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Autor: Eggert, Tino

Biesse

Inside Material Days: Maschinen- und Materialvielfalt in Nersingen

Unter dem Motto Inside Material Days präsentiert der italienische Traditionshersteller Biesse am heutigen 23. und morgigen 24. April 2026 in seinem Showroom in Nersingen die neuesten Technologien für die Holz- und Kunststoffbearbeitung. Fachbesucher erwartet ein umfangreiches Programm mit Live-Vorführungen, Fachvorträgen und einem Workshop.

Im Mittelpunkt der Hausmesse stehen praxisnahe und zukunftsweisende Lösungen für das Spannen und Bearbeiten einer breiten Palette von Materialien. Das Spektrum reicht von Holzwerkstoffen und Massivholz über Textilien bis hin zu Kunststoffen. Seit der letzten Hausmesse 2024 hat Biesse sein gesamtes Portfolio komplett überarbeitet, neu strukturiert und erweitert.

Den Gästen der Material Days wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Neben zahlreichen Live-Vorführungen an den Maschinen stellen auch bewährte Partnerfirmen aus den Bereichen Software und Werkzeug an eigenen Ständen aus. Ergänzend wird ein Workshop zum Thema Produktivität und Effizienz angeboten.

Markus Hüllmann, Chef der Kraft Group

„Wir müssen Europa mitgestalten, nicht umschiffen“

Markus Hüllmann, geschäftsführender Gesellschafter der Kraft-Gruppe und Vorstandsvorsitzender im ­VDMA-Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen, spricht im Interview mit möbelfertigung-Chefredakteur & Netzwerkmanager Tino Eggert über strategisches Wachstum, die Rolle als Lösungsanbieter und die aktuellen Herausforderungen für den deutschen Maschinenbau.

Das komplette Gespräch können Sie in möbelfertigung.Der Podcast unter anderem HIER hören.

möbelfertigung: Herr Hüllmann, Sie kamen vor zehn Jahren von einem globalen Konzern, der GEA Group, haben die G. Kraft Maschinenbau GmbH als geschäftsführender Gesellschafter übernommen und damit den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Wenn Sie auf Anfang 2016 zurückblicken: Was war damals die Ausgangssituation bei Kraft und was hat Sie persönlich an diesem Unternehmen gereizt?

Markus Hüllmann: Mir hat von Anfang an die ­Atmosphäre bei Kraft gefallen – was die ­Amerikaner „the smell of the place“ nennen. Es gab damals eine Nachfolgesituation, da der ­langjährige Inhaber Ferdinand Kraft eine ­Lösung ­suchte. Mich haben der anspruchsvolle ­Maschinenbau und der schon damals starke Fokus auf Automatisierung sehr gereizt. Ich sah darin ein gutes Expansions- und Skalierungs­potenzial, das wir in den folgenden Jahren versucht haben zu heben.

möbelfertigung: Der Schritt in die Selbst­ständigkeit ist auch mit einem persönlichen unternehmerischen Risiko verbunden. Hatten Sie Respekt vor dieser Entscheidung?

Markus Hüllmann: Man ist gut beraten, vor einer solchen Situation Respekt zu haben. Es ist ein Unterschied, ob man als leitender Angestellter oder als selbstständiger ­Unternehmer agiert. Ich habe mir das aber zugetraut, war von der Solidität und den Perspektiven des Unternehmens überzeugt und bin dem ­damaligen ­Inhaber dankbar, dass er mir den Weg ge­ebnet hat. Ein unternehmerisches Risiko gibt es ­immer, aber ich war zuversichtlich.

möbelfertigung: In den letzten zehn Jahren ist die Kraft-Gruppe organisch und durch Zukäufe erheblich gewachsen. Meilensteine waren die Übernahme von Becker Sondermaschinenbau, des IT-Spezialisten CRCL und die Beteiligung an Dressel. Welche strategische Logik steckt hinter diesen Schritten?

