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Autor: Christoph Hellwig

Wemhöner

Markenstrategie zweifach mit „German Brand Award“ ausgezeichnet

Die Wemhöner Surface Technologies GmbH & Co. KG ist ein familiengeführter Hidden Champion in vierter Generation. Mit über 500 Mitarbeitenden am Stammsitz Herford (Deutschland) sowie Changzhou (China) entwickelt und produziert das zu den internationalen Technologieführern zählende Unternehmen innovative Maschinen- und Anlagensysteme für die Veredelung von Holzwerkstoffen. Die Exportquote liegt über 90 Prozent, Kunden werden in mehr als 80 Ländern betreut.

Nicht zuletzt erfordert dieses internationale Engagement ein fein abgestimmtes Marketing mit kluger Strategie. Den weltweit erfolgreichen Auftritt und die angebotenen Spitzenleistungen in eine neue, unverwechselbare und vor allem international verständliche Markenstrategie zu übersetzen, begeisterte jetzt die Jury des „German Brand Award 2026“. So überzeugte Wemhöner die Juroren in gleich zwei Kategorien: „Excellent Brands – Industry, Machines & Engineering“ sowie „Brand Strategy – B2B“.

Markenidee beschreibt Denkstruktur

Technologische Spitzenleistung war dabei nie die eigentliche Aufgabe – sie war Voraussetzung für das Rebranding. Die Herausforderung bestand darin, diese Kompetenz in eine Marke zu transformieren, die international Orientierung schafft und den hohen Anspruch von Wemhöner auf den ersten Blick erlebbar macht – mit dem Ziel, sich in einem technologisch hochentwickelten Wettbewerbsumfeld bewusst zu differenzieren. Aus dieser Überzeugung entstand die strategische Markenidee „Inspire. Invent. Connect.“ Sie beschreibt die Denkstruktur der Marke und bildet den strategischen Rahmen für die internationale Markenführung. Und steht für das, was das Unternehmen seit jeher auszeichnet: die intelligente Verbindung von Technologie, Prozessen und Menschen. Genau diese Verbindung macht aus einzelnen Maschinen ganzheitliche Systemlösungen, aus Mitarbeitern und Kunden eine Familie. Dass sich diese Haltung nicht nur in Worten ausdrückt, zeigt auch das zentrale Markensymbol des Unternehmens: ein blauer Krake! Was auf den ersten Blick überrascht, erschließt sich auf den zweiten. Mit seinen acht Armen kann der Oktopus mehrere Aufgaben gleichzeitig koordinieren, das Nervensystem arbeitet dezentral und hoch präzise.

Genau diese Eigenschaften stehen sinnbildlich für die Systemkompetenz von Wemhöner: Menschen, Technologien, Prozesse, Kunden und Partner intelligent miteinander zu verbinden. Der Krake ist die Visualisierung und das unverwechselbare Symbol des Markenversprechens „For a strong Connection“ und verleiht der Marke weltweit einen hohen Wiedererkennungswert. Diesen ganzheitlichen Ansatz hob die Jury des German Brand Awards besonders hervor. In ihrer Begründung würdigt sie die gelungene Verbindung von strategischer Markenführung, visueller Identität und konsistenter Kommunikation. Es sei gelungen, komplexe Technologien verständlich zu vermitteln und gleichzeitig eine eigenständige Markenpersönlichkeit zu entwickeln, die sich innerhalb einer traditionell technisch geprägten Branche deutlich vom Wettbewerb abhebe.

Wertschätzung für gesamtes Team

„Diese doppelte Auszeichnung ist vor allem ein Zeichen der Wertschätzung für unser gesamtes Wemhöner-Team. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter prägen unsere Marke jeden Tag mit Leidenschaft, Engagement und Ingenieurskunst“, so Kathleen Wemhöner, Prokuristin der Wemhöner Surface Technologies GmbH & Co. KG. Und unterstreicht: „For a strong Connection“ ist für uns weit mehr als ein Markenversprechen – es beschreibt genau die Verbindung zwischen Menschen, Technologie und partnerschaftlicher Zusammenarbeit, die Wemhöner seit über 100 Jahren auszeichnet.“

Die doppelte Auszeichnung versteht Wemhöner deshalb nicht als Abschluss einer Markenentwicklung, sondern als Bestätigung eines langfristig ausgelegten Weges. Sie bekräftigt den Anspruch eines Familienunternehmens, das generationenübergreifend für vollendete Ingenieurskunst steht – und heute zeigt, dass Spitzenleistungen plus eine starke Marke gemeinsam den entscheidenden Unterschied machen.

