Freitag, 08.07.2016, 14:02 Uhr Bundesverband Proholzfenster

Tagte in der Leitz-Unternehmenszentrale

Anfang Juli tagte der Beirat des Bundesverbands Pro Holzfenster (BPH) in der Unternehmenszentrale von Leitz in Oberkochen. Auf der Agenda standen unter anderem ein Ausblick auf aktuelle Markttrends, der BPH-Kongress 2016 und der Auftritt des Verbands auf der Ligna im kommenden Jahr. Das Gremium, das aus Vertretern von Fensterbauunternehmen, Maschinen- und Werkzeugherstellern und weiteren Zulieferern besteht, diskutierte zudem über aktuelle Vorgaben aus der Politik, die die Branche berühren. Bestandteil des zweitägigen Programms waren überdies ein Argumentationstraining mit einem renommierten Business Coach und eine Betriebsführung bei Leitz, bei der die Teilnehmer die Fertigung, den Showroom und das Oberkochener Forschungs- und Entwicklungszentrum des Unternehmens zu sehen bekamen.

Martin Kenntner, Fensterexperte bei Leitz und Mitglied des BPH-Beirats, informierte die Teilnehmer der Sitzung über Entwicklungen des Markts für Holzfenster und  -türen in Deutschland. Unter anderem stellte er am Beispiel der „Plugtec“-Verbindung von Leitz die Vorteile neuer Rahmeneckverbindungen heraus, die den traditionellen Schlitz-Zapfen- und Konter-Dübel-Verbindungen in vielerlei Hinsicht überlegen seien. Auch auf die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2016 kam er zu sprechen. Diese sei zwar seit dem 1. Januar 2016 in Kraft und verschärfe die Anforderungen auf Basis der EnEV 2013 um 25 Prozent, ist bislang bei Branchenunternehmen jedoch kaum bekannt. Den Abschluss von Kenntners Vortrag bildete ein Ausblick auf Innovationen in der Werkzeugtechnik und bei der Prozessgestaltung, die maßgeblich zur Steigerung der Effizienz bei der Holzfensterproduktion beitragen könne.

Für reichlich Gesprächsstoff sorgte auch eine Auslegung des Erlasses zur Beschaffung von Holzprodukten, die des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Dezember 2015 veröffentlicht hatte. Diesem zufolge müssten alle holzverarbeitenden Betriebe eine doppelte Produktkettenzertifizierung vornehmen, wenn sie sich an öffentlichen Ausschreibungen beteiligten. Die Zertifizierung solle sicherstellen, dass das verwendete Holz ausschließlich aus nachhaltigen Quellen stammt. Die bisherige Regelung verpflichtete die Betriebe zum Nachweis, Holz zu verwenden, das über den Handel nach den Standards FSC oder PEFC zertifiziert ist. Nach der neuen Auslegung müssten die Betriebe selbst eine Zertifizierung nach beiden Systemen erwerben.  

Zwar habe das BMUB den Auslegungserlass mittlerweile ausgesetzt – eine Entscheidung, die bei den Teilnehmern der Beiratssitzung auf positive Resonanz stieß, obwohl man den Vorstoß zur wirkungsvolleren Kontrolle der Verwendung von nachhaltig erzeugtem Holz begrüße. Zu groß wäre der finanzielle und bürokratische Aufwand der doppelten Zertifizierung gewesen, der auf die Betriebe zugekommen wäre. Jedoch müsse nun eine endgültige Lösung gefunden werden, die sowohl die Nachhaltigkeit des verwendeten Holzes belege, als auch für die betroffenen Betriebe praktikabel sei.


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