Markus Hüllmann: Die Motivationen waren unterschiedlich. Becker Sondermaschinenbau, nur fünf Kilometer entfernt, bot komplementäre Technologien in der Säge- und Verpackungstechnik, was unsere Portfolios perfekt ergänzte. Bei CRCL, ursprünglich ein externer Dienst­leister für unser Digitalprodukt IDA (Intelligent Data Analytics), wollten wir die ­strategisch wichtige Kompetenz zur ­Analyse und ­Optimierung verketteter Anlagen ins ­eigene Haus holen. Dressel war ein ehemaliger ­Lieferant, und als sich die Gelegenheit bot, war es eine gute ­Add-on-­Investition in unsere Wertschöpfungskette. Man muss aber auch sagen: Neben einem strategischen Plan ergeben sich Opportunitäten, die man ergreifen kann.

möbelfertigung: Was bevorzugen Sie: organisches Wachstum oder Akquisitionen?

Markus Hüllmann: Organisches Wachstum ist immer super, wenn man die passenden ­Leute dafür hat. Anorganisches Wachstum ist im ­ersten Schritt teurer, aber man bekommt den Markt und die Mitarbeiter auf einen Schlag. Es gibt keine generelle Antwort; beides hat seinen Platz und kann strategisch verfolgt werden.

möbelfertigung: Heute besteht die Kraft-­Gruppe aus vier Divisionen: Türen/Zargen, Möbel, Dämmstoffe/Bauelemente und Verpackungssysteme. Wo sehen Sie aktuell das größte Potenzial?

Markus Hüllmann: Potenziale gibt es in ­allen Bereichen. Das größte sehe ich im Verpackungs­bereich, da es eine universelle Technologie ist, die nicht an einem bestimmten Endmarkt hängt. Als Zweites würde ich den Bereich ­Möbel ­nennen, in dem wir uns in den letzten Jahren wieder gut positionieren konnten. Türen/­Zargen ist unser größter Markt und wird es auch ­bleiben, ist aber eine Nische. Der Dämmstoffmarkt hat aufgrund der Energie­wende ebenfalls nachhaltiges Wachstumspotenzial, hängt aber, wie der Türenmarkt, stark von der Baukonjunktur ab.

möbelfertigung: Kraft wird oft als Anlagen­bauer wahrgenommen, der verschiedene Techno­logien integriert. Verstehen Sie sich eher als Integrator oder geht der Weg lang­fristig zum kompletten Maschinenbauer?

Markus Hüllmann: Die meisten Anlagen, die wir bauen, bestehen aus Maschinen, die wir selbst fertigen. Wir integrieren auch viel, aber das Allermeiste fertigen wir selbst. Wir sehen uns klar als Lösungsanbieter. Mit Einzel­maschinen in Kerntechnologien ist es schwieriger, Wettbewerbssituationen zu halten, als wenn man sich als Lösungsanbieter positioniert. Allerdings hat man als Lösungsanbieter nicht das gleiche Skalierungspotenzial. Bei uns befruchtet das eine das andere. So sind unsere Kartonzuschnitt­automaten oft das Eingangsticket in komplette, verkettete Verpackungslösungen.

möbelfertigung: Sie integrieren auch ­Maschinen verschiedener Hersteller, die teils Wettbewerber sind. Ist das eine Heraus­forderung oder eine Chance?

Markus Hüllmann: Es ist ein Spannungsfeld. Es gibt immer wieder Situationen, in denen wir partnerschaftlich zusammenarbeiten und dann wieder im Wettbewerb stehen. So funktioniert dieser Markt – das macht es nicht immer einfach, aber spannend.

möbelfertigung: Sie haben Verpackung als Wachstumsmarkt identifiziert, aber auch gesagt, eine Verpackungslinie sei betriebswirtschaftlich oft anders zu rechtfertigen als eine Produktionsmaschine. Was macht Sie sicher, dass sich hier Investitionen lohnen?

