Donnerstag, 29.10.2015, 08:45 Uhr Grüne Erde

Neue Produktion in Österreich

Grüne Erde fertigt seine Möbel auch weiterhin in Kärnten, bei Terra Möbel in Sittersdorf, einem 100-prozentigem Tochterunternehmen des ökologischen und sozialen Pionierbetriebs. Nach einer zwei Millionen Euro teuren Sanierung – durch Crowdfunding wurde eine Million Euro finanziert – entstand dort in einer ehemaligen, mehrere Jahre als Möbellager genutzten Möbelfabrik eine der modernsten Tischlereien Österreichs. Neun Monate dauerte die Umbauphase. Seit August läuft der Betrieb bei Terra Möbel. Rund 40 Fachkräfte verarbeiten am neuen Standort mit viel handwerklichem Können und technischem Know-how jährlich zwischen 2.000 und 2.500 Kubikmeter Massivholz aus Mitteleuropa. Ein Viertel von ihnen ist schon mehr als 25 Jahre für Grüne Erde tätig.

„Unser bisheriger Standort – eine 70 Jahre alte Tischlerei in Gallizien in Kärnten – war baulich und funktional so veraltet, dass eine Sanierung de facto unmöglich war“, begründet Kuno Haas, Geschäftsführende Gesellschafter von Grüne Erde den Umzug ins nur wenige Kilometer entfernte Sittersdorf.

Außergewöhnlich sind nicht nur die Energieeffizienz und die Umwelttechnik der Tischlerei, sondern auch die Finanzierung der Sanierungsprojekts ist es: Die Gesamtkosten von etwa zwei Millionen Euro wurden zur Hälfte durch nachrangige Darlehen von Kundinnen und Kunden gedeckt. Seit Mai 2013 haben mehr als 1.100 Personen das Beteiligungsmodell von Grüne Erde genutzt und dem Unternehmen über acht Millionen Euro zur Verfügung gestellt – das erfolgreichste Crowdfunding-Projekt Österreichs. „Das große Interesse untermauert das Vertrauen, das die Kundinnen und Kunden zu Grüne Erde haben“, so Kuno Haas.

Viele wichtige Arbeitsschritte werden in der Tischlerei trotz modernster Technik immer noch in Handarbeit erledigt, etwa das Zusammenfügen und Verleimen der verschiedenen Bauteile der Möbelstücke und Lattenroste, der sprichwörtliche „letzte Schliff“ der Holzoberfläche oder das aufwändige Bespannen von Schranktüren mit Stoff oder japanischem Minowashi-Papier. Ebenso erfolgt das Einlassen der Möbel mit pflanzlich-mineralischem Öl von Hand.

„Holz ist unser wertvollster Rohstoff. Da achten wir von vornherein darauf, dass so wenig Verschnitt wie möglich entsteht“, so Produktionsleiter Martin Reiber. Holzreste, für die man in der Werkstatt gar keine Verwendung mehr findet - insgesamt etwa 10 Kubikmeter pro Monat –, werden gleich im Werk zu Hackgut zerkleinert. Sie werden zusammen mit den automatisch bei den Maschinen abgesaugten und in einem Bunker gesammelten Säge- und Hobelspänen in der Biomasse-Heizanlage der Tischlerei CO2-neutral verbrannt. „Damit erzeugen wir das ganze Jahr über die gesamte Wärme für Heizung und Warmwasser in unserem Betrieb selbständig und unabhängig“, erklärt Martin Reiber.


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