Freitag, 06.07.2018, 14:22 Uhr Österreichische Möbelindustrie

6,2 Prozent Exportplus und 5,9 Prozent Produktionszuwachs im ersten Quartal 2018

Erfolgreiche Ergebnisse im ersten Quartal 2018: Die Österreichische Möbelindustrie bilanzierte für den Zeitraum von Januar bis März einen Produktionszuwachs von 5,9 Prozent (vorläufige Zahlen, ohne Teile für Möbel). Am besten schnitten die Ladenmöbel mit einem Plus von 29 Prozent ab gefolgt von Büro- (+8,1 %) und Küchenmöbeln (+7,2 %). Aber auch der Bereich Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbel aus Holz (+2,9 %) legte zu. Ebenso wie Sitzmöbel und Teile (+2,8 %), Matratzen (+2,4 %) und sonstige Möbel (+1,6 %).

„Wir freuen uns über diese positive Entwicklung. Angesichts des schwierigen Marktes im Jahr 2017 sind wir recht beachtlich in das neue Jahr gestartet“, erklärt Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender des Verbandes der Österreichischen Möbelindustrie. 2017 schloss die Österreichische Möbelindustrie mit einem hauchdünnen Plus von 0,1 Prozent sowie einem Erlös von 1.994,2 Milliarden Euro ab und konnte in dem europaweit rückläufigen Möbeljahr immerhin schwarze Zahlen präsentieren, was den Nachbarn in Deutschland mit einem Minus von 0,6 Prozent nicht gelang.

Auch die Exportkurve der Österreichischen Möbelindustrie nimmt an Fahrt auf: Nach einem Plus von 2,4 Prozent im Jahr 2017 bilanzierten die Hersteller im ersten Quartal 2018 einen Zuwachs von 6,2 Prozent. Das entspricht 241,6 Millionen Euro (vorläufige Zahlen, ohne Teile für Möbel). Vor allem in der EU gaben die Möbel „made in Austria“ Gas und legten um 6,6 Prozent auf 174,6 Millionen Euro zu. Wichtigster Handelspartner ist Deutschland. Dort wird Qualität aus Österreich besonders geliebt und floriert der Markt mit einem Wachstum um 3,5 Prozent auf 103,9 Millionen Euro sehr erfreulich. Eine herausragende Entwicklung konnte in Italien verzeichnet werden. Nach einem bereits erfolgreichen Jahr 2017 mit einem Zuwachs von 5,5 Prozent zogen die Möbelexporte im ersten Quartal 2018 noch einmal um 19,7 Prozent auf 9,8 Millionen Euro an. Damit ist das Land am Mittelmeer nach Polen drittstärkster Abnehmer. Auf Platz vier rangiert Tschechien, das mit einem Plus von 22,1 Prozent ebenfalls zweistellig zulegte.

„Diese Ergebnisse sind ein Indiz dafür, dass die Österreichische Möbelindustrie auch international einen guten Ruf für hochwertiges Design, ausgereifte Funktionen und Top-Qualität genießt. Denn in diesen Märkten sind viele exklusive Möbelhersteller aktiv und die Ansprüche der Käufer bewegen sich auf erfreulichem Niveau“, betont Emprechtinger. So befinden sich auch Frankreich (+17,0 %), die Slowakei (+14,5 %) und Rumänien (+61,4 %) auf einem guten Weg. Ebenso wie Spanien: Hier stiegen die Ausfuhren um 154,5 Prozent auf 3,4 Millionen Euro an. Rückgänge in Europa gab es unter anderem in Belgien (-5,7 %), Großbritannien (-3,8 %), Slowenien (-3,4 %), den Niederlanden (-15,8 %) und Polen (-1,9 %) zu verzeichnen.

Auch der Blick über Europas Grenzen hinaus lohnt sich. So verbuchte die Österreichische Möbelindustrie in den Arabischen Emiraten einen Zuwachs von 45,1 Prozent auf 1,19 Mio. Euro. Stark laufen außerdem die Geschäfte in Kuwait. Dort bilanzierten die österreichischen Möbelproduzenten in den ersten drei Monaten 2018 bereits Ausfuhren im Wert von 2,65 Millionen Euro. Darüber hinaus auf der Überholspur: die Exporte in die USA. Nach einem Zuwachs von 46,3 Prozent im Jahr 2017 konnte im ersten Quartal 2018 eine weitere Steigerung von 4,4 Prozent erwirtschaftet werden. Rückläufig entwickelte sich indes das Möbelgeschäft mit Kanada (-8,8 %) und China (-20,6 %).

Im ersten Quartal 2018 waren „Sitzmöbel und Teile davon“ mit einem Anteil von 34,8 Prozent international am stärksten gefragt und legten um 0,5 Prozent zu. Als Export-Shootingstar entpuppte sich aber die Sparte „Wohnmöbel“. Sie rangiert mit einem Anteil von 28,2 Prozent auf dem zweiten Platz und verbesserte ihre Ausfuhrbilanz noch einmal um 14,5 Prozent. Ebenfalls zweistellig legten „Büromöbel“ (+12,2 %) zu, gefolgt von „Küchenmöbeln“ (+8,5 %) und „Ladenmöbeln“ (+7,4 %). Nur der Bereich „Matratzen/Sprungrahmen“ war mit -3,2 Prozent rückläufig.

Einen leichten Zuwachs gab es bei der Importbilanz: Im ersten Quartal wurden Möbel im Wert von 477,6 Millionen Euro nach Österreich geliefert. Das entspricht einem Plus von 1,5 Prozent. Auch hier rangiert Deutschland ganz oben und stellt mit 219,4 Millionen Euro den Löwenanteil der Möbeleinfuhren. Bei einem Plus von 0,9 Prozent bewegen sie sich aber auf stabilem Niveau. Anders sieht es in China aus. Hier stiegen die Importe im ersten Quartal 2018 um 5,6 Prozent auf 53,4 Millionen Euro an. Außerdem nach wie vor ein starkes Einfuhrland ist Polen. Es rangiert mit 50,2 Millionen Euro und einem Plus von 6,8 Prozent auf dem dritten Platz. An vierter Stelle reiht sich Italien mit 30 Millionen Euro ein, gab allerdings um 8,4 Prozent nach. Starke Zuwächse verbuchte die Österreichische Möbelindustrie zum Jahresauftakt bei den Importen aus den USA. Diese stiegen um 113,7 Prozent auf 1,4 Millionen Euro. Nach Sortimenten analysiert, liegt der Anteil der „Sitzmöbel und Teile“ vorn (36,7 %), gefolgt von Wohnmöbeln (34,0 %) und Ladenmöbeln (11,7 %).




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