Donnerstag, 02. November 2017, 10:25 Uhr Ikea-Report „Life at Home"

22.000 Menschen aus 22 Ländern befragt

Es ist die bisher größte und umfangreichste Studie, die Ikea jemals durchgeführt hat – der „Life at Home“-Report mit mehr als 22.000 Teilnehmern in 22 Ländern. Im Fokus der Untersuchung standen die Herausforderungen im alltäglichen Zusammenleben von Menschen. Insgesamt konnten fünf Spannungsfelder definiert werden, die es überall auf der Welt gibt, unabhängig von der Größe des Haushalts und den zusammenlebenden Personen.

1. „Der Mythos des Minimalismus“: Nur einer von zehn Deutschen (13 Prozent) fühlt den sozialen Druck, minimalistisch leben zu sollen. Damit sind die Deutschen die „entspannteste“ Nation – weltweit denken 27 Prozent, dass sie sich diesem „Trend“ unterwerfen sollten. Laut der  Studie sind „zu viele Sachen“ eine der größten Ursachen für Stress zu Hause. Die Frage nach dem persönlichen Wert kann dabei helfen, Dinge objektiver zu betrachten und besser mit den Sachen umzugehen. Dann müssen der Wunsch zu entrümpeln und das Behalten von Dingen mit persönlichem Wert kein Widerspruch mehr sein.

2. „Ich brauche meine Privatsphäre“: Um Diskussionen darüber, was deins, meins und unseres ist, machen die meisten von uns lieber einen Bogen. Weltweit leben zwei von fünf Menschen (40 Prozent) mit Dingen, die sie nicht leiden können, die aber ihren Mitbewohnern gehören. Ebenso viele (40 Prozent) haben schon mal Gegenstände von jemandem weggeworfen, mit dem sie zusammenleben, ohne es demjenigen zu sagen – in Deutschland sind es mit 35 Prozent etwas weniger. Dieser lautlose Krieg bedeutet, dass viele von uns mit Kompromissen leben, die sie unglücklich machen. Die Studie zeigt: Menschen, die offen darüber sprechen, sind zu Hause zufriedener.

3. „Ist jemand zu Hause?“: 41 Prozent der deutschen Befragten gaben an, dass sie ihr Zuhause bewusst genießen. Diese mentale Präsenz kann allerdings durch den hektischen Alltag, einen anspruchsvollen Job und auch durch die Angst, außerhalb der Wohnung etwas zu verpassen, beeinträchtigt werden. Eine kurz- und langfristige Planung der Zeit zu Hause, gemeinsame Aktivitäten und die Einbeziehung der Natur in die Wohnräume können dabei unterstützen, ein besseres Gleichgewicht zu finden.

4. „(Nicht) verbunden“: Nur einer von zehn Deutschen (13 Prozent) gab an, dass es schwierig sei, in Zeiten der zunehmenden neuen Technologien eine gesunde Balance zu Hause zu finden – ein gutes Ergebnis, denn der weltweite Durchschnitt liegt bei 33 Prozent. Insgesamt verbannen 47 Prozent aller Befragten Smartphones vom Esstisch und 30 Prozent begrenzen die Zeit, die vor einem Bildschirm verbracht wird – vor allem bei Kindern. Der Report zeigt, dass es helfen kann, hierfür feste Regeln zu vereinbaren. Dann kann die Technik Beziehungen sogar stärken.

5. „Das bewusst unfertige Zuhause“: Das Leben wandelt sich stetig, warum sollte das nicht auch für das Zuhause gelten und möglich sein? Viele Menschen wollen ein „fertiges“ Zuhause schaffen, obwohl sich ihre Bedürfnisse und Träume im Laufe der Zeit verschieben. Ein Viertel (24 Prozent) der Deutschen nehmen Änderungen in ihrem Zuhause in Zyklen vor. Das größte Hindernis (20 Prozent) ist zu wenig Platz, um Dinge vorübergehend zu lagern, während man an der Umgestaltung arbeitet. Räume sollten jedoch nach Möglichkeit den aktuellen Bedürfnissen ihrer Bewohner entsprechen, damit sie sich in ihrem Zuhause wirklich wohlfühlen.

Zur Veranschaulichung der verschiedenen Spannungsfelder und ihrer Lösungsansätze hat Ikea die „Konfliktlösa“-Kollektion designt. Diese Prototypen thematisieren die häufigsten Frustrationen, mit denen Menschen in ihrem Zuhause konfrontiert werden, wenn es um Privatsphäre und persönliche Dinge geht.


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