Freitag, 20.10.2017, 12:55 Uhr „Biesseinside“ 2017

Markteinführung für neue IOT-Plattform „Sophia“

„Auf der ,Ligna‘ 2017 im Mai waren wir noch nicht ganz so weit, haben noch intensiv an dem Projekt gearbeitet. Darum haben wir unsere in der Regel sehr gut besuchte Hausmesse ,Biesseinside‘ gewählt, um unsere neue IOT-Plattform ,Sophia‘ in den Markt einzuführen“, erklärt Stefano Porcellini, Geschäftsführer der Biesse Group.

Was für Apple „Siri“ ist und für Amazon „Alexa“, so setzen die italienischen Maschinenbauer aus Pesaro ab sofort auf „Sophia“ (benannt nach einer langjährigen Biesse-Mitarbeiterin in Frankreich). Seit gestern können sich die Besucher der „Biesseinside“ am Unternehmenssitz ein Bild dazu machen, inwiefern „Sophia“ sie zukünftig weiterbringt.

Entwickelt wurde die Internetplattform einzig dafür, die Effizienz von Maschinen zu erhöhen. Und zwar in zweifacher Hinsicht: Zum einen dient „Sophia“ in Verbindung mit den angeschlossenen Maschinen als proaktives Service-Tool. Hat eine Spindel eine erhöhte Temperatur, so meldet sich die Maschine automatisch via „Sophia“ bei der Biesse Group im Servicecenter. Die Mitarbeiter dort können den Status Quo online checken und mit dem entsprechenden Kunden in Kontakt treten. Lange bevor die Maschine wirklich ernsthafte Probleme hat oder sogar bereits steht. Und lange bevor der Kunde es möglichweise selber mitbekommt.

Auf der anderen Seite dient „Sophia“ als umfangreiche Auswertungsplattform rund um die Maschine. Wann steht die Maschine, wann ist sie im Einsatz, wo liegen eventuell Probleme wie beispielsweise gedrosselte Geschwindigkeiten? Mit einer detaillierten Analyse wie dieser lassen sich die Maschineneinsätze optimieren. Biesse ist hierbei gerne behilflich, den gesamten Prozess zu betrachten, um dem Kunden nachhaltig weiterzubringen.

„Sophia“ wurde mit einigen Pilotkunden entwickelt, seit Mitte des Monats sind die ersten rund 150 Maschinen mit „Sophia“ vernetzt, jetzt geht es darum weitere Erfahrungswerte zu sammeln. Sämtliche Maschinen, die in Zukunft die Werke von Biesse verlassen, sollen mit „Sophia“ vernetzbar sein – hier macht der Hersteller keinen Unterschied zwischen Einstiegsbereich oder maximaler Ausstattung einer Maschine. Das Geheimnis liegt in vielfach verbauten Sensoren in der Maschine und einem individuellen Anschlusscode, der der Maschine mitgegeben wird.

„Wir stehen erst am Anfang einer langen Reise. ,Sophia‘ eröffnet uns und unseren Kunden viele neue Möglichkeiten, die wir im Detail überhaupt erst einmal ausloten müssen“, freut sich auch Federico Broccoli, Direktor der Sparte Holz bei Biesse und zuständig für alle weltweiten Niederlassungen.

Die Italiener haben „Sophia“ gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft Accenture entwickelt, vor Ort berichtete gestern auch der für Italien, Mitteleuropa und Griechenland zuständige Accenture-Geschäftsführer Guiseppe La Commare über das Projekt und die Zusammenarbeit mit der Biesse Group. „Farblich ist ,Sophia‘ bewusst nicht grün geworden, damit wir sie langfristig als Plattform für die gesamte Biesse Gruppe nutzen können. Also auch alle anderen Maschinen, die mit dem Holzbereich überhaupt nichts zu tun haben“, so La Commare.

Die Hausmesse in Pesaro läuft noch bis einschließlich morgen, erwartet werden rund 4.000 Besucher – und schon der erste Tag war mit über 1.000 Kunden ein toller Erfolg. Neben „Sophia“ stehen über 50 Maschinen und Anlagen auf insgesamt 190.000 Quadratmeter zur Verfügung, darüber hinaus gibt es mit „B_Avant“ weitere Neuigkeiten im Softwarebereich. Mit „B_Avant“ von Biesse Systems überwachen und verwalten die Italiener komplette Produktionsanlagen in Echtzeit.

Federico Broccoli zieht nicht nur zu den Neuheiten, sondern auch der Gesamtperformance im Jahr 2017 eine sehr positive Bilanz. „Wir rechnen mit 15 bis 16 Prozent Umsatzwachstum in diesem Geschäftsjahr, werden mit rund 690 Millionen Euro abschließen. Damit sind wir das stärkste Unternehmen in diesem Sektor in Italien und weltweit an zweiter Stelle. Und wir zeigen mit ,Sophia‘, dass wir keinesfalls nachlassen. Wir haben in der letzten Zeit rund 42 Millionen Euro in Neuentwicklungen aber auch den Ausbau der Niederlassungen investiert.

Sehr gut entwickelt sich in der gesamten Bandbreite an Holzbearbeitungsmaschinen der Bereich Kante. Rund 90 Millionen Euro werden wir allein hier erzielen.“

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