Der vom 1953 gegründeten German Design Council (Frankfurt a.M.) initiierte und seit 2026 jährlich vergebene German Brand Award zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen für erfolgreiche Markenführung im deutschsprachigen Raum. Eine unabhängige Fachjury aus Wirtschaft, Wissenschaft, Markenstrategie und Kommunikation bewertet Unternehmen, die Marken strategisch weiterentwickeln und konsequent erlebbar machen. Auch 2026 unterstrich der Wettbewerb mit 1.676 Einreichungen aus 18 Ländern seine große internationale Bedeutung.

Windmöller

Bodenbelagshersteller stellt sich für verstärktes Wachstum auf

Das Familienunternehmen Windmöller, Hersteller hochwertiger Bodenbeläge aus Ostwestfalen, hat über zwei Jahre erfolgreicher Sanierung hinter sich. Nun stellt sich das Unternehmen für eine Phase verstärkten Wachstums auf. Dafür übergibt Sanierungsspezialist Jürgen Abromeit die Unternehmensleitung an Philip Lehmann. Er ist ein Experte für die erfolgreiche Weiterentwicklung von Unternehmen, insbesondere nach Veränderungsprozessen.

Windmöller war durch die Krise in der Renovierungs- und Baubranche stark betroffen und hat sich unter der Führung des Unternehmers Jürgen Abromeit in den letzten beiden Jahren einen konsequenten Sanierungskurs verordnet. Die Produktion und Verwaltung in Augustdorf hat Windmöller am Standort Detmold integriert. Das Unternehmen hat in die Modernisierung und Neuanschaffung von Anlagen, in die Automatisierung und Digitalisierung investiert.

Jürgen Abromeit: „Das Unternehmen schreibt wieder schwarze Zahlen. Das ist in Anbetracht der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein großer Erfolg des gesamten Teams, dem ich an dieser Stelle für den starken Einsatz in schwierigen Zeiten von ganzem Herzen danken möchte. Mit einer tragfähigen Zukunftsstrategie ist Windmöller wieder bereit für Wachstum.“

Unternehmen plant umfassende Investitionen

Für 2026 und 2027 plant das Unternehmen umfassende Investitionen in Prozesse, Produkt und Vertrieb. Ziel ist es, mit optimalen Prozessen und klarer strategischer Ausrichtung den Kundennutzen in den Fokus zu stellen. Als Ergebnis sollen daraus zusätzliche Marktanteile gewonnen werden.

Philip Lehmann ist in der Region Ostwestfalen verwurzelt und verfügt über langjährige Führungserfahrung bei mittelständischen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften. Nach Stationen als Geschäftsführender Gesellschafter bei einem ostwestfälischen Kunststoffspezialisten und Geschäftsführer einer norddeutschen Industrieholding begleitete er zuletzt als Gesellschafter und Geschäftsführer die Entwicklung einer Gruppe im Nutzfahrzeugbau sowie eine Schweizer Vermögensverwaltung.

Jürgen Abromeit übergibt im Zuge des Ausscheidens seine Anteile an der Windmöller GmbH wie verabredet wieder zurück an die Familie.

HDH

Kunststoffindustrie erwartet bessere Geschäfte im zweiten Halbjahr

Die deutsche Kunststoffindustrie atmet leicht auf: Der HDH-Konjunkturindikator stieg im Mai auf -15,6 Punkte – nach -25,0 Punkten im April und einem noch tieferen Einbruch im März. Getragen wird die Erholung vor allem von verbesserten Geschäftserwartungen für das kommende Halbjahr (-25,5 Punkte nach zuvor -42,7 Punkten). Die aktuelle Geschäftslage bleibt dagegen nahezu unverändert bei -5,1 Punkten.

Das Bild ist uneinheitlich. Im Segmentvergleich halten sich allein die Hersteller technischer Kunststoffteile mit +1,7 Punkten knapp im positiven Bereich. Platten- und Folienhersteller, Verpackungsproduzenten und Hersteller von Baubedarfsartikeln verharren klar im negativen Bereich. Auf das kommende Halbjahr blicken alle Segmente ohne Ausnahme negativ.

Was die fragile Stabilisierung gefährdet, ist der Iran-Krieg. Er treibt Energie- und Rohstoffpreise nach oben und setzt Lieferketten unter Druck – mit wachsender Wirkung: Laut ifo-Konjunkturumfrage vom 2. Juni 2026 melden bereits 23,7 Prozent der Gummi- und Kunststoffwarenhersteller Versorgungsengpässe – einer der höchsten Werte im gesamten Verarbeitenden Gewerbe. Die Stabilisierung im Mai ist damit ein erstes Signal – aber kein Trendbruch. So lange Energiekosten, Lieferkettenrisiken und schwache Abnehmer märkte das Umfeld prägen, bleibt die Erholung anfällig.

