Dienstag, 21.02.2017, 14:00 Uhr VDMA Holzbearbeitungsmaschinen

Exportumsatz in den ersten drei Quartalen 2016 gestiegen

In den ersten drei Quartalen 2016 erhöhte sich der Wert der Exporte von deutschen Holzbearbeitungsmaschinen im Vergleich zum Vorjahr um gut zwei Prozent auf 1,45 Milliarden Euro. Mit einem Anteil von 58 Prozent nimmt der europäische Markt den Großteil der Maschinen ab. Der Wert dieser Exporte ist im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent zurückgegangen, wobei eine Verschiebung von Ost- nach Westeuropa stattfand. Vor allem die Schwäche Russlands machte sich bemerkbar. Mit einem Plus von elf Prozent schnitt der nordamerikanische Kontinent besonders gut ab. Der Anteil der Exporte erhöhte sich hier von zehn auf elf Prozent. Ebenfalls sehr gut entwickelte sich Ozeanien, wo die Exporte sogar um 42 Prozent zulegen konnten. Auch die Lieferungen nach Asien zeigten eine starke Steigerung: mit einem Plus von 18 Prozent und einem Anteil von 20 Prozent an den Gesamtexporten belegte der Kontinent Platz zwei hinter Europa – mit besonders guten Aussichten für das Schlussquartal. Vor allem Südostasien und Ostasien lieferten hier wichtige Impulse. Negativ war hingegen die Entwicklung in Lateinamerika. Um 20 Prozent verringerten sich die vom Großanlagenbau geprägten Ausfuhren.

Bei der Einzellandbetrachtung zeigt sich, dass die USA in den ersten drei Quartalen 2016 Exportmarkt Nummer Eins waren. Deutschland exportierte dorthin Holzbearbeitungsmaschinen im Wert von 148 Millionen Euro. Auf Platz zwei und drei folgen China inklusive Hongkong mit einem Plus von elf Prozent sowie Polen mit einem Plus von 24 Prozent. Insgesamt nahmen die Top drei Märkte rund 27 Prozent aller deutschen Ausfuhren in den ersten drei Quartalen 2016 ab. Mit deutlichem Abstand folgen auf den weiteren Rängen Österreich (+40 Prozent), Frankreich (-4 Prozent), Brasilien (+19 Prozent), Großbritannien (+8 Prozent) und Russland (-53 Prozent).

Ein besonders gutes Investitionsklima herrscht im „Ligna“-Jahr weiterhin in Deutschland – sowohl kleinere Holzverarbeiter, als auch die industrielle Produktion arbeiten auf Hochtouren und sorgen für zweistellige Bestellzuwächse für die Anbieter von Maschinen und Ausrüstungen des Bereichs. Eckpfeiler des Aufschwungs sind eine starke Baukonjunktur und eine Beschäftigung auf Rekordniveau.

Die Branche kann also für das laufende Jahr von einer sehr günstigen Gesamtsituation ausgehen. „Wir erwarten keine kurzfristigen negativen Auswirkungen der aktuellen weltpolitischen Risiken“, zeigt sich Wolfgang Pöschl, Vorstandsvorsitzender der Weinig AG und des VDMA Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen anlässlich der „Ligna“-Preview in Hannover zuversichtlich. „Vieles spricht für einen weiteren Wachstumskurs unserer Branche. Westeuropa investiert kräftig und auch Südeuropa erstarkt dank Steueranreizen und billigem Geld. Osteuropa ist nach wie vor eine Konstante. In Russland haben primäre Ausrüster gute Chancen, für die sekundäre Verarbeitung bleibt es allerdings eher ein schwacher Markt. In der „Nafta“-Region gibt es weiter Luft nach oben, während sich Südamerika weiterhin konsolidiert – erst in 2018 dürfte es hier wieder ein Wachstum geben. In Asien bleibt die ASEAN-Region stark, Indien kommt in Schwung und der Iran sorgt für Hoffnung. In China erlebt die Spanplatte ihre Renaissance und während es bei Standardmaschinen einen harten Konkurrenzkampf gibt, sind High-End-Lösungen aus Europa sehr gefragt.“

Das könnte Sie auch interessieren...

Ähnliche News...

Freitag, 20.06.2014, 12:45 Uhr
VDMA Holzbearbeitungsmaschinen

Neuer Imagefilm

Anlässlich der Mitgliederversammlung des Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen im VDMA Ende Mai hat der Verband auch seinen neuen Image-Film vorgestellt. In emotionalen Bildern wird gezeigt, wi... weiter...

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet. Mehr Infos