Mittwoch, 14.05.2014, 09:50 Uhr Österreichische Möbelindustrie

Produktion ging 2013 um 0,9 Prozent zurück

Leichter Dämpfer für  musste die österreichische Möbelindustrie: 2013 musste die Branche ihre Produktion um 0,9 Prozent auf knapp 1,93 Mrd. Euro zurückfahren. 2012 verzeichnete die Branche noch ein Plus von 4,4 Prozent. Als schwierig erwies sich 2013 insbesondere die Exportsituation: 7,9 Prozent weniger österreichische Möbel als im Vorjahr konnten ins Ausland verkauft werden. Den Exporten in Höhe von 788,7 Mio. Euro stehen Importe von 1,65 Mrd. Euro gegenüber - ein Rückgang von 3,3 Prozent, der für etwas Entspannung sorgte. „Importmöbel hatten es schwerer im vergangenen Jahr“, so Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie. „Davon haben die heimischen Hersteller profitiert. Der Produktionsrückgang beläuft sich absolut gesehen auf nur etwa ein Viertel der Verluste beim Export - die gute Inlandsnachfrage hat den größten Teil davon kompensiert.“

Mit einem Produktionszuwachs von 4,7 Prozent konnte sich die Wohnmöbelsparte deutlich verbessern, auch die Hersteller von Matratzen verzeichneten mit 9,9 Prozent ein ordentliches Plus - beide waren im Vorjahr noch von Rückgängen betroffen. Badezimmermöbel (aus Holz) konnten wie im Vorjahr zulegen, diesmal um 7 Prozent. Bei den übrigen Sparten verlief die Entwicklung negativ, vor allem bei den Ladenbauern mit einem Minus von 12,3 Prozent. Sitzmöbel sowie Büromöbel hatten Einbußen von 6,2 bzw. 4,9 Prozent hinnehmen, bei den Küchenherstellern ging die Produktion um 6,5 Prozent zurück. Zum zweiten Mal in Folge hatten Gartenmöbel (aus Holz) Verluste zu verkraften (-7,3 Prozent).

Beim Export erwies sich der deutsche Markt mit einem Minus von 11,3 Prozent oder rund 42,5 Mio. auf knapp 333,5 Mio. Euro als unerwartet schwach. Nach einem leichten Rückgang im Vorjahr erreichte das Auslandsgeschäft mit der Schweiz in ein erfreuliches Plus von 3,9 Prozent und stieg auf etwa 140,7 Mio. Euro. Küchen und Büromöbel allerdings verloren im Schweizer Markt, während Matratzen / Sprungrahmen und Wohnmöbel mit jeweils zweistelligen Zuwachsraten Punkte machten. Die Ausfuhrsituation nach Polen hat sich hingegen mit einem Rückgang um 16,1 Prozent auf 39,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr um fast 7,6 Mio. Euro verschlechtert. Rund 7,2 Mio. Euro entfielen dabei allein auf die Sparte Sitzmöbel. Platz vier unter den wichtigsten Handelspartnern im Export nahm Italien mit 30,7 Mio. Euro (-2,5 Prozent) ein, gefolgt von Ungarn mit rund 29,9 Mio. Euro (+39,6 Prozent). Noch junge Märkte wie Russland oder China entwickelten sich 2013 ganz klar unbefriedigend (-23,1 bzw. -30,5 Prozent).


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