Dienstag, 18.11.2014, 13:15 Uhr Österreichische Möbelindustrie

Veranstaltete Designtalk in Wien

Interessantes Event in Wien: Beim Designtalk der Österreichischen Möbelindustrie diskutierten Experten aus Wirtschaft, Lehre und Handwerk am 14. November im MAK die Herausforderungen der voranschreitenden Demokratisierung des Designs und die Konsequenzen für den Wert von Design, Nachhaltigkeit und die Zukunft der Möbelindustrie. Dabei ging es um Fragen wie: Woran erkennt man gutes Design? Wird der 3D-Drucker bald den Designer ersetzen? Verdirbt die anhaltende Rabatt-Kultur die Wertschätzung von Möbeln? Die Debatte eröffnete spannende Einblicke in die Design- und Möbelkultur von heute und beleuchtete das Thema aus verschiedenen Perspektiven. Dabei wurde viel darüber, was gutes Design ist. Für die einen war es vor allem Funktionalität, die gutes Design ausmacht. Designmöbel sollten vor allem einen Mehrwert für den Nutzer liefern und keine reinen Stilobjekte sein, lautete die Erklärung. Wertigkeit, Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen wurden ebenfalls als zentrale Kriterien für gutes Design genannt.  

Der Kunde von heute ist durch Rabatt- und Sonderaktionen an Möbel zu kleinen Preisen gewöhnt. Der Preis eines Möbels solte aber seinem tatsächlichen Wert entsprechen und nicht darunter liegen. Gleichzeitig wollen Konsumenten eine gewisse Summe ausgeben, um das Gefühl zu haben, etwas Hochwertiges zu kaufen, lautete eine weitere These. Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie betonte, dass man den Schnäppchenjägern von heute den Wert und die Qualität eines Möbels an sich wieder mehr ins Bewusstsein rufen müsse: „die Zukunft liegt in der Kommunikation von Werten und nicht im Ringen um den niedrigsten Preis.“ 

Zudem sahen die Experten im wichtiger werdenden 3D-Druck keine Alternative zum Designer. So könne der Kunde die Produktgestaltung selbst nicht leisten. „Der Wertschöpfungsprozess, das Handwerk und die vielen Bearbeitungsschritte machen doch das Holz aus. Das kann ein Drucker nicht ersetzen. Außerdem legt der Kunde Wert auf die Herkunftsstory des Baumes, seine Lebendigkeit und Geschichte“, so Emprechtinger.

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