Freitag, 17.02.2017, 16:10 Uhr VDMA Holzbearbeitungsmaschinen

Produktion auf Rekordniveau

Im abgelaufenen Jahr 2016 haben die deutschen Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen das Rekordergebnis von 2007 übertroffen. Nach noch vorläufigen Zahlen konnte ein zweistelliges Umsatz-Plus verbucht und damit die Prognose von fünf Prozent aus dem letzten Herbst deutlich übertroffen werden. Auch für das „Ligna“-Jahr 2017 wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet. „Damit sollte die Branche im ,Ligna’-Jahr 2017 einen Produktionsrekord in Höhe von rund 3,4 Milliarden Euro verzeichnen und sich deutlich besser als der Gesamtmaschinenbau entwickeln“, sagte Wolfgang Pöschl, Vorstandsvorsitzender der Weinig AG und des VDMA Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen anlässlich der „Ligna“-Preview in Hannover. Die deutschen Hersteller erwirtschaften laut Zahlen des VDMA 29 Prozent der Weltproduktion von Holzbearbeitungsmaschinen mit 10,5 Mrd. Euro – und sichert sich damit die Pole-Position vor Italien (17 Prozent) und China (17 Prozent) als Herstellerland.

„Ein entscheidender Wachstumstreiber ist die in alle Sektoren voranschreitende Digitalisierung“, so Pöschl weiter. Die vom Markt geforderte maximale Flexibilität bei der Erfüllung individueller Kundenwünsche bei Maßen und Design wird erreicht durch immer stärkere Integration aller Produktionsschritte. Die digitale Vernetzung von Funktionen erfasst alle Bereiche und verläuft auch über Unternehmensgrenzen hinweg. Selbst kleine Einzelmaschinen werden digital in den Fertigungsfluss eingebunden. Industrielle Anlagen „lernen“ und optimieren sich fortlaufend selbst, um den Rohstoffeinsatz und andere Ressourcen zu minimieren.

Werkzeuge erfassen und kommunizieren Informationen im Verbund mit der Maschine, diese stellt sich automatisch auf das Werkzeug ein (Plug and Play). Im Service wird durch eine sensorgesteuerte Wartung (Predictive Maintenance) die Verfügbarkeit gesteigert. Ein stark anwachsender Pool von Daten aus dem gesamten Produktionsprozess kann zur Optimierung vieler Parameter genutzt werden (Big Data).

Zum Einsatz kommen die entsprechenden Innovationen nicht nur in den hochindustrialisierten Ländern, sondern genauso in den aufstrebenden Märkten, wo teilweise hochmoderne Fertigungskapazitäten entstehen. Die Aussteller der „Ligna“ 2017 zeigen diese aktuellen Entwicklungen auf einem bislang unerreichten Niveau. Eines ist für Pöschl ganz klar: „Wir brauchen uns vor anderen Branchen nicht verstecken – die kommende ,Ligna’ wird dies zeigen.“ Laut des Vorstandsvorsitzenden ist die erhöhte Flächenbuchung zu einem frühen Zeitpunkt ein klarer Wegweiser dafür, dass die Messe in ein gutes wirtschaftliches Umfeld fällt und sich die Branche viel von dem Ereignis erwartet. „Viele Hersteller konzentrieren sich mit ihren Aktivitäten sehr stark auf die Messe“, so Pöschl. „Und wir haben keine Scheu vor dem weltweiten Wettbewerb: wir differenzieren uns durch unsere Technologien.“


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