Mittwoch, 20.09.2017, 13:10 Uhr Pfleiderer Group

So sieht die Strategie bis zum Jahr 2021 aus

Der Vorstand der Pfleiderer Group S.A. hat heute die Strategie des internationalen Holzwerkstoffherstellers bis zum Jahr 2021 bekannt gegeben. Sie zielt auf die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes im Sinne des Shareholder Value. Die wesentlichen wirtschaftlichen Eckpunkte der Strategie sind ein Anstieg des Konzernumsatzes von rund 930 Millionen Euro (2016) auf rund 1,2 Milliarden Euro (2021); eine EBITDA-Marge von mindestens 16 Prozent des Umsatzes (2016: 11,8 Prozent); ein niedriger Verschuldungsgrad mit Nettofinanzschulden die etwa das 1,5 und 2fache des EBITDA betragen (2016: 2,21); eine Eigenkapitalquote von mehr als 30 Prozent und eine Ausschüttung von bis zu 70 Prozent des Konzernüberschusses an die Aktionäre.

Tom K. Schäbinger, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Pfleiderer Group: „Das geplante Umsatzwachstum von Pfleiderer soll einhergehen mit der Verbesserung der Profitabilität. Dazu werden wir mehr Kapazitäten für höhermargige Mehrwert-Produkte schaffen, unsere Märkte und Kundengruppen gezielter bearbeiten und in neue Technologien und Produkte investieren. Auf der anderen Seite arbeiten wir weiterhin mit Nachdruck daran, die Effizienz und Produktivität der Pfleiderer Group zu steigern.“

Der Vorstand hat eine Vielzahl von Wachstumsinitiativen beschlossen, um den Umsatz der Pfleiderer Group bis 2021 auf rund 1,2 Milliarden Euro zu heben. Kern ist eine konsequente Ausrichtung der Produktion auf margenstärkere Produkte und Spezialitäten. Pfleiderer wird dazu potenzialreiche Zielbranchen wie Küchen-, Bad- oder Bürohersteller gezielter bearbeiten, um maßgeschneiderte Mehrwertprodukte und -services bieten zu können. Neben den Kernmärkten Polen und DACH-Region wird Pfleiderer das Exportgeschäft selektiv ausbauen.

Ein wichtiger Teil der Strategie sind Maßnahmen zur Erhöhung der Effizienz im Sinne einer „operational excellence“. Ziel ist die Steigerung der operativen Ergebnisse über alle CPL-, MDF- und Rohplattenlinien um 4 Prozent bis 2018 (auf Basis des Jahres 2015) und eine Erhöhung der Produktivität um 5 Prozent bis 2019 (ebenfalls auf Basis des Jahres 2015). Im Vordergrund stehen dabei die Optimierung der Produktionskosten, die Verringerung und Vermeidung von Engpässen im Produktionsprozess und eine verbesserte Beschaffung. Auch die Ausweitung der Kapazitäten, vor allem für höherwertige Produkte und Spezialitäten, sowie die Einführung neuer Technologien sollen die operative Performance verbessern.

Die Pfleiderer-Strategie sieht Investitionen von durchschnittlich rund 70 Millionen Euro pro Jahr vor, davon 20 Millionen Euro für Instandhaltungen. Strategische Projekte wie die neue Schleifstraße im Werk Neumarkt oder die neue Lackieranlagen-Technologie am Standort Leutkirch sollen einen Beitrag zur Steigerung von EBITDA und Marge leisten. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt wird die polnische Tochtergesellschaft Silekol sein, die zu den führenden Herstellern von Klebeharzen und Härtern, die in der Holzindustrie verwendet werden, zählt.

Die EU-Kommission erwartet für 2018 ein durchschnittliches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den EU-Ländern von 1,8 Prozent. Für Pfleiderers Kernregionen Polen und DACH-Länder wird dabei ein Wachstum von 3,1 Prozent beziehungsweise 1,8 Prozent vorhergesagt. Gute konjunkturelle Rahmenbedingungen sind auch in den wichtigsten Zielbranchen, die die Gruppe beliefert, zu verzeichnen. Die hohen Investitionen im Wohnungsbau werden ein Treiber der Nachfrage nach Pfleiderer-Produkten sein. Insbesondere für die polnische Möbelindustrie wird eine positive Entwicklung prognostiziert: Im Jahr 2016 war Polen weltweit der zweitgrößte Exporteur von Möbeln nach Tonnage (Nummer vier nach Wert).

Der Vorstand der Pfleiderer Group S.A. hat außerdem heute Einzelheiten des Aktienrückkaufprogramms beschlossen, das am 21. Juni 2017 von der ordentlichen Hauptversammlung genehmigt worden war. Die Aktien sollen durch ein freiwilliges Kaufangebot an alle Aktionäre zurückerworben werden. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat ebenfalls heute den Details des Programms zugestimmt.

Parameter des Rückkaufprogramms: Bis zu 3.235.050 Aktien sollen erworben werden, im Wert von etwa 5 Prozent des Grundkapitals. Der Preis pro Aktie soll 47 polnische Zloty betragen, also knapp 11 Euro. Der Zeitplan sieht einen Angebotszeitraum vom 21. September bis zum 5. Oktober vor, das Handelsdatum ist der 10. Oktober, das Settlement am 12. Oktober.

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