Dienstag, 27.02.2018, 15:52 Uhr Hettich/Rehau

Darum sind Design-Wettbewerbe für den Nachwuchs wichtig

Wie werden angehende Architekten, Einrichtungsgestalter oder Produktdesigner auf ihren späteren Beruf vorbereitet? Warum ist die Teilnahme an Wettbewerben für sie so wichtig? Und wie profitieren Industrie-Unternehmen von den Ideen des Nachwuchses? Hettich und Rehau haben drei Dozenten internationaler Hochschulen dazu befragt. Deren Antworten zeigen, dass ein unverstellter Blick auf die Dinge ganz neue Perspektiven eröffnet.

Hettich/Rehau: Was bedeutet „Design“ für Sie?
Elena Tolstykh: Design ist an unserer Fakultät die Grundlage für viele Studiengänge. Selbst wenn ein Studierender nicht gezielt Designer werden möchte, nutzt er während des Lernprozesses dennoch oft Designtechniken und das gestalterische Denken.
Zhao XiaoMao: Design repräsentiert das Ideal eines Designers. Mit ihren Innovationen verhelfen Designer den Endkunden zu einem gesunden Leben und der Gesellschaft zu einem nachhaltigen Umgang mit der Umwelt.
Victor Bragin: Zuallererst ist Design ein Prozess. Design ist außerdem der sichtbare Beweis für ein Projekt – es kann sich als Industriemodell oder als echtes Objekt manifestieren. Und für die meisten praktizierenden Designer ist es sogar ein Lebensstil. Weil es sich dabei um eine vielschichtige, multidisziplinäre Angelegenheit handelt, muss auch die Lehre vom Design auf dieser Vielfalt aufbauen.

Hettich/Rehau: Sind Wettbewerbe Ihrer Meinung nach eine gute Möglichkeit, kreative Prozesse von der ersten Idee bis zum fertigen Entwurf zu durchlaufen?
Elena Tolstykh: Wir begrüßen jede Art von gestalterischem Wettbewerb unserer Studierenden. Für gewöhnlich gehen unsere Absolventen nicht ohne Zeugnisse und Preise von der Uni ab, die ein sehr hohes Level an Professionalität widerspiegeln. Dies zeigt sich bereits in den ersten Skizzen und Entwürfen, aber auch in bestehenden Projekten.
Zhao XiaoMao: Die Zukunft gehört der jüngeren Generation. Der International Design Award beispielsweise konzentriert sich deshalb auf Studierende und ermöglicht es ihnen, mithilfe ihrer Entwürfe zu zeigen, wie sie sich ihr zukünftiges Leben vorstellen. Dieser Wettbewerb ist eine sehr erfolgreiche Plattform für Studierende aus aller Welt, die sich kreativ austoben wollen.
Victor Bragin: Ja, ich glaube, dass jede Art von Wettbewerb eine gute Möglichkeit darstellt, den richtigen Weg zu finden. Es ist wichtig, dass Studierende eine echte Rückmeldung von der Industrie und den Designstudios erhalten. Die Teilnahme an Wettbewerben spielt deshalb eine große Rolle im Lernprozess aller Masterstudierenden in meinem Produktdesignstudio.

Hettich/Rehau: Können Unternehmen von den Ideen der Nachwuchskräfte profitieren?
Elena Tolstykh: Wir glauben, dass die Unternehmen stets neue Designideen benötigen. Von Menschen mit einem unverstellten Blick auf die Welt und unsere Umgebung, Menschen, die unkonventionell denken, auch wenn ihre Projekte vielleicht nicht immer ausgereift sind und völlig logisch erscheinen. Junge Designer haben noch keine langjährige Erfahrung, die ihnen Grenzen setzt. Sie versuchen, Dinge zu erschaffen, unabhängig von allen Naturgesetzen. Ein Perpetuum mobile kann nur von jemandem erfunden werden, der nicht weiß, dass es unmöglich ist.
Zhao XiaoMao: Studierende sind flexibel im Denken und neugierig auf die Zukunft. Ihre Ideen und Wünsche sind ein wichtiger Motor für Designentwicklungen. Indem sie sich die kreativen Lösungen der Wettbewerbsteilnehmer näher anschauen, können Unternehmen kommende Trends besser verstehen.
Victor Bragin: Unbedingt! Meine Absolventin Olga Kalugina hat 2009 den siebten Platz beim „International Design Award“ belegt und erhielt viel Anerkennung von den Organisatoren, Hettich und Rehau, für ihre Idee. Das Hauptanliegen der Wettbewerbsveranstalter, die sich die Einreichungen von tausenden Teilnehmern ansehen, ist es ja, talentierte junge Designer zu entdecken.

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