Markus Hüllmann: Eine Verpackung macht ein Produkt zunächst nicht besser. Die Bereitschaft eines Kunden, in Technologien zu investieren, die sein Kernprodukt verbessern, ist oft höher. Dennoch rechnet sich die Investition in Verpackungsautomatisierung aus zwei Gründen: Erstens treibt das Thema Nachhaltigkeit den Abschied von nicht-nachhaltigen Verpackungsmaterialien voran. Zweitens bieten gerade Verpackungsbereiche, in denen oft noch viel manuelle Arbeit anfällt, ein erhebliches Rationalisierungspotenzial, da Personal schwer zu bekommen und zu bezahlen ist.

möbelfertigung: Blicken wir auf die Türen­industrie, Ihren größten Bereich. Wie schätzen Sie dort die aktuelle Investitionsbereitschaft ein?

Markus Hüllmann: Das ist regional unterschiedlich. In Deutschland gibt es ein gutes Grund­rauschen, aber vielleicht nicht mehr in dem Umfang wie vor einigen Jahren. Anders sieht es in Teilen Süd- und Osteuropas aus. In Spanien und Polen etwa werden heute fast so viele Türen wie in Deutschland hergestellt, und dort ist die Investitionsbereitschaft insgesamt höher.

möbelfertigung: In Ihrer Funktion als VDMA-­Vorstandsvorsitzender haben Sie den ­gesamten Markt im Blick. Die Produktion von Holzbearbeitungsmaschinen ist zuletzt ­gesunken. Was sind die größten Bremsklötze für den deutschen Maschinenbau?

Markus Hüllmann: Zunächst muss man sagen, wir kamen von einem sehr hohen Niveau in den Jahren 2021/22. Die Bremsklötze sind vielfältig: hohe Energiekosten, die unsere Wettbewerbs­fähigkeit belasten, und eine allgemein pessimistische Grundstimmung in Deutschland. Hinzu kommt, dass wir durch hohe Arbeitskosten ein Stück weit Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt ­haben, da andere Volkswirtschaften aufholen. Die politischen Rahmenbedingungen helfen aktuell leider auch nicht, die Situation zu verbessern. Von der Regierung hatten wir uns mehr Impulse erhofft.

möbelfertigung: Stichwort geopolitische Spannungen: Wie muss sich der deutsche Maschinen­bau aufstellen, um im Spannungsfeld von Druck aus China und US-Zöllen wettbewerbsfähig zu bleiben?

Markus Hüllmann: Wir sind gut beraten, für lokale Märkte auch lokale Lösungen anzubieten und die Wertschöpfung in anderen Märkten zu stärken. Wir dürfen die Internationalisierung nicht aufgeben. Gleichzeitig können wir uns auf unsere Stärken berufen: ein gutes Aus­bildungssystem, motivierte Mitarbeiter und eine führende Position in der Automatisierungs­technik. China ist dabei Chance und Risiko zugleich. Man muss beides sehen.

möbelfertigung: Auf unserem letzten Kongress Effiziente Möbelfertigung in der Praxis fiel der Satz, man müsse „das Risiko Europa umschiffen“, vor allem wegen der zunehmenden Regulatorik. Teilen Sie diese Einschätzung?

Markus Hüllmann: Ich teile die Analyse, aber nicht die Schlussfolgerung. Ja, wir haben zu viel Regulatorik und Bürokratie. Aber ich kann mir nicht vorstellen, wie man Europa mit 350 bis 400 Millionen kaufkräftigen Menschen umschiffen soll. Die Antwort ist nicht, Europa zu meiden, sondern es so mitzugestalten, dass wir weniger Bürokratie haben.

möbelfertigung: Die strategische Antwort der Branche scheint in Automatisierung und Digitalisierung zu liegen. Reicht das aus?

Markus Hüllmann: Nein, das reicht nicht aus. Ich würde das Feld auf jeden Fall um das ­Thema Künstliche Intelligenz erweitern, das das ­Potenzial hat, ein echter Gamechanger zu werden. Auch Nachhaltigkeit und neue Service­konzepte sind entscheidend. Der Service ist der größte Hebel zur Erlangung nachhaltiger ­Kundenzufriedenheit.

möbelfertigung: Wie konkret wird KI in Zukunft in Kraft-Anlagen integriert sein?

