Mittwoch, 15.01.2014, 16:11 Uhr Marktanalyse zu Luxusimmobilien

Starkes Wachstum in Toplagen

Dahler & Company hat aktuelle Zahlen aus einer städteübergreifenden Marktanalyse zu Luxusimmobilien in deutschen Metropolen 2012 präsentiert. Diese zeigen, dass der Immobilienmarkt in Großstädten wie Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart im Jahr 2012 verglichen mit 2011 insgesamt um rund 20 Prozent zulegte.

In allen genannten Städten wurden 2012 zusammengenommen 2.107 Wohnimmobilien über 750.000 Euro verkauft, 2011 waren es 1.742. Auch der Geldumsatz stieg gleichzeitig um etwa 20 Prozent von 2,2 Mrd. Euro auf insgesamt 2,7 Mrd. Euro. Die Analyse des Immobilienunternehmens bezieht sich auf das Luxussegment ab 750.000 Euro und basiert auf den Zahlen der städtischen Gutachterausschüsse. Gezogen wird ein Vergleich zwischen 2011 und den neu erschienenen Zahlen für das Jahr 2012.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick: Der Münchner Luxusimmobilienmarkt ist führend in Deutschland: Hier wurden im Jahr 2012 294 Häuser und 350 Wohnungen im Luxussegment verkauft. Verglichen mit den Zahlen aus 2011 bedeutet dies eine Steigerung der Kauffälle von 46 beziehungsweise 17 Prozent. Ebenso stiegen die Umsätze 2012 gegenüber dem Vorjahr: Im Segment der Häuser ist ein Anstieg von satten 54 Prozent von 281,3 Mio. Euro in 2011 auf 433,5 Mio. Euro zu verzeichnen. Die 350 verkauften Luxuswohnungen brachten 441,2 Mio. Euro ein. Der Umsatz stieg gemessen an den 350,9 Mio. Euro aus 2011 um 26 Prozent.

Damit ist München absoluter Spitzenreiter unter den deutschen Metropolen. Insbesondere im Segment der luxuriösen Ein- oder Zweifamilienhäuser kann keine andere Stadt mit den Zuwächsen mithalten. In der Gesamtschau für 2012 belegt München den ersten Platz. Hier wurden die meisten Wohnimmobilien (644) ab 750.000 Euro verkauft sowie der höchste Umsatz (874,7 Mio. Euro) erzielt.


Auch der Berliner Immobilienmarkt legt im Luxussegment gegenüber 2011 weiter zu. Hier wechselten 2012 177 Ein- oder Zweifamilienhäuser und 245 Wohnungen den Besitzer. Damit ergibt sich ein Zuwachs von 34 beziehungsweise 28 Prozent.

Mit luxuriösen Häusern in der Hauptstadt konnten 2012 252,8 Mio. Euro (2011: 218,4 Mio. Euro), mit exklusiven Wohnungen 265,1 Mio. Euro (2011: 212,5 Mio. Euro) umgesetzt werden. Die Umsätze stiegen demnach bei Häusern um 15 Prozent, im Segment der Wohnungen um rund 25 Prozent.

In Hamburg wurden im Jahr 2012 insgesamt 453 Wohnimmobilien über 750.000 Euro verkauft. 247 Luxushäusern erzielten einen Umsatz von 364,4 Mio. Euro. Verglichen mit 2011 entspricht dies einer Steigerung von rund 30 Prozent in Bezug auf Kauffälle (2011: 191) und Umsatz (2011: 280,5 Mio. Euro). Weniger stark steigern konnte sich das Wohnungssegment in Hamburg: 206 veräußerte Eigentumswohnungen brachten 241,9 Mio. Euro ein. Gegenüber 2011 wurden demnach elf Prozent mehr Wohnungen verkauft. Der Umsatz legte rund neun Prozent zu.

In Frankfurt wurden im Jahr 2012 32 Ein- oder Zweifamilienhäuser im Gesamtwert von 52,2 Mio. Euro verkauft. 2011 konnte dagegen mit 33 Luxushäusern lediglich ein Umsatz von 35,9 Mio. Euro generiert werden. Daraus ergibt sich eine Umsatzsteigerung von rund 45 Prozent. 115 Transaktionen auf dem Markt der exklusiven Eigentumswohnungen erzielten einen Umsatz von 126,2 Mio. Euro. Verglichen mit den Vorjahreswerten sind sowohl die Kauffälle (2011: 128) als auch die Geldumsätze (2011: 139,4) um etwa zehn Prozent zurückgegangen. Was den Wohnungsmarkt anbelangt, stellt Frankfurt aufgrund des Rückgangs eine Ausnahme im Ranking der deutschen Metropolen dar.

Kölner Wohnungspreise schnellen in die Höhe: Mit 85 verkauften Wohnungen (2011: 60) stiegen die Kauffälle in Köln 2012 um rund 42 Prozent. Der hiermit erzielte Umsatz von 102,9 Mio. Euro (2011: 58,5 Mio. Euro) macht eine Steigerung von satten 76 Prozent aus.

Der Häusermarkt in der Metropole am Rhein zeigt dagegen eine ganz andere Tendenz: 70 Häuser in Toplagen wurden hier 2012 veräußert und generierten einen Umsatz von 65,2 Mio. Euro. Verglichen mit 2011 (74 Häuser verbunden mit einem Umsatz von 95,9 Mio. Euro) ergibt sich ein Rückgang der Kauffälle um fünf Prozent, die Umsätze fallen gleichzeitig um 32 Prozent.

In Düsseldorf wechselten 2012 124 Wohnungen (2011: 86) und 22 Häuser (2011: 27) in 1A-Lagen den Besitzer. Die Geldumsätze betragen für Wohnungen 159,1 Mio. Euro (2011: 124,8 Mio. Euro); für Häuser 39,5 Mio. Euro (2011: 34,9 Mio. Euro). Insbesondere im Segment der Luxuswohnungen hat der Markt der Rheinmetropole demnach Fahrt aufgenommen. Dies verdeutlicht die Steigerung von 44 Prozent bezogen auf die Kauffälle und der 28 prozentige Umsatzzuwachs. Die Transaktionen in Bezug auf exklusive Häuser gingen leicht zurück, während ein Umsatzplus von 13 Prozent zu verzeichnen ist.

Für das Wohnungssegment ab 750.000 Euro ist in Stuttgart 2012 ein Zuwachs der Kauffälle um 17 Prozent zu verzeichnen: 2011 wurden 53 Wohnungen verkauft, 2012 sind es 62. Der Umsatz steigt um 21 Prozent von 55,5 Mio. Euro auf 67,4 Mio. Euro. Wurden in Stuttgart 2011 noch 83 Ein- und Zweifamilienhäuser in gehobener Preisklasse verkauft, so sind es 2012 noch 78. Während die Kauffälle in diesem Segment also um 6 Prozent zurückgingen, stieg der Umsatz um 5 Prozent auf 99,5 Mio. Euro (2011: 95,1 Mio. Euro). Häuser werden demnach derzeit in Stuttgart teurer.

Fazit: „Von 2011 auf 2012 ist ein starkes Wachstum im Segment der Immobilien in Toplagen ab 750.000 Euro zu verzeichnen. Anhand einzelner Zahlen, die uns für 2013 vorliegen, ist allerdings damit zu rechnen, dass der Markt sich voraussichtlich auf diesem Niveau stabilisiert“, sagt Björn Dahler, Gründer und Geschäftsführer von Dahler & Company.

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