Donnerstag, 10.10.2013, 09:15 Uhr Österreichische Möbelindustrie

Nur leichter Rückgang im ersten Halbjahr 2013

Im ersten Halbjahr 2013 musste die Österreichische Möbelindustrie einen Produktionsrückgang hinnehmen. Das Minus bis Jahresmitte beträgt 0,5 Prozent. Insgesamt wurden Möbel im Wert von 891,4 Mio. Euro produziert.„ Nach einem schwachen ersten Quartal konnte die Produktion im zweiten über Vorjahresniveau gesteigert werden“, so Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie.

Der Produktionsrückgang betraf mit -18,5 Prozent auf knapp 107 Mio. Euro vor allem die Sparte Sitzmöbel (und Teile dafür). Auch die Nachfrage nach Küchen war geringer als im Vorjahr: Die Produktion ging um 4,5 Prozent auf etwa 119,4 Mio. Euro zurück. Alle anderen Sparten konnten sich verbessern: Matratzen/Lattenroste um 9,7 Prozent (ca. 55,3 Mio. Euro), Büromöbel um vier Prozent (ca. 128 Mio. Euro), Wohnmöbel um 3,9 Prozent (ca. 389,3 Mio. Euro) und Ladenmöbel um 1,7 Prozent (ca. 92,6 Mio. Euro).

Die Exporte sanken im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent oder knapp 31 Mio. Euro auf ca. 409 Mio. Euro. Dabei belief sich der Rückgang in die EU-Staaten auf 10,3 Prozent. Betroffen waren insbesondere Sitzmöbel (-15,8 Prozent) und Küchenmöbel (-9,7 Prozent). Büromöbel (-3,5 Prozent) und Wohnmöbel (-1,9 Prozent) erlitten leichte Verluste. Zulegen konnten Ladenmöbel (4,3 Prozent) und Matratzen/Lattenroste (6 Prozent).

Bezogen auf die Exportländer erwies sich der deutsche Markt mit einem Minus von 12,3 Prozent auf rund 173 Mio. Euro erneut als besonders problematisch. Hier waren bei den Sitzmöbeln Einbußen von 27,9 und bei den Küchenmöbeln von 24,8 Prozent hinzunehmen. Dagegen entwickelte sich das Auslandsgeschäft in der Schweiz mit einem Plus von 9,1 Prozent auf fast 71 Mio. Euro positiv. Drittwichtigstes Exportland ist Polen (-15,4 Prozent), gefolgt von Ungarn (+54,6 Prozent).

Die Möbelimporte gingen in den ersten sechs Monaten 2013 um 2,5 Prozent auf insgesamt rund 841 Mio. Euro leicht zurück. Zugenommen hat die Einfuhr von Küchenmöbeln (7,9 Prozent), Büromöbeln (6,9 Prozent) und Matratzen/Sprungrahmen (3,7 Prozent). Aus Deutschland wurden Möbel im Wert von gut 435 Mio. Euro eingeführt. Das entspricht einem Rückgang von 3,2 Prozent. Küchenmöbel allerdings legten um 8,5 und Büromöbel um 1,1 Prozent zu. Mit einem Minus von 10,9 Prozent auf knapp 70 Mio. Euro importierte Österreich deutlich weniger Möbel aus China.

Um die Transparenz für den Verbraucher zu erhöhen, unterstützt die Österreichische Möbelindustrie einen Herkunftsnachweis für Möbel, über den das Europäische Parlament demnächst entscheiden soll. „Dem Handel bietet sich mit einem solchen Nachweis die Chance, wieder verstärkt Qualität und Nachhaltigkeit in den Vordergrund zu stellen“, so Dr. Georg Emprechtinger.











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