Markus Hüllmann: Unser mit CRCL ­entwickeltes Tool IDA wird heute standardmäßig mit jeder Anlage ausgeliefert. Damit sind alle unsere Anlagen bereits mit KI-gestützten Werkzeugen ausgestattet. Eine Prognose für die nächsten fünf Jahre ist schwierig, aber die Bedeutung wird enorm zunehmen. Wir müssen uns dieser Themen aktiv annehmen.

möbelfertigung: Vor zwei Jahren haben Sie die Geschäftsführung mit Andreas Bischof verstärkt. Wie sehen Sie die mittelfristige Fortführung des Unternehmens gesichert?

Markus Hüllmann: Wir führen das Unternehmen auf Management-Ebene zu dritt – Jörg Timmermann, Andreas Bischof und ich – und haben damit Stabilität und Kontinuität. Wir sind solide und stabil aufgestellt, was uns Planungssicherheit gibt. Wir sind ein Familienunternehmen, und es ist unser Ziel, dass wir auch als solches weiterbestehen. Ich habe auf jeden Fall noch einiges vor.

Herr Hüllmann, vielen Dank für das Gespräch.

Surteco Group SE

Schließt Gespräche zur Verlängerung der bestehenden Finanzierung bis 2029 erfolgreich ab

Die Surteco Group SE (Surteco) hat die in den vergangenen Wochen geführten Verhandlungen mit ihren Finanzierungspartnern zur langfristigen Sicherstellung ihrer Finanzierung erfolgreich abgeschlossen und im Rahmen eines Term Sheets dokumentiert. Im Ergebnis wurde eine Vereinbarung erzielt, die die bestehenden Finanzverbindlichkeiten über einen Zeitraum von drei Jahren bis zum 28. Dezember 2029 nachhaltig absichert.

In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft die Erstellung eines Gutachtens in Anlehnung an den IDW-S6 Standard beauftragt, das sich derzeit im Entwurf befindet. Auf dessen Grundlage hat sie sich mit den finanzierenden Banken und Schuldscheininhabern auf Maßnahmen zur Stärkung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage bis 2029 verständigt. Dieses beruht auf der bestehenden Konzernstruktur, ohne eventuelle Veräußerungen und zeigt die Fortführungsfähigkeit des Unternehmens.

Parallel dazu treibt Surteco die strategische Weiterentwicklung des Konzerns weiterhin konsequent voran. Dazu zählt auch die bereits kommunizierte Prüfung einer möglichen Veräußerung der Geschäftsbereiche Profiles und/oder Edgebands, die ergebnisoffen erfolgt. Die Entscheidung über einen möglichen Verkauf treffen die Organe der Surteco Group SE ausschließlich in eigener Verantwortung. Im Falle einer Veräußerung würden Verkaufserlöse zur Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten eingesetzt werden. Die Gesellschaft wird ihre Managementkapazitäten temporär mit Transformations- und Restrukturierungsexpertise verstärken.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Vereinbarung stärkt Surteco ihre finanzielle Stabilität und gewinnt zusätzlichen Handlungsspielraum, um die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens gezielt voranzutreiben.

Im Geschäftsjahr 2025 erreichte Surteco mit einem Umsatz von 821,2 Mio. Euro und einem EBITDA adjusted von 80,2 Mio. Euro das obere Ende der angepassten Prognose. Nach vorläufigen Zahlen startete Surteco mit einem Umsatz von 208,4 Mio. Euro und einem EBITDA adjusted von 26,7 Mio. Euro gut in das Geschäftsjahr 2026. Die Marge (EBITDA adjusted / Umsatz) stieg dabei von 12,0 Prozent im ersten Quartal 2025 auf nunmehr 12,8 Prozent. Der finale Geschäftsbericht des Jahres 2025 wird morgen, am 21. April 2026 veröffentlicht.

Schließt Callcenter in Rostock – 279 Beschäftigte betroffen

Ikea will sein Callcenter in Rostock zum 30. September 2026 schließen. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di verlieren 279 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Gespräche über einen Sozialplan sollen am heutigen Donnerstag beginnen. Das berichtet der NDR auf seiner Webseite.

