Montag, 30.07.2018, 10:20 Uhr „Ligna“ 2019

„Integrated Woodworking – Customized Solutions“ als Fokuspunkt der Messe

Angesichts steigender Materialvielfalt und einem wachsenden Anteil an Losgröße-1-Fertigung hängt die Wirtschaftlichkeit der Holzwirtschaft immer mehr vom Grad der Automation ab. Die Elektronik erweist sich dabei als treibende Kraft. In vielen industriell strukturierten Unternehmen ist die digitalisierte Produktion deshalb heute schon Alltag. Aber auch Schreinereien und Tischlereien überzeugt das stärkste Argument für die Digitalisierung: Intelligente Datennutzung macht Abläufe effizienter. Auf der „Ligna“ 2019 werden Betriebe jeder Größenordnung die Lösung finden, die zu ihrem Geschäftsmodell passt. Im Sog des Megathemas Industrie 4.0 sind in den Hallen 11 bis 17 und 25 bis 27 sowie auf dem Freigelände und in den Pavillons alle Aspekte der modernen Holzbe- und -verarbeitung zu sehen. Dabei schaffen Digitalisierung und Automatisierung die Voraussetzungen für eine Gesamtlösung mit maximaler Effizienz.

„Die Weltleitmesse ,Ligna' zeigt smarte Technologien für einen durchgängigen Datenfluss in allen Facetten. Abgestimmte Prozesse sind in der modernen Fertigung der Schlüssel zum Erfolg. Auf die Fachbesucher wartet ein einzigartiger Einblick in die Möglichkeiten der vernetzten Produktion“, sagte Christian Pfeiffer, Global Director „Ligna“ & Woodworking Events von der Deutschen Messe AG, Hannover. : „Die Digitalisierung wirkt als Innovationsmotor für die Holzwirtschaft. Konnektivität wird sich in Hannover wie ein roter Faden durch die Präsentationen und Demonstrationen ziehen – von der vollautomatisierten Losgröße-1-Fertigung bis zum vernetzten, individuell konfigurierbaren Elektrowerkzeug. Innovationen sind in allen Segmenten zu erwarten – von der Forsttechnik über die Möbelproduktion bis zum Fensterbau, der Werkzeugtechnik und der Oberflächentechnik.“

Integrierte Holzbearbeitung heißt auch die Einbeziehung vor- und nachgelagerter Prozesse in die Digitalisierung. Immer mehr Gewicht gewinnt die Robotik auf vielen Ständen und explizit in Halle 16 auf der „Ligna“, die vor allem über das Materialhandling in den Gesamtprozess eingebunden wird. Gesteuert über ein Produktionsprogramm stapeln die beweglichen Helfer Holz ab oder stellen im Holzbau dreidimensionale Holzmodule zusammen. Ganze Wohnungseinheiten lassen sich auf diese Weise heute fast ohne manuelles Zutun fertigen.

Ein zunehmend wichtiger Faktor für die Realisierung sauberer Prozesse ist die optische Inspektion. In Halle 27 ist die integrierte automatische Fehlererkennung und Sortierung per Scanner zu sehen, die immer größere Anwendung findet und zu höherer Produktqualität und Materialausbeute beiträgt.

Der weitere Weg der vernetzten Produktion ist vorgezeichnet: Interaktive Assistenzsysteme werden zunehmend helfen, mit integriertem Applikationswissen qualitätsgesteuerte Prozesse durchzuführen. Das Monitoring der Betriebsdaten in der modernen Tischlerei erfolgt von der Cloud auf die VR-Brille – somit ist man immer in Echtzeit informiert über alle Fertigungsprozesse in der Werkstatt.  Ernst Esslinger, Director Methods/Tools der Homag GmbH: „Schreiner und Tischler müssen nicht gleich EDV-Experten sein, um mit Industrie-4.0-Konzepten Erfolg zu haben. Die heutige Software ist intuitiv und schließt Fehleingaben weitestgehend aus.“ Augmented Reality wird durch Überlagerung der existierenden Produktwelt mit virtuellen Daten bald neue Potenziale für Vertrieb, Montage und Instandsetzung erschließen. Mit der ersten völlig autonom arbeitenden Fertigungszelle hat die Branche erst vor Kurzem wieder ein Ausrufezeichen gesetzt. Ein Leitsystem kommuniziert hier übergreifend mit den Steuerungen der Kantanleimung, des Roboters und eines fahrerlosen Transportfahrzeugs für die Teile-Logistik. Die sich selbst organisierende Fabrik scheint nicht mehr allzu fern.

Während sich industriell fertigende Betriebe bereits in der Praxis mit diesen Visionen beschäftigen, stehen andere erst am Anfang der Digitalisierung. Die Hersteller sind mit modularer Technik und individuellen Leistungspaketen auf die unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Bedürfnisse eingestellt. Gregor Baumbusch, Vorstand Vertrieb und Marketing CSO der Michael Weinig AG, Tauberbischofsheim: „Für den Kunden stellen auch in Zukunft die Parameter Kosten, Verfügbarkeit und Effizienz die zentralen Kriterien bei der Investition dar. Unsere Aufgabe ist es, die richtigen Informationen zur richtigen Zeit zu liefern, die es dem Betrieb ermöglichen, unternehmerisch zu planen, frühzeitige Kapazitätsanpassungen zu veranlassen, die Produktion zu steuern oder vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen zu treffen.“

Auf der „Ligna“ wird sowohl die vollautomatische, hochindividualisierte Lösung für die Losgröße-1-Fertigung zu sehen sein als auch die Maschine mit dem Prädikat „digital ready“ als Option für die vernetzte Zukunft des individuellen Geschäftsmodells. Die Fachbesucher aus aller Welt können sich auf eine spannende Messe mit vielen Highlights freuen.

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