Die aktuelle Geschäftslage in der Kunststoffe verarbeitenden Industrie zeigt keine wesentliche Veränderung und verbleibt auf leicht negativem Niveau. Die mittelfristigen Geschäftserwartungen verschlechtern sich hingegen deutlich und ziehen das Geschäftsklima leicht nach unten.

Team 7

Naturholzmöbelhersteller stärkt den Geschäftsbereich Küche

Mit einem klaren strategischen Signal setzt Team 7 seine Expansion im Küchensegment fort: Zur diesjährigen Küchenmeile A30 eröffnet der Naturholzmöbelhersteller einen permanenten, rund 160 Quadratmeter großen Showroom im Cube30. Die auf zunächst fünf Jahre angelegte Partnerschaft mit Trendfairs macht den Standort zu einem dauerhaften Anlaufpunkt für den Küchenfachhandel und stärkt die Präsenz von Team 7 auf einer der wichtigsten europäischen Branchenplattformen.

Der neue Showroom markiert einen weiteren Meilenstein im konsequenten Ausbau des Geschäftsbereichs Küche. Das Unternehmen verzeichnet seit Jahren einen stetig wachsenden Zuspruch im Küchenfachhandel. Mit der Investition im Cube30 unterstreicht Team 7 die strategische Bedeutung dieses Segments und setzt gezielt auf eine langfristige Marktbearbeitung in einem hochdynamischen Umfeld.

„Der Küchenbereich entwickelt sich für uns zu einem zentralen Wachstumstreiber“, erklärt Team 7-Geschäftsführer Stefan Emprechtinger. „Die zunehmende Nachfrage im Fachhandel und die Relevanz hochwertiger Küchenlösungen haben uns dazu bewogen, unsere Marke auf der Küchenmeile zu präsentieren und damit noch näher am Markt zu sein.“

Attraktivität des Standorts überzeugt

Zusätzlich zur bereits bestehenden Ausstellung von Walden im Cube30 positioniert sich Team 7 mit dem neuen Standort bewusst mitten im Geschehen der Küchenmeile A30, die als bedeutendster Treffpunkt des Küchenfachhandels in Europa gilt. Hier kommen nationale und internationale Küchenhändler, Einkaufsverbände, Planer und Entscheider zusammen. So entsteht ein Umfeld, das den direkten Austausch mit bestehenden Handelspartnern ebenso ermöglicht wie die gezielte Neukundengewinnung.

Auch aus Sicht des Standorts wird die neue Partnerschaft positiv bewertet. Christopher Boss, CEO von Trendfairs, hebt die Bedeutung von Team 7 für das Haus hervor und betont die hohe Strahlkraft des Unternehmens für den Cube30 und die gegenüberliegende Area30. Gleichzeitig unterstreicht er die Attraktivität des Standorts und der Küchenmeile A30 für nationale wie internationale Fachbesucher:innen, die hier konzentriert Innovationen und Markenpräsenzen erleben.

Team 7 präsentiert ganzheitliche Einrichtungskonzepte. Im neuen Showroom werden rund um die Küchenlösungen auch Esstische, Stühle und Regale ausgestellt.

Die Küche als zentraler Lebensraum

Inhaltlich greift die neue Ausstellung zentrale Entwicklungen im Interior- und Küchendesign auf: Die Küche wird zunehmend zum Mittelpunkt des Wohnens. Kochen, Essen, Arbeiten und Wohnen verschmelzen zu fließenden Lebensbereichen. Damit wächst auch die Nachfrage nach authentischen Materialien, langlebiger Qualität und handwerklicher Präzision. Massivholz spielt dabei eine Schlüsselrolle. Im Küchenbereich wird Qualität unmittelbar erlebbar, über Haptik, Oberfläche und Verarbeitung. Holz macht die Wertigkeit sichtbar und spürbar, und zwar genau dort, wo täglich gelebt und gearbeitet wird. Gleichzeitig zeigt Team 7 im neuen Showroom die Vielfalt moderner Küchenkonzepte. Massivholz wird mit Materialien wie Keramik und Glas kombiniert und eröffnet dadurch unterschiedlichste gestalterische Möglichkeiten.

Durchgängige Wohnkonzepte im Fokus

Im Mittelpunkt des 160 Quadtrameter großen Showrooms stehen ganzheitliche Einrichtungskonzepte. Rund um die Küchenlösungen werden auch Esstische, Stühle und Regale präsentiert. Besonders die vielfältig konfigurierbaren Regalsysteme, die auch als architektonische Elemente eingesetzt werden, schaffen Übergänge zwischen den Wohnbereichen, ohne diese strikt zu trennen. Das Ergebnis sind präzise aufeinander abgestimmte, raumübergreifende Planungen, in denen Kochen, Essen und Wohnen zu einem Lebensraum verschmelzen.