In dem Servicecenter in der Hansestadt wurden bislang Kundenanfragen bearbeitet. Welche Ergebnisse die anstehenden Verhandlungen bringen werden, ist offen. Ver.di zufolge geht es dabei um mögliche Weiterbeschäftigungen innerhalb des Unternehmens sowie alternativ um Abfindungsregelungen. Auch die Frage möglicher Arbeitskampfmaßnahmen soll erst nach Beginn der Gespräche bewertet werden.

Kritik äußert die Gewerkschaft insbesondere am Informationsprozess. Der Betriebsrat sei nach eigenen Angaben erst eine halbe Stunde vor der Gesamtbelegschaft über die Schließungspläne unterrichtet worden.

Ikea begründet die Entscheidung mit „langfristigen strukturellen Erwägungen“. Dazu zählten unter anderem das Auslaufen eines Mietvertrags sowie ein erheblicher Investitionsbedarf zur Modernisierung des Standorts. In einer Stellungnahme betonte das Unternehmen, die Maßnahme diene dazu, die „langfristige Stärke und nachhaltige Zukunft von Ikea Deutschland im sich wandelnden Einzelhandel zu sichern“.

Das Einrichtungshaus in Rostock ist von der Schließung nicht betroffen. Das Callcenter war eines von drei entsprechenden Standorten, die Ikea in Deutschland betreibt.

Store Book zur Euroshop erschienen

Zur EuroShop, der Weltleitmesse des Ladenbaus, die am Sonntag (22. Februar) beginnt, veröffentlicht der Deutsche Ladenbau Verband (dLv) das Store Book 2026, die dreizehnte Ausgabe des Jahrbuchs. Das Store Book 2026 präsentiert 55 ausgewählte Stores aus knapp 170 Einreichungen, die zwischen September 2024 und 2025 neu- oder wiedereröffnet wurden. Die Auswahl reicht von kleinen, mutigen Konzepten bis zu international inszenierten Markenwelten. Die Projekte zeigen Ladenbau in unterschiedlichen Facetten, von klassischen Handelsformaten bis zu neuen Erlebnis- und Hybridkonzepten. Beispiele wie das V6 Lifestyle Art Emporium, die Ausstellungsräume des Möbelherstellers DeRucci oder das Auktionshaus Eppli verdeutlichen, wie breit das Spektrum des Ladenbaus inzwischen ist.

Jowat

Leonhard Ritzhaupt folgt als Vice President Asia-Pacific auf Dr. Ralf Schelbach

Die Jowat SE gibt eine Veränderung in der Leitung ihrer asiatischen Landesgesellschaften bekannt. Zum 1. Januar 2026 hat Leonhard Ritzhaupt die Funktion des Vice President Asia-Pacific übernommen und verantwortet damit die strategische und operative Weiterentwicklung des Jowat Geschäfts in der Region Asien-Pazifik.

„Mit Leonhard Ritzhaupt gewinnen wir eine Führungspersönlichkeit, die Industrieexpertise, internationale Erfahrung und strategischen Weitblick verbindet, erklärt Klaus Kullmann“, Vorstand der Jowat SE. „Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit und auf die weitere erfolgreiche Entwicklung unseres Geschäfts in Asien und der gesamten Region.“

Er folgt auf Dr. Ralf Schelbach, der seit 2009 maßgeblich am Ausbau des Asien-Geschäfts beteiligt war und nun auf eigenen Wunsch eine neue Verantwortung in der Unternehmensgruppe übernimmt. Dr. Schelbach trat zunächst als Executive Director der Jowat (Beijing) Adhesives Co., Ltd. ein, übernahm ab Februar 2009 zusätzlich die Verantwortung als Regional Manager North East Asia und wurde zum 01. Januar 2014 zum Vice President Asia-Pacific berufen. Zu den Meilensteinen seiner Tätigkeit zählt unter anderem die Gründung und erfolgreiche Inbetriebnahme des Produktionsstandortes in Dushan und die Gründung zahlreicher Vertriebsgesellschaften in Südostasien. Die Jowat SE dankt Dr. Schelbach für seine langjährige und erfolgreiche Arbeit sowie sein Engagement für die nachhaltige Weiterentwicklung der Gruppe in der Region.

