Mittwoch, 01.08.2018, 13:11 Uhr Neue Alno GmbH

Der neue alleinige Geschäftsführer gibt einen Zwischenstand

Seit dem Ausscheiden von Andreas Sandmann ist Thomas Kresser alleiniger Geschäftsführer bei der Neuen Alno GmbH. Mit seiner langjährigen Berufserfahrung hat der 60-Jährige schon so einige Sanierungsfälle in verschiedenen Konsumgüter-Branchen begleitet, auch im Auftrag der Alno-Investoren Riverrock, und wird seit Januar zum ersten Mal in der Küchenbranche aktiv.

„Der unverstellte Blick muss nicht schlecht sein, sondern ist eher ein Vorteil, unbelastet von der Vergangenheit an die Herausforderungen heranzugehen“, erklärt Kresser im Gespräch mit moebelkultur.de und grenzt sich damit von seinem Vorgänger Andreas Sandmann ab, der offenbar weiterhin mit den Altlasten zu kämpfen hat. Gleichwohl zollt Kresser dem bisherigen Alno CEO große Anerkennung für den Neustart.

Wer künftig die Vertriebsspitze übernimmt, kann er aus formalen Gründen noch nicht verraten. Ja, es gibt einen „heißen Kandidaten“, doch stehen seinem Anfang bei Alno offenbar noch vertragliche Bindungen mit dem früheren Arbeitgeber im Wege. „Aber das lässt sich regeln“, gibt sich Kresser optimistisch. Und natürlich soll er eher heute als morgen den Vertrieb übernehmen. Über die Gerüchteküche kam bereits der Name Michael Spadinger in Umlauf – bis vor kurzem Exportleiter bei Nolte Küchen. Fast zeitgleich mit dem Ausschieden von Sandmann wurde im Übrigen die Zusammenarbeit mit Dr. Bernd Warnick beendet. Der langjährige Küchenquelle-Chef hatte Alno nach seinem Rückzug aus der Kiveda Group als Consultant beim Neustart unterstützt. Wichtigster Eckpeiler ist demnach Bertold Müller, der neben der Produktentwicklung vor allem auch das Qualitätsmanagement voranbringen soll.

Während dieser Name zunächst unkommentiert bleibt, räumt Kresser mit anderen Gerüchten auf. So sei es keinesfalls richtig, dass die Neue Alno GmbH ihr Geschäft auf dem Direktvertrieb durch Werksverkauf oder E-Commerce aufbauen will. „Unser Fokus liegt auf der Marke und dem Fachhandel“, erklärt Kresser mit Nachdruck. Deshalb werde auch das Einstiegsprogramm „Alno Active“ , das ursprünglich als Alternative zum Wellmann-Sortiment interpretiert wurde, keine allzu wichtige Rolle einnehmen. „Wer Alno Active haben will, bekommt die Küche, aber uns geht es um die Marke Alno, die wir pflegen wollen und für die wir auch die richtigen Partner brauchen,“ stellt Kresser klar und distanziert sich dabei ausdrücklich von der Vergangenheit, bei der das Prinzip „Preis vor Marge“ zur Insolvenz geführt habe. Auch Kooperationen mit Verbänden stehen jetzt unter diesem Zeichen: „Wir machen keine Geschäfte mehr, wenn nur eine Seite Geld verdient“, so Kresser.

Die Auslastung der 320 Mitarbeiter bezeichnet Kresser derzeit als „gut“, wobei vor allem aus dem Ausland Aufträge kommen. Bis Jahresende gibt es noch Unterstützung durch Kurzarbeitergeld, dies werde aber immer weniger in Anspruch genommen.

Die aktuelle Botschaft an den Handel: Dieses Jahr gibt es keine Werksferien. „So können wir im Vergleich zu Mitbewerbern jederzeit liefern,“ lautet der Lockruf aus Pfullendorf an den Handel. Der nächste bezieht sich dann auf die Westfalenmesse, wo Alno im neuen „Cube“ in Löhne ausstellt.

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