Freitag, 09.03.2018, 15:45 Uhr Initiative Furnier + Natur

Stabile Wirtschaftslage bei Furnieren

Ein Blick auf die aktuelle Nachfrage unserer ebenso natürlichen wie vielfältigen Oberfläche zeigt, dass der traditionsreiche Holzwerkstoff Furnier eine recht stabile Marktperformance erzielt. Die Gründe sind mannigfaltig: Immer mehr Endkunden bevorzugen das Material gegenüber seinen bedruckten Mitbewerbern, denn die Sensibilität für authentische und natürliche Oberflächenmaterialien steigt. Holz erlebt einen großen Zuspruch. Gleichzeitig wünschen immer mehr Verbraucher Unikate, die sie garantiert mit einer Oberfläche aus echtem Furnier bekommen, da kein Baum genau gleich wie ein anderer wächst. Hinzu kommt die Antwort der Furnierindustrie auf personalisierte Oberflächen zum Beispiel für den Ladenbau, für den Furniere spezifisch bedruckt werden können und so das sogenannte unternehmerische Erscheinungsbild gerade für die international tätige Kundschaft gewährleisten. Bei all dem ist es heute technisch möglich, zusätzlich noch besonders individuelle Oberflächen wie gebürstete, sägeraue, faserraue, wellig gehobelte und gehackte Optiken zu produzieren. Selbst den originellsten Kundenvorgaben sind daher kaum noch Grenzen gesetzt.

Diese positive Entwicklung geht auch umsatzmäßig mit einem seit 2009 recht stabilen Inlandsverbrauch Hand in Hand mit der guten Stimmung und ist daher ein Hoffnungsschimmer. Es geht nun darum, den Silberstreif am Horizont zu erhalten und zu vergrößern. Die Zeichen innerhalb der Furnierfamilie IFN stehen gut, alles Machbare wird gemacht.

In den vergangenen Jahrzehnten ist der deutsche Furniermarkt durch dramatische Einbrüche in der Produktion, im Export und auch im Import gekennzeichnet. Von 1995 bis 2017 reduzierte sich das Marktvolumen von über 300 Millionen Euro auf inzwischen 61,4 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum ging die inländische Produktion auf 52,6 Millionen Euro zurück, was im Vergleich zum Vorjahr allerdings einer Steigerung von 2 Prozent entspricht. Die Exporte stabilisierten sich und erzielten 145,2 Millionen Euro, die Importe sanken auf jetzt 154 Millionen Euro.

Deutschland entwickelte sich in den letzten beiden Jahrzehnten von einem starken Furnierproduzenten zu einer Handelsdrehscheibe für Furnier. Der größte Teil der deutschen Furniere wird inzwischen nicht mehr in Deutschland selbst produziert, sondern aus dem Ausland importiert. Aktuell produzieren nur noch sechs Unternehmen in Deutschland.

Ein großer Teil der Furnierproduktion wurde in den letzten Jahren ins Ausland verlegt. Im Jahr 2017 importierte Deutschland Furnierblätter im Wert von 154 Millionen Euro aus dem Ausland, was einem Rückgang von 3,5 Prozent zum Vorjahr entspricht.

Die wichtigsten Ursprungsländer waren die USA mit 18,1 Millionen Euro, die Ukraine mit 15,6 Millionen Euro, dicht gefolgt von Österreich mit 14,4 Millionen Euro. Gleichzeitig wurden große Furniermengen wieder ausgeführt, der Exportwert blieb mit leichtem Zuwachs um 0,1 Prozent stabil bei 145,2 Millionen Euro. Zu den wichtigsten Exportmärkten gehörten die USA mit 14,2 Millionen Euro, Tschechien mit 12,8 Millionen Euro und Italien mit 12,5 Millionen Euro.

Die IFN ist 2018 ein internationaler Verein, der neben deutschen ordentlichen Mitgliedern (12) auch österreichische (5) und schweizerische Mitglieder (3) sowie jeweils ein Mitglied aus der Slowakei (1), aus Slowenien (1), aus Kroatien (1) und Estland (1) hat. Außerdem gehören der IFN Fördermitglieder (10) an.

Einige Grafiken zum Furniermarkt sehen Sie, wenn Sie auf das Startbild oben klicken.

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