Leonhard Ritzhaupt verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte internationale Führungserfahrung in der chemischen Industrie sowie im globalen Projekt- und Produktionsmanagement. Zuletzt war er bis Ende des Jahres 2024 in der Geschäftsführung eines international tätigen Herstellers von Klebstoffsystemen und funktionalen Oberflächenlösungen tätig. Dort verantwortete er unter anderem die weltweite Vertriebssteuerung, Strategie- und Marktentwicklung, Qualitäts- und Rohstoffmanagement, Risk & Compliance sowie die Projektleitung bei globalen Investitions- und Produktionsvorhaben.

Zuvor hielt Ritzhaupt leitende Funktionen in der Kunststoffverarbeitung, in der Farben- und Beschichtungsindustrie sowie im Automobilsektor. Er wurde für sein wirtschaftliches Engagement als Senator des Bundesforum Mittelstand ausgezeichnet. Darüber hinaus war er ständiger Gast im Vorstand eines führenden Branchenverbandes sowie Mitglied dessen Technischen Ausschusses. Leonhard Ritzhaupt sagt: „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team vor Ort das Wachstum der Jowat Gruppe in China weiter nachhaltig voranzutreiben und die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre fortzuführen.“

Verbände der Holz- und Möbelindustrie NRW

Tarifabschluss für die Holz- und Kunststoffindustrie Westfalen-Lippe

Wie Arbeitgeber der Holz- und Kunststoffindustrie und des Serienmöbelhandwerks in Westfalen-Lippe haben sich am Montagabend mit der IG Metall in dritter Verhandlungsrunde auf einen Tarifabschluss geeinigt. Für die Beschäftigten des Tarifgebiets Westfalen-Lippe wurde Folgendes vereinbart: Nach sieben Nullmonaten steigen die Löhne und Gehälter ab 1. Juni 2026 um 2,0 Prozent. Zum 1. Juli 2027 erfolgt eine Anhebung um weitere 2,2 Prozent. Zusätzlich verständigten sich die Tarifparteien auf eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro brutto im April 2026, die betrieblich bis April 2027 verschoben sowie gesplittet oder in Freizeit umgewandelt werden kann. Auszubildende erhalten eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro brutto. Die Ausbildungsgehälter werden zum 1. August 2026 und zum 1. August 2027 um jeweils 45 Euro angehoben. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 27 Monaten (1. November 2025 bis 31. Januar 2028).

Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Holz- und Möbelindustrie NRW, kommentiert die Vereinbarung wie folgt: „Unsere Industrie sieht sich weiterhin einem sehr schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gegenüber. Die andauernde Konsumschwäche und der unzureichende Wohnungsbau setzen unseren Betrieben stark zu. Vor diesem Hintergrund bedeutet der Tarifabschluss für die Unternehmen eine zusätzliche Belastung in einer ohnehin schon angespannten Lage, gibt unserer Branche aber durch die lange Laufzeit zumindest Planungssicherheit für die nächsten zwei Jahre.“

Möbler-Meilen 2026

Trikotdesign steht – Starterliste wächst

Die Planungen für die 12. Möbler-Meilen laufen auf Hochtouren. Jetzt wurde das Trikotdesign für das Radsport-Event am 13. und 14. Juni in Löhne enthüllt. Gastgeber diesmal ist die Lehrfabrik Möbelindustrie. Erwartet werden auch diesmal etwa 100 Teilnehmer:innen.

