Mittwoch, 03.02.2016, 13:30 Uhr „Interzum“

Arne Petersen und Matthias Pollmann schildern weitere Wachstumspläne

„Es gibt immer Luft nach oben“, sagt Arne Petersen, Leiter des Geschäftsbereichs Messemanagement. Und hat deshalb mit „Interzum“-Projektmanager Matthias Pollmann seit Monaten klare konzeptionelle Ziele für die Weltleitmesse 2017 definiert. Eine Schlüsselrolle kommt dabei „Innovation of Interior“ und der Designeransprache sowie dem textilen Segment zu. Daneben wird die „Interzum“ von den internationalen Partner-Veranstaltungen und der künftig noch mehr herausgestellten „Global Competence in Furniture, Interiors and Design“ profitieren. Wie das genau funktioniert, erklären Petersen und Pollmann im Gespräch mit der „möbelfertigung".

„möbelfertigung": Herr Petersen, Herr Pollmann, wie kann die Marke „Interzum“ in Zukunft weiter gestärkt werden?
Arne Petersen: Insgesamt gilt es bei der „Interzum“ wie bei den ­anderen Messen, die Internationalisierung weiter voranzutreiben. Wir sind in Guangzhou gut unterwegs, wir unterstützen die „Furnipro“ in Singapur. Dies hilft auch der „Interzum“ in Köln. Es ist erwiesen, dass Veranstaltungen, die Satelliten im Ausland haben, von diesen gestärkt werden. Die Befürchtung ­einiger Aussteller, dass es dem „Mutterschiff“ schadet, Satelliten ins Ausland zu bringen, sind definitiv unbegründet. Die Besucherzahlen aus den Ländern, in denen wir Veranstaltungen anbieten, haben immer zugenommen. „CIKB“ und „LivingKitchen“ sind ein gutes Beispiel.

möbelfertigung": Verkauft sich die „Interzum“ nicht trotzdem immer noch unter Wert?
Arne Petersen: Wir wären schlecht beraten – und das gilt für alle Projekte – zu sagen, wir sind am Ende der Leiter angekommen, um uns dann in dem Glauben zurückzulehnen, dass jetzt alles von alleine läuft. Denn es gibt immer Luft nach oben! Gerade was die Wahrnehmung der „Interzum“ in der Zielgruppe Architekten und ­Designer angeht. Wir haben es 2015 schon geschafft, mehr Besucher aus diesen Gruppen zu mobilisieren, und trotzdem sind wir da nicht am Ende.

möbelfertigung": Was heißt das konkret?
Matthias Pollmann: Mit un­seren Partnerverbänden BDIA (Bund deutscher Innenarchitekten) und VDID (Verband deutscher Industriedesigner) wollen wir gezielt Jungdesigner mobilisieren und dazu auch Kontakte von der „Imm Cologne“ nutzen. Denn es ist ein Wunsch der Branche, die Designer möglichst früh anzusprechen, damit diese die Materialkompetenz entwickeln, die im Studium vielleicht nicht so im Vordergrund steht. Es muss unser Anspruch sein, junge Designer und Unternehmen zusammenzubringen.
Arne Petersen: Wir arbeiten im Rahmen der „Imm“ mit externen Beratern zusammen. Diese holen wir nun auch für die „Interzum“ ins Boot, um weiter in die junge Designszene einzutauchen.
Zudem wurde von uns gerade mit „Dwell“ eine Kooperation geschlossen. Gemeinsam veranstalten wir die Design-Show „Dwell on Design“ in Los Angeles. Dies wird sowohl der „Imm Cologne“ als auch der „Interzum“ helfen, denn in Kalifornien werden wir Aussteller von „Imm“, „LivingKitchen“ und „LivingInteriors“ begleiten.

möbelfertigung": Herr Petersen, ein Blick auf das Messe-Business allgemein. Welche Trends beeinflussen dies aktuell?
Arne Petersen: Die Digitalisierung zum Beispiel. „Digital Si­gnage“ beziehungsweise digitale ­Besucherführung ist etwas, womit wir uns beschäftigen. Ein Schlagwort ist die „Customer Journey“. Wo kann ich Kontaktpunkte mit meinen Ausstellern und Besuchern nutzen? Wie kann ich das Geschäft für Aussteller und Besucher optimieren?
Zeit spielt eine Rolle. Die Besucher kommen weniger Tage auf unsere Messen, wollen aber dasselbe erreichen. Das zu ermöglichen, zum Beispiel durch aktives Match-Making, ist unsere Aufgabe. Schon seit ewigen Zeiten wird immer wieder der Untergang des Messe-Wesens proklamiert, weil angeblich alles virtuell im Internet abläuft. Ich bin fest davon überzeugt, dass dem nicht so ist.

Das komplette Interview lesen Sie in der „möbelfertigung" 1/2016, die am zehnten Februar erscheint.

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