Donnerstag, 16.08.2018, 11:00 Uhr Designfunktion

Erfolgreiche Kongressreihe absolviert

Designfunktion, eines der führenden Planungs- und Einrichtungs-Unternehmen Deutschlands für Büro- und Arbeitswelten, veranstaltete in diesem Jahr eine Kongressreihe, die in acht deutschen Städten Station machte. Mit über 1.000 Gästen konnte die Teilnehmeranzahl im Vergleich zur Kongressreihe des Vorjahres nochmal deutlich erhöht werden. Experten für Arbeitswelten aus unterschiedlichen Bereichen, von Human Resources Managern über Facility Manager bis zu IT-Spezialisten und Architekten informierten sich zum Thema „Büro der Zukunft“.

Ein Aspekt, der auf besonders großes Interesse stieß, war die Wirkung von Activity Based Working auf die Innovationskraft. Referent Dr. David Uhde, Wissenschaftler an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management und Geschäftsführer von ReInvent, geht in seinem aktuellen Forschungsprojekt der Frage nach, ob Multispace-Bürowelten die Innovationskraft von Unternehmen positiv beeinflussen können. Denn Innovationsfähigkeit ist messbar und erlernbar. Schon in einer Vorstudie mit einer Vielzahl von Unternehmen unterschiedlichster Provenienz und Größe konnte Uhde nachweisen, dass zentrale Dimensionen der Innovationsfähigkeit – wie beispielsweise Kreativität, Offenheit für Wandel oder Risikobereitschaft – durch Multispace bzw. Activity based Working signifikant positiv beeinflusst werden können (siehe auch arcade 4/18, S. 40).

„Nur ein Bruchteil der Investitionsausgaben von jährlich 150 Mrd. Euro in Deutschland erreichen ihre Ziele, die meisten scheitern. Innovation ist ein Ergebnis. Innovationsfähigkeit aber ist die Kompetenz, wieder und wieder Innovationen auf den Markt zu bringen – und zwar erfolgreich“, erläutert Dr. David Uhde. Wie Activity Based Working in der Praxis umgesetzt werden kann, erläutert Samir Ayoub, geschäftsführender Gesellschafter der Designfunktion Gruppe: „In acht von zehn Projekten, die wir als Planer und Einrichter bearbeiten, entscheiden sich die Unternehmen heute für offene Landschaften, die meisten davon sind Multispace-Konzepte. In einem Multispace werden für die unterschiedlichen Aufgaben die entsprechenden Räume zur Verfügung gestellt und Activity Based Working ermöglicht.“
 
„Es ist wichtig, herauszufinden“, erklärt Uhde, „welche Arbeitsweisen ich habe, und welche Flächen ich persönlich dafür benötige.“ Dazu müssen im Vorfeld die Bedürfnisse im Arbeitsalltag des jeweiligen Unternehmens und im Kontext verschiedener Arbeitsweisen identifiziert werden. Diese Feinarbeit ist bei Designfunktion etablierte Praxis und wird mit der Beratungsmethode PRISMA erhoben. „Bei der Planung einer Multispace Umgebung ist eine fundierte und frühe Bedarfserhebung im Unternehmen essentiell. Wir untersuchen Fragestellungen wie: welche Arbeitsstile herrschen in welchem Umfang vor? Welche Kommunikationsereignisse gibt es mit welchen Ausprägungen? Welche Tätigkeiten benötigen welchen Konzentrationsgrad?“, beschreibt Ayoub die Vorgehensweise von Designfunktion.
 
In Unternehmen mit Activity based Working kann sich der Mitarbeiter, der hochkonzentriert arbeiten möchte, z.B. in eine Quiet-Area zurückziehen. Wer Kontakt und Austausch sucht, wird eine Team-Area ansteuern. Kreativ austoben kann man sich in der Scrum-Area, wo die Mitarbeiter bis hin zum Bemalen der Wände völlig frei agieren können. Wer telefonieren möchte, ohne zu stören und gestört zu werden, nutzt Phone Boxes oder Phone Rooms. Auch für Entspannung und körperliche Bewegung stehen Flächen zur Verfügung. In einem solchen Umfeld kann sich Kreativität optimal entfalten. Offenheit für Wandel wird dabei zur Basiskompetenz. Activity based Working hat zudem eine Auswirkung auf die Risikobereitschaft: Risikobereitschaft bedeutet Risiken bewusst einzugehen. Mitarbeiter, die etwa in einem Design-thinking-Prozess Flächen zur Verfügung haben, in denen sie hochagil arbeiten können, die sich individuell anpassen lassen, können schnellstmöglich herausfinden, ob ein Prototyp zum Erfolg wird. Activity based Working beeinflusst also auch die Risikobereitschaft positiv.

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