Freitag, 10.08.2018, 11:31 Uhr 2. Kongress der „möbelfertigung“ – Wolfgang Oswald, Plantmanager Jeld-Wen Türenwerk in Oettingen

So viel Einheitlichkeit wie möglich und so viel Differenzierung wie nötig

Serienfertigung und Massenware war gestern, heute ist Individualität gefragt. Und das bestmöglich mit kurzen Lieferzeiten. Die Automatisierung und zunehmende Digitalisierung sorgt dafür, dass moderne Industrieunternehmen hier nicht den Anschluss verlieren und wettbewerbsfähig bleiben. Natürlich auch in der Möbelindustrie. Der 2. Kongress „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ der „möbelfertigung“ am 21. und 22. November in Düsseldorf bietet erneut zahlreiche Best-Practice-Beispiele sowie einen Blick über den Tellerrand in Richtung anderer Industrien. Beispielsweise in die Türenfertigung bei einem der Marktführer.

Wolfgang Oswald, Plantmanager des Jeld-Wen Türenwerks in Oettingen, gehört in diesem Jahr zum Kreis der Referenten. Mit Antworten auf drei Schlüsselfragen gibt der ehemalige Rosenheimer einen kleinen Einblick in seinen Vortrag.

möbelfertigung: Welchen Aspekt der Digitalisierung beziehungsweise von Industrie 4.0 wollen Sie in Ihrem Unternehmen keinesfalls mehr missen?
Wolfgang Oswald: Besonders hervorzuheben sind für mich alle Aspekte der Automatisierung von Informationen und komplexen Entscheidungsprozessen. In unserem Fall einer extremen Variantenvielfalt bei sehr kleinen Fertigungslosen sind das vor allem eine automatische Rückmeldung der Maschinen oder die automatische Artikelfindung und Lieferzeitermittlung bereits bei der Auftragserfassung. Wesentliche Effizienzbeiträge liefern aber auch dynamische beziehungsweise parametrisierte NC Programme.

möbelfertigung: Inwiefern unterscheidet sich Ihr Vorgehen in Deutschland von dem in anderen Ländern? Welchen Stellenwert hat Industrie 4.0 für Jeld-Wen in den USA?
Wolfgang Oswald: Jeld-Wen als weltweit agierendes und börsennotiertes Unternehmen ist selbstverständlich in höchstem Maße daran interessiert, weltweit einheitliche Systeme und digitale Steuerungsmechanismen einzusetzen, um eine möglichst hohe Standardisierung, Vergleichbarkeit und Transparenz zu erhalten. Demgegenüber stehen dann natürlich vor allem die unterschiedliche Komplexität von Produkten und Sortimenten sowie landesspezifischer Normen und Marktstrukturen. Für uns gilt: So viel Einheitlichkeit wie möglich und so viel Differenzierung wie nötig.

möbelfertigung: Was wird der Schwerpunkt Ihres Vortrages beim Branchenevent „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ der „möbelfertigung“ sein?
Wolfgang Oswald: Mit der Darstellung unseres dynamischen Produktions- und Liefersystems „5plus“ möchte ich einen Einblick geben, wie wir bereits vor zehn Jahren die zunehmenden Herausforderungen an kurze Lieferzeiten bei größter Variantenvielfalt gelöst und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt haben. Auch wenn der Begriff Industrie 4.0 erst später geprägt wurde, bieten uns digitale Tools und Prozesse ein zunehmendes Potenzial für die Schaffung weiterer Effizienz- und Wettbewerbsvorteile.

Unter www.holzmann-events.de/effiziente-moebelfertigung/ können Sie mehr über das Programm und die Referenten erfahren und sich für unseren Kongress anmelden. Angesprochen sind Möbelproduzenten jeder Sparte, aber genauso Zulieferer und Maschinenhersteller rund um das Thema Möbelproduktion. Wir freuen uns sehr darauf, Sie am 21. November im Düsseldorfer Hotel „Nikko“ begrüßen zu können.

Für interessierte Unternehmen gibt es die Möglichkeit, sich über ein Sponsoring am Kongress zu beteiligen. Über die entsprechenden Pakete mit unterschiedlichem Umfang informiert Sie der möbelfertigungs-Mediaberater Hans-Christian Hahn. Sie erreichen ihn wahlweise per Mail unter hans-christian.hahn@holzmann.de oder telefonisch unter 040/63201843.





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