Donnerstag, 09.07.2015, 08:00 Uhr ECC Köln

Hat der stationäre Möbelhandel Zukunft?

Die Digitalisierung wird den Möbelhandel bis 2020 grundlegend verändern. Während das Online-Segment weiter wächst, ist ein Drittel aller stationären Möbel- und Einrichtungsgeschäfte in den kommenden Jahren von der Schließung bedroht. Davon ist ECC Köln überzeugt. Gemeinsam mit Mücke, Sturm & Company haben die Experten diese Veränderungen in ihrem Thesenpapier „Digitalisierung im Möbelhandel: Umwälzende Veränderungen bis 2020“ untersucht.

Demnach wird der bisher noch geringe Online-Umsatz mit Möbeln bis 2020 weiter steigen – aktuellen Prognosen des IFH Köln zufolge auf bis zu 14 Mrd. Euro. „Die digitale Transformation trifft nun auch den Möbelhandel mit voller Wucht. Es werden nur Unternehmen mit einer umfassenden Digitalstrategie überleben, deren Angebot für den Kunden das Beste aus dem stationären und digitalen Handel kombiniert“, erklärt Achim Himmelreich, Partner bei Mücke, Sturm & Company.

Überleben werden in diesem Szenario nur diejenigen Händler, die sich konsequent an Wünschen und Anforderungen der Konsumenten ausrichten. So informieren sich vier von zehn Konsumenten in einem Online-Shop, bevor sie Möbel oder Wohnaccessoires in einem stationären Geschäft kaufen. Händler sollten Konsumenten in ihrer kanalübergreifenden „Customer Journey“ unterstützen und ihnen an jedem Touchpoint einen Mehrwert bieten. „Zukünftig wird es für Möbelhändler entscheidend sein, den Kunden auch am finalen Einsatzort der Einrichtungsgegenstände – nämlich zu Hause – zu inspirieren und zu informieren“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.


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