Montag, 11.11.2013, 08:44 Uhr Österreichische Möbelindustrie

Herkunftsnachweis in der EU gefordert

Bereits im Oktober hat der EU-Parlamentsausschuss für den Binnenmarkt einen Vorschlag für die verbindliche Kennzeichnung der Produkte mit einem „made-in"-Etikett angenommen. Dies ist ein erster wichtiger Schritt um europaweit vergleichbare Sicherheitsstandards für Verbraucherprodukte  zu schaffen.

Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie, begrüßt diese Entscheidung: „Während die Rückverfolgbarkeit von Produkten im Fall von sicherheitsrelevanten Mängeln zum Tragen kommt, erhöht der Herkunftsnachweis die Transparenz für Verbraucher bereits vor der Kaufentscheidung. Die Österreichische Möbelindustrie sieht in der Neuregelung die Chance, die Angabe ,made in …’ im Binnenmarkt der EU auf einen einheitlichen Nenner zu bringen – zum Vorteil mittelständischer Betriebe, die das Label wirklich zu Recht tragen.“

Die Produktion österreichischer Möbelhersteller erfüllt hohe Umwelt- und Sozialstandards, ist vielfach in langer handwerklicher Tradition verwurzelt und durch eine hohe Fertigungstiefe gekennzeichnet. „Möbel aus Österreich stehen für Qualität, Nachhaltigkeit und vielfältiges Design“, sagt Emprechtinger. „Verbraucher sind bereit, für diese Werte faire Preise zu bezahlen. Eine klare Herkunftsangabe ist angesichts der Angebotsvielfalt des Handels eine wichtige Orientierungshilfe: Österreichische Möbel unterliegen einem gesetzlichen Rahmen, der für Mensch und Umwelt vertretbar ist. Was hingegen geschehen kann, wenn im Preiskampf die Entstehungskosten global externalisiert werden, hat sich in der Modeindustrie auf erschütternde und ethisch nicht tragbare Weise gezeigt. So funktioniert der EU-Binnenmarkt einfach nicht. Der verantwortlich handelnde Mittelstand muss eine Chance im Wettbewerb haben.“

Mit der Umsetzung der geplanten Neuregelung erhielte die Verwendung der Herkunftsangabe endlich eine einheitliche gesetzliche Grundlage für Hersteller, Importeure und Handel. Die Österreichische Möbelindustrie begrüßt dabei klare Regeln: „Unternehmen, die langfristig in den heimischen Standort investieren, Nachwuchskräften eine berufliche Perspektive geben und den Großteil der Wertschöpfungskette im eigenen Land belassen haben zwar gute Argumente“, so Emprechtinger, „aber die finden nicht ausreichend Gehör, wenn es sich im Handel nur noch um den Preis dreht. Deshalb müssen alle Möbel auf dem Markt für den Verbraucher eindeutig identifizierbar und rückverfolgbar sein­ über die Marke, den Hersteller und das Ursprungsland.“

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