Montag, 15.01.2018, 14:54 Uhr VDM/Axel Schramm

Vermarktungspotenziale von „Made in Germany“ stärker ausschöpfen

Möbel „Made in Germany“ haben einen exzellenten Ruf – das betonte VDM-Präsident Axel Schramm in seiner Rede anlässlich der Eröffnung der „Imm Cologne“. „Im Dezember 2017 hat das renommierte Marktforschungsinstitut Kantar TNS eine repräsentative Studie im Auftrag des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie durchgeführt“, so Schramm. „Die Studie untersucht die Einstellung der in Deutschland lebenden Bevölkerung ab 14 Jahre zum Thema Möbelkauf.“

Dabei kam heraus, dass die große Mehrheit der Befragten (75,4 Prozent) die Qualität als wichtigstes Kriterium beim Möbelkauf sehen. Zweitwichtiges Kriterium ist für 64,3 Prozent das Design. Erst danach folgt mit 50,5 Prozent der Preis, während für 44,1 Prozent eine umweltverträgliche Produktion eine wichtige Rolle spielt. Mit 31,7 Prozent wird an fünfter Stelle die Herkunft des Möbelstücks angegeben. Am wenigsten wichtig ist das Kriterium Neuartigkeit/Innovation, nur 20,9 Prozent gaben dies an.

Neben den allgemeinen Kaufkriterien, wurden die Menschen speziell nach Möbeln „Made in Germany“ gefragt. Hier zeigt sich, dass „Made in Germany“ bei den Befragten einen exzellenten Ruf hat: vier von fünf Befragten (80,2 Prozent) verbinden diese Herkunftsbezeichnung mit hoher Qualität, gut die Hälfte erwartet ein gutes Preis-/ Leistungsverhältnis und umweltfreundliche Produktionsbedingungen. Für knapp die Hälfte der Bevölkerung steht das Möbel „Made in Germany“ darüber hinaus auch für modernes Design.

Bei der Frage nach der tatsächlichen Zahlungsbereitschaft für Möbel „Made in Germany“ scheiden sich dann allerdings die Geister. Immerhin gut die Hälfte der Befragten wäre nach eigener Angabe bereit, allein für „Made in Germany“ zumindest einen moderaten Aufpreis zu bezahlen, während dieser Herkunftsnachweis für ein gutes Drittel bei der Auswahlentscheidung zwischen ansonsten vergleichbaren Produkten heute überhaupt keine Rolle spielt.

„Für uns als deutsche Möbelindustrie ist die repräsentative Studie ein Beleg dafür, dass Möbel ,Made in Germany’ ein viel höheres Vermarktungspotential gegenüber dem Endkunden haben, als wir es gemeinsam mit dem Handel derzeit ausschöpfen“, betont Axel Schramm. „Da eine Grundsensibilität für hochwertige Möbel aus heimischer Produktion über alle Altersklassen hinweg gegeben ist, sollten Handel und Industrie partnerschaftlich an neuen Konzepten arbeiten, um das enorme Absatzpotential, dass im Qualitätsversprechen ,Made in Germany’ liegt, künftig stärker auszuschöpfen. Dies wäre ein wichtiger Baustein zur Zukunftssicherung der deutschen Möbelindustrie.“ 

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