Folgende Hauptsponsoren unterstützen die Möbler Meilen 2026: Neben der Lehrfabrik Möbelindustrie als Ausrichter gibt es Pit Stopps bei Adler und Wolter Lackfronten. Weitere Sponsoren sind Polipol, Salice, 3C, Rietberger Möbelwerke. Als Co-Sponsoren engagieren sich: Thielemeyer, Thaddäus Rohrer, Furnplan und Ekornes. Die B2B-Branchen-Netzwerke möbelfertigung und möbel kultur aus dem Vincentz Network sind auch 2026 als Medienpartner dabei.

Anmeldungen sind HIER möglich.

Impressionen aus 2025 finden Sie HIER.

Vor elf Jahren hatten Holger Sievers (Cycling Academy, Stolberg), Frank Traphöner (Trend Möbelmarkt, Hennigsdorf), Detlef Wittenbreder (Wittenbreder Einrichtungssysteme, Herford) und Patrick Lahmer (Heka-Möbel, Nienburg) die Möbler-Meilen initiiert. Dabei geht es nicht nur um die sportliche Betätigung und den gemeinsamen Spaß, denn in jedem Jahr werden die Erlöse, die nach Deckung aller Kosten übrigbleiben, für einen guten Zweck ausgegeben. In den vergangenen Jahren wurden beispielsweise Kindertagesstätten mit Laufrädern und Helmen ausgestattet.

MIKO Connect 2026

Auch Masterwood ist am 11. und 12. März in Bielefeld dabei

Das Ausstellerfeld der Möbel- & Interior Komponenten Ostwestfalen (MIKO Connect) füllt sich. Mit der Masterwood Deutschland GmbH darf das veranstaltende Team von möbelfertigung aus dem Vincentz Network einen weiteren Hochkaräter aus dem Maschinenbereich begrüßen.

Marc Henschen, Geschäftsführer von Masterwood Deutschland, sagt: „Konzept, Ort, Aufwand und Preis-Leistungs-Verhältnis haben uns sofort angesprochen. Wir sind überzeugt, dass flexible Formate wie die MIKO Connect die Zukunft sind. Auf dem führenden Branchenkongress für Automatisierung und Digitalisierung der Branche, der Effizienten Möbelfertigung in der Praxis im Dezember in Köln, haben wir erlebt, wie professionell das B2B-Branchen-Netzwerk möbelfertigung Wissensvermittlung und Networking auf höchstem Niveau organisiert. Wir freuen uns, in Bielefeld daran anzuknüpfen und starke Partnerschaften zu vertiefen beziehungsweise neu aufzubauen.“

Am 11. und 12. März 2026 öffnet die Stadthalle Bielefeld ihre Türen für zwei kompakte Tage voller Innovation, persönlicher Kontakte und praxisnaher Impulse. Statt XXL-Hallen und anonymem Messelabyrinth setzt die MIKO Connect auf ein fokussiertes, effizientes Format. Ziel ist es, Zulieferer, Entwickler und Entscheider aus der Möbel-, Küchen- und Interiorbranche auf Augenhöhe zusammenzubringen – für Gespräche, Kooperationen und neue Impulse. 

„Wir freuen uns über das Vertrauen zahlreicher namhafter Unternehmen in die MIKO Connect. Es zeigt, dass der Bedarf nach kompakten, hochwertigen Networking-Formaten in der Branche groß ist“, so Tino Eggert, Chefredakteur & Netzwerkmanager im Vincentz Network. „Unser Konzept steht für Effizienz und Nähe – Messeauftritt ohne überbordenden Aufwand, Austausch mit Substanz, Networking mit Wirkung und einem der Zeit angepassten Budget-Einsatz.“ 

Für Aussteller bietet die MIKO Connect komplett aufgebaute Systemstände, ein exklusives Fachpublikum aus Industrie und Design, Networking-Events, Workshops und die MIKO Night, das Abendevent im Glück&Seligkeit in Bielefeld. Ergänzt wird die Präsenz vor Ort durch die MIKO-App, die Aussteller digital sichtbar macht und Matchmaking ermöglicht. 

Unternehmen, die Teil dieses neuen Branchenformats werden möchten, finden im Ausstellerbereich unter www.miko-connect.de alle Informationen zu Teilnahme, Konditionen und Buchungsmöglichkeiten.