Montag, 11.07.2016, 15:30 Uhr Ima-Schelling-Gruppe

Will die beste Lösungskompetenz der Branche bieten

möbelfertigung: Herr Berger, Herr Rohner, für Ima und Schelling wurde mit der Übernahme im September eine neue Unternehmensära eingeläutet. Was ist seitdem passiert?
Wolfgang Rohner:
Ein wichtiger Schritt war es, die Ima-Schelling-Gruppe neu aufzustellen: Ima und Schelling haben jetzt die gleichen Eigentümer, das heißt, die Ima-Schelling-Gruppe als Holding hält sowohl Ima als auch Schelling zu 100 Prozent. Diese Gleichstellung war eine wichtige Voraussetzung dafür, die Unternehmen in Zukunft noch enger miteinander verzahnen zu können. Bei aller Eigenständigkeit beider Firmen soll es doch in Zukunft ein echtes Miteinander geben und nicht eine Abgrenzung. Mit diesem Schritt haben wir ein „Wir-Gefühl“ für beide Unternehmen geschaffen.
Darüber hinaus gab es in den letzten Monaten einige Umstrukturierungen, vor allem bei den Tochterunternehmen. Ima und Schelling arbeiten in Amerika bereits seit einigen Jahren sehr gut zusammen, diese Organisation galt und gilt es nun auch in anderen Ländern umzusetzen.

möbelfertigung: Was für eine Organisation ist das genau?
Bernhard Berger:
Wenn wir auf Amerika blicken, dann haben wir dort einen Geschäftsführer, der für beide Unternehmen zuständig ist. Das soll es auch an den anderen Standorten geben. Wir haben zwar bei unseren Tochtergesellschaften zwei rechtlich getrennte Einheiten, jedoch eine gemeinsame operative Führung. Damit verbessern wir die Kommunikation in der Gruppe und zu unseren Kunden.
Wenn wir alle Ima- und Schelling-Vertriebs- und Servicestrukturen gemeinsam nutzen, dann hat das natürlich auch den Vorteil, dass wir effizienter arbeiten können und breiter aufgestellt sind.
Wolfgang Rohner:
Allerdings haben wir ganz klar von Amerika gelernt: Diese Umstrukturierung lässt sich nicht erzwingen oder von heute auf morgen umsetzen. Sondern es ist ein Prozess, diese Strukturen zu schaffen, der uns noch einige Zeit beschäftigen wird.
Bernhard Berger: Eigentlich war die Übernahme von Ima durch Schelling kein wirklicher Einschnitt für die Unternehmen. Beide Hersteller haben in den letzten zehn Jahren operativ schon sehr eng miteinander gearbeitet und sich beständig angenähert – das war der Zusammenschluss, abgesehen von der rechtlichen Seite, kein großer Schritt mehr. Sowohl von den Prozessen als auch vonseiten der Mitarbeiter gab es bereits zahlreiche Verbindungen. Vieles muss jetzt intensiviert, aber nicht grundsätzlich neu strukturiert werden.

möbelfertigung: Wo sehen Sie Ima und Schelling im Vergleich zu Mitbewerbern?
Wolfgang Rohner:
Wir wollen unsere Position als technologischer Marktführer weiter ausbauen. Das ist das Ziel, das wir uns selber setzen. Und um dies zu erreichen, müssen wir regelmäßig entscheidende Innovationen auf den Markt bringen. Wir arbeiten beispielsweise schon jetzt intensiv an den Neuheiten für die „Ligna“ 2017 und wollen uns dort entsprechend präsentieren.
Bernhard Berger: Wobei es uns nicht nur darum geht, einfach nur neue Aggregate oder innovative Technologien auf den Markt zu bringen. Mit Technologieführer meinen wir vor allem, dass wir die größtmögliche Lösungskompetenz in unserer Branche bieten wollen. Im industriellen Bereich erwarten die Kunden neben hochwertiger Technik vor allem eine perfekt zugeschnittene Lösung für ihre Produktion. Das bieten wir.

Das komplette Interview mit den Ima-Schelling-Chefs Bernhard Berger und Wolfgang Rohner lesen Sie in der „möbelfertigung 4/2016“, die am 20. Juli erscheint. Einige Tage vorher können Sie online wie gewohnt das komplette Heft als E-Magazine erleben.

Weitere Topthemen der umfangreichen Ausgabe: Erste Einschätzungen zur europäischen Werkzeugindustrie von Daniel Schrenk nach einem Jahr als Eumabois-Toolgroup Präsident, welche Wege zur Automatisierung es für Polstermöbelproduzenten gibt, wie die „Xylexpo“ den Turnaround geschafft hat, Scheuch-Ligno seinen neuen Stammsitz eingeweiht und die Felder-Gruppe das 60-jährige Bestehen gefeiert hat, warum 3.000 just-in-time-Bestellungen für Ostermann keine große Herausforderung sind, die große Übersicht der Dekor- und Werkzeugspezialisten – und vieles mehr!


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