Bürgermeister führte sein Weg „Auf die Rote Erde“ – ein gutes Omen für die weitere Zusammenarbeit zwischen Stadt und Schule. Aber auch Frese würdigte die Leistung von Geschäftsführung und allen Mitarbeitern bei der wirtschaftlichen Sanierung und zukunftsorientierten Aufstellung der bundesweit anerkannten Bildungseinrichtung für die Holzwirtschaft und sagte weitere Unterstützung zu.

Die Festansprache hielt Dr. Walter Lübcke, Regierungspräsident aus Kassel, der in launiger Weise die erfolgreichen Absolventen würdigte und eindringlich an sie appellierte, sich in Zukunft zu engagieren – sei es für die Gesellschaft ganz allgemein, sei es ehrenamtlich in den berufsständischen Interessensvertretungen des Handwerks. Außerdem betonte Lübcke, dass die erfolgreiche Meisterprüfung noch nicht das sprichwörtliche „Ende der Fahnenstange“ sei, sondern lebenslanges Lernen eine Verpflichtung sei, um seinen Kunden die erwarteten „meisterlichen Leistungen“ jederzeit bieten zu können.

In seiner Begrüßungsrede hatte Hubing darauf hingewiesen, dass der Erfolg bekanntlichermaßen viele Väter habe und dankte den Mitgliedern der Prüfungsausschüsse, allen Mitarbeitern der Schule, aber auch den Angehörigen der erfolgreichen Absolventen für ihren Anteil an dem Zustandekommen der erfolgreichen Prüfung. Diesen bescheinigte Hubing, dass ihre Entscheidung für eine Aufstiegsqualifikation keine Fehlinvestition, sondern eine zukunftsorientierte Entscheidung gewesen sei, wobei er jedoch gleichzeitig an die Politik appellierte, der Koalitionsvereinbarung zur Gleichbehandlung von beruflicher und akademischer Bildung Taten folgen zu lassen und das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz zu ändern. Aber auch die Entscheidung für die Holzfachschule sei eine gute Entscheidung gewesen, paarten sich hier doch fachliche hervorragende und engagierte Dozenten, ein interdisziplinärer Unterricht und modernste Maschinen zu einem hervorragenden Nährboden für Spitzenleistungen leistungsbereiter und -fähiger Junghandwerker. Dies bestätigte in seinem Wortbeitrag auch der Tischlermeister Nicolas Schmidt, der im Namen aller Absolventen der Schule und vor allem der Dozenten für ihr großes Engagement beim Zustandekommen meisterlicher Leistungen dankte.




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