Mittwoch, 15.01.2014, 11:11 Uhr Österreichische Möbelindustrie

Produktion im 3. Quartal gesteigert – Export weiter rückläufig

Im dritten Quartal 2013 konnte die Österreichische Möbelindustrie ihre Produktion gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent steigern. Allerdings betrug die Produktionssteigerung in den gesamten drei Quartalen 2013 nur 0,6 Prozent, bei einem Wert von 1,38 Mrd. Euro. „Nach einem rückläufigen ersten Quartal konnten die Möbelhersteller sich bereits im zweiten leicht verbessern. Diese Tendenz hat sich anschließend noch einmal verstärkt. Trotz der insgesamt durchwachsenen Situation könnten wir das Jahr mit einem leichten Plus abschließen“, erklärt Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie.

Die in der Tendenz positive Gesamtentwicklung der ersten drei Quartale ist vor allem der bedeutenden Sparte Wohnmöbel (+7 % auf 610,8 Mio. Euro) zu verdanken sowie den Herstellern von Matratzen/Sprungrahmen (+10,7 % auf 81,7 Mio. Euro). Die anderen Sparten mussten Einbußen hinnehmen, wenn auch in unterschiedlichem Maße: Während Büromöbel (-0,4 % auf 199,2 Mio. Euro) und Küchen (-1,2 % auf 192,2 Mio. Euro) noch vergleichsweise glimpflich abschnitten, blieben Sitzmöbel (und Teile davon) mit -15,7 % auf 156,6 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr weiterhin stark zurück. Auch Ladenmöbel konnten mit -5,4 % auf 138,1 Mio. Euro keine gute Bilanz ziehen. „Bis Jahresmitte waren nur Büromöbel und Küchen vom Rückgang betroffen, nach dem dritten Quartal fast alle Sparten mit Ausnahme der Wohnmöbel- und Matratzenhersteller. Diese Entwicklung zeigt, dass die Euro-Krise 2013 noch immer angehalten hat und viele Hersteller erneut ein schwieriges Jahr zu bestreiten hatten“, meint Emprechtinger.

Die Exporte im ersten bis dritten Quartal 2013 sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,9 % oder rund 50 Mio. Euro auf knapp 593,5 Mio. Euro, womit sich der negative Trend weiter verstärkt hat. Dabei blieb der Rückgang der Exporte in die EU-Staaten mit -10,3 % auf unverändert unbefriedigendem Niveau. Zweistellig negative Raten verzeichneten Sitzmöbel (und Teile davon) mit -15,8 Prozent und Büromöbel (-10,3 %). Auch Küchen (-6,3 %) und Wohnmöbel (-2,5 %) hatten Einbußen hinzunehmen. Auf der Gewinnerseite stehen Matratzen / Sprungrahmen, die sich mit 8,0 % weiter steigern konnten, sowie gerade noch Ladenmöbel mit 0,7 % Exportzuwachs gegenüber dem Vorjahr.

Beim Export erwies sich der für Österreich bedeutende deutsche Markt mit einem Minus von 11,1 % oder fast 32 Mio. auf etwa 251,5 Mio. Euro erneut als besonders problematisch. Hier waren besonders die  Sitzmöbel (-24,4 %, 84,1 Mio. Euro) und die Küchen (-13,8 %, 12 Mio. Euro) von den Rückgängen betroffen.

„Die Erwartungen an die Kölner Messe sind bei den österreichischen Wohnmöbelherstellern hoch“, sagt Emprechtinger, „denn für 2014 sind die jüngsten Konjunkturprognosen für unsere Kernmärkte insgesamt recht gut. Das anhaltend positive Konsumklima gilt es zu nutzen, Endkunden wieder stärker über Werte und ansprechende Features für hochwertige Einrichtungslösungen zu begeistern. Die auf der ,Imm Cologne’ gezeigten Neuheiten haben allesamt das Potenzial dazu.“ Die Österreichische Möbelindustrie wird weiter auf Qualität setzen und dem Handel mit innovativem Design und funktionalen Produkten ein hoch differenziertes Sortiment für verschiedene Zielgruppen bieten. Da „Made in Austria“ für viele Verbraucher ein vertrauenswürdiges Qualitätssiegel darstellt, wird die von der Europäischen Möbelindustrie geforderte, EU-weite Herkunftskennzeichnung die Wettbewerbsfähigkeit der Handelspartner stärken.

Das könnte Sie auch interessieren...

Ähnliche News...

Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie, sieht in der besonderen Qualität „made in Austria“ einen großen Wettbewerbsvorteil
Donnerstag, 22.09.2016, 16:12 Uhr
Österreichische Möbelindustrie

Auf Wachstumskurs

Von Januar bis März steigerte die heimische Möbelindustrie ihre Produktion gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent. Auch die Exporte entwickelten sich mit einem Zuwachs von 0,8 Prozent pos... weiter...

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet. Mehr Infos