Donnerstag, 07.09.2017, 10:12 Uhr Prüm-Garant-Gruppe

Investiert rund 25 Mio. Euro in die „Premiumkante“

Stillstand schadet – dies befürwortet auch die Arbonia AG, Gesellschafterin der Prüm-Garant-Gruppe, und gab entsprechend ihr Okay für ein großes Investitionsprogramm, mit dem der Türenspezialist beide Marken in die Zukunft führen will. Die „möbelfertigung“ diskutierte mit dem technischen Geschäftsführer Stefan Burlage und Detlev Schröder, Divisionsleiter der Türensparte, in Weinsheim über die „Premiumkante“, die Lage am Türenmarkt und aktuelle Trends.

„möbelfertigung“: Herr Burlage, Herr Schröder, was macht die Marken Prüm und Garant gegenüber Marktbegleitern aus?
Detlev Schröder:
Wir bieten ein schlankeres Produktportfolio als manch anderer, dafür aber genau auf die Bedürfnisse des Marktes ausgerichtet. Was bringt es, den zehnten Weißton zu haben, wenn der Endkonsument am Ende nicht mehr zwischen den Varianten entscheiden kann?
Wir haben die richtigen Produkte, nicht möglichst viele. Im Bereich CPL beispielsweise auch Exklusiventwicklungen. Wichtig ist für uns, den Nerv der Zeit zu treffen und dabei hilft die überdurchschnittlich große Nähe zum Markt.

„möbelfertigung“: Wie schätzen Sie die Positionierung am Markt ein?
Detlev Schröder:
Wir sehen uns mit Prüm und Garant gegenüber Marktbegleitern gut aufgestellt, mit dem Marktanteil im Fachhandel sind wir die Nummer eins. Auf den Gesamtmarkt bezogen liegen wir an zweiter Stelle.

„möbelfertigung“: Wie sieht es in der Produktion aus, sind größere Investitionen geplant?
Detlev Schröder:
Wir haben ein Investitionsprogramm über rund 70 Mio. Euro insgesamt – 40 Mio. Euro für Prüm und 30 Mio. Euro für Garant – aufgelegt, das im ersten Schritt bis 2020 geht und dazu dient, den Produktionsprozess zu optimieren sowie mit moderner, flexibler Maschinentechnik den Output spürbar zu erhöhen. Besonders in Sachen Kapazität streben wir einen echten Quantensprung an, investieren im Grunde genommen in Überkapazität.

„möbelfertigung“: Können Sie diese Investitionsvorhaben im Einzelnen erläutern?
Stefan Burlage:
In unserem Investitionspaket von 2017 bis 2020 ist die „Premiumkante“ ein Schwerpunkt. Für rund 25 Millionen sind jeweils zwei Kantenanlagen je Werk geplant, mit denen wir flexibel fertigen können und hinsichtlich der erzeugten Qualität in ganz neue Sphären vordringen. Bei den neuen Türenanlagen handelt es sich um „Airtec“-Installationen, die wir gemeinsam mit der Homag Group realisieren. Die Zargenanlage wird mit der Lasertechnik die Nullfuge fertigen, insgesamt schaffen wir damit deutlich mehr Kapazität.

Das komplette Interview lesen Sie in der „möbelfertigung 5/2017“, die am 11. September erscheint.

Weitere Themen der Ausgabe: Umsatzpotenziale nutzen – wie der demografische Wandel hilft; wie sich Imbusch vom Handwerksbetrieb zum Systemmöbel-Hersteller mauserte; die Entwicklung auf dem Küchenmarkt; wie sich Küchen individualisieren lassen; was Geze mit dem Rathaus von Wakefield zu tun hat; die neue Kolumne „Türenfragen“ der „möbelfertigung“; warum sich Jeld-Wen in Europa neu aufstellt; das Konzept des „Häfele-Hotels“ in München; inwiefern Remmers die Bochumer Smphonie neu erstrahlen lässt; welche Möglichkeiten sich dem Bühnenservice Berlin mit ihrer neuen CNC-Anlage bieten; warum der Wohnmobilhersteller Capron auf seine Produktionshelfer aus dem Hause Schmalz nicht mehr verzichten will; wer die von Weinig auf der „Ligna“ verloste Maschine gewann – und vieles mehr.

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