Donnerstag, 05.07.2018, 13:05 Uhr Schmidt Küchen

Wirtschaftsministerin besuchte das Werk in Türkismühle

Am 3. Juli 2018 besuchte die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger das Stammhaus von Schmidt Küchen in Türkismühle. Eine Stippvisite an dem Ort, an dem vor über 80 Jahren alles begann. Der Saarländer Hubert Schmidt gründete hier 1934 das deutsch-französische Familienunternehmen. Die stellvertretende Ministerpräsidentin folgte mit ihrem Besuch einer Einladung von Christian Kockler, dem Geschäftsführer der Schmidt Küchen GmbH & Co. KG. Bei einem ausführlichen Rundgang lernte die Ministerin die einzelnen Bereiche des Werkes kennen und erhielt dort einen umfassenden Einblick in die Küchenproduktion. Mit Warnweste und Arbeitsschuhen versorgt ließ sich die Chefin des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr unter der fachkundigen Führung von Produktionsleiter Christian Sendler verschiedene Arbeitsschritte erklären. Auch einige der hochtechnologischen Maschinen wurden genau unter die Lupe genommen – so dass sich die Politikerin ein umfängliches Bild machen konnte. Nach dem Rundgang führte der Weg in das Verwaltungsgebäude, wo Christian Kockler in einer kleinen Präsentation die wichtigsten Daten, Fakten und Visionen des zur Schmidt Groupe gehörenden Unternehmens vorstellte. „Für mich als Saarländerin ist Schmidt eine Selbstverständlichkeit. Insofern ist es gut, dass man das, was so nahe liegt, noch einmal besser kennenlernt. Dass das Unternehmen weltweit so erfolgreich agiert, ist mir heute viel klarer und bewusster geworden. Und das macht mich wieder ein Stück weit stolzer. Auf den Betrieb, aber auch auf das Saarland als guten Wirtschaftsstandort“, sagte Rehlinger.

Am Standort in Türkismühle sind 172 Mitarbeiter beschäftigt. Bei der Besichtigung fiel der SPD-Vorsitzenden im Saarland der für einen Industriebetrieb sehr hohe Frauenanteil auf, der hier bei 29 Prozent liegt. Das ist besonders unter dem Gesichtspunkt eine bemerkenswerte Zahl, wenn man weiß, dass das Saarland die niedrigste Frauenerwerbsquote aller Bundesländer hat. Überrascht war die Wirtschaftsministerin über den für einen klassischen Produktionsbetrieb äußerst geringen Altersdurchschnitt von 37 Jahren. Auch das Thema Ausbildung wurde bei dem Besuch angesprochen – und hier natürlich die Problematik, dass es für Schmidt immer schwieriger wird, geeignete Auszubildende zu finden. Beachtenswert fand die Ministerin das Zusammenspiel der beiden Nachbarländer, die sich hier in einem Konzern treffen und ihn in einem Miteinander zum fünftgrößten europäischen Küchenhersteller haben wachsen lassen. Der Historie geschuldet bildet die Firmenkultur bei Schmidt eine Melange aus französischem Esprit und deutscher Qualität und konterkariert zugleich so manches Vorurteil. Die Steuerung der Produktion in Türkismühle verantwortet in Personalunion der Produktionsdirektor in Frankreich. Der Entwicklungschef dort ist wiederum ein Deutscher. Und im Übrigen ziehen die Mitarbeiter auf jeder Hierarchieebene im Elsass wie im Saarland an einem Strang.

Schließlich kommt es auf eng vernetzte Entscheidungswege an, damit ein Produktionsverbund in zwei Ländern über die Kulturgrenzen hinweg auch tatsächlich im Tagesgeschäft klappt. Im Verbund mit den anderen Fertigungsstätten produziert das Werk im Saarland Einzelteile für die Schwesterwerke in Frankreich und bezieht umgekehrt Küchenkomponenten von diesen. Täglich fahren mehrere LKWs zwischen beiden Ländern hin und her. „Schmidt Küchen ist nicht nur ein gelungenes Beispiel für grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Region, sondern auch für nachhaltiges Wirtschaften. Mensch und Natur stehen im Mittelpunkt des Unternehmens. Das große Engagement für Nachhaltigkeit, Umweltschutz und generationenübergreifendes Arbeiten ist vorbildlich“, erklärte die Ministerin.

Neben dem Werk in Türkismühle produziert die Schmidt Groupe überwiegend im Elsass – drei Werke befinden sich in Sélestat, eines am Hauptsitz in Lièpvre und hinzu kommt ein Logistikzentrum in Bergheim. Insgesamt fertigt die Gruppe auf einer Fläche von rund 181.000 Quadratmetern. In der Summe stellen in den hochmodernen Möbelfabriken 1.648 Mitarbeitern werktäglich 700 Küchen her – in Türkismühle sind es rund 80 am Tag. In den High-Tech-Fabriken wird längst die „Losgröße eins“ realisiert. Erst nach der auf den Millimeter genauen Vermessung des zu möblierenden Raumes vor Ort und der individuellen Planung werden die Möbelelemente nach Maß produziert. „Technologisch sind wir heute schon einen Schritt weiter als die Automobilindustrie aufgestellt. Wir können bezahlbare, industrielle Lösungen anbieten, die gleichzeitig aber auch extrem individuell sind. Die Digitalisierung unserer Fertigung ist sehr weit fortgeschritten. Allein in der IT-Abteilung sind über 100 Mitarbeiter tätig. Tendenz steigend“, weiß Kockler. Neben dem Küchensektor entwickelt sich bei Schmidt ein derzeit noch kleines, dafür aber sehr stark wachsendes Geschäftsfeld: die Wohnwelten und Bäder. Abschließend zog die Wirtschaftsministerin das Fazit: „Ich nehme von meinem Besuch viele positive Eindrücke mit. Schmidt ist ein gut aufgestellter Produktionsstandort mit motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Unternehmen hat ein gutes Geschäftsmodell, das sich bewährt hat. Und deswegen bin ich sehr optimistisch, wenn ich in die Zukunft blicke.“




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