Deutsche Messe

Messegesellschaft ernennt neuen Geschäftsbereichsleiter

Hendrik Rawe (36) hat zum 1. Juli 2026 die Leitung des Geschäftsbereichs „Fach- & Endverbrauchermessen“ der Deutschen Messe AG übernommen. Zum Geschäftsbereich zählen unter anderem die Fachmessen Ligna, Interschutz, Domotex und Didacta sowie die auf dem Messegelände in Stuttgart veranstalteten Messen Parts2Clean und SurfaceTechnology Germany. Darüber hinaus verantwortet Rawe die Endverbrauchermessen ABF, Infa, Passion Pferd und Caravan Bremen. In seiner neuen Funktion berichtet er direkt an Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG.

„Hendrik Rawe hat in den vergangenen zwei Jahren als Abteilungsleiter eindrucksvoll bewiesen, dass er Führungsstärke, Innovationskraft und ein tiefes Verständnis für die Anforderungen unterschiedlicher Branchen vereint. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn für die Leitung des Geschäftsbereichs Fach- & Endverbrauchermessen gewinnen konnten“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG. „Mit seinem Gespür für Märkte, Branchen und Messeformate wird er die konzeptionelle Weiterentwicklung unseres Portfolios entscheidend vorantreiben und wichtige Impulse für dessen zukünftige Ausrichtung setzen.“

Tischler Schreiner Deutschland

Handwerker sehen politischen Entscheid als Teilerfolg

Tischler Schreiner Deutschland (TSD) begrüßt den Beschluss des Bundestags zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Mit dem Inkrafttreten zum 1. November 2026 löst das Gesetz das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) ab. Für das Tischler- und Schreinerhandwerk besonders wichtig: Mit der Streichung der §§ 71 bis 71p sowie § 72 GEG setzt der Gesetzgeber eine zentrale Forderung um, für die sich TSD im Gesetzgebungsverfahren mit Nachdruck eingesetzt hatte. Die bisherigen Regelungen hätten für viele holzverarbeitende Betriebe erhebliche Rechts- und Investitionsunsicherheit geschaffen.

„Der Bundestag hat eine wichtige Hürde aus dem Weg geräumt. Für unsere Betriebe bedeutet die Korrektur der bisherigen Regelungen einen wichtigen Schritt hin zu mehr Rechts- und Planungssicherheit. Jetzt darf die Politik aber nicht auf halber Strecke stehen bleiben. Wer die energetische Sanierung des Gebäudebestands beschleunigen will, muss Investitionen ermöglichen“, sagt TSD-Präsident Thomas Radermacher.

TSD-Hauptgeschäftsführerin Dr. Katharina Gamillscheg unterstreicht den Erfolg der intensiven fachlichen Interessenvertretung von Tischler Schreiner Deutschland: „Mit dem Bundestagsbeschluss werden Regelungen korrigiert, die in der Praxis erhebliche Probleme verursacht hätten. Wir haben diese Korrektur im Gesetzgebungsverfahren konsequent eingefordert und begrüßen, dass der Gesetzgeber unsere fachlichen Argumente aufgegriffen hat.“

Verband fordert weitere Maßnahmen

TSD hatte frühzeitig auf die Diskrepanz zwischen den Regelungen des GEG und der Brennstoffliste der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) hingewiesen. Insbesondere die Regelung des § 71g GEG hätte dazu geführt, dass bei Neuerrichtung von Holzfeuerungsanlagen bestimmte Brennstoffe ausgeschlossen worden wären, obwohl diese nach der 1. BImSchV zulässig sind. Betroffen gewesen wären vor allem Betriebe, die anfallende Produktionsreste aus Holzwerkstoffen sowie beschichteten oder behandelten Hölzern in dafür zugelassenen Feuerungsanlagen energetisch verwerten.

Mit dem Bundestagsbeschluss endet die Debatte für TSD jedoch nicht. Eine höhere Renovierungsquote lässt sich nur erreichen, wenn Investitionen in die Gebäudehülle dauerhaft verlässlich unterstützt werden. Maßnahmen an Fenstern, Fassaden und weiteren Bauteilen senken den Energiebedarf nachhaltig und schaffen die Grundlage für den effizienten Einsatz unterschiedlicher Heizsysteme.

„Die Fortführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist ein wichtiges Signal, um Investitionen in den Gebäudebestand anzustoßen. Energetische Sanierung stärkt nicht nur die Energieeffizienz, sondern sichert auch Beschäftigung und regionale Wertschöpfung im Handwerk. Umso wichtiger ist es, weitere Anreize wie den Handwerkerbonus richtig auszugestalten – die zuletzt beschlossene Reduzierung der Steuerermäßigung weist aus unserer Sicht in die falsche Richtung“, so TSD-Präsident Thomas Radermacher.

HDH

Stimmung in deutscher Holzindustrie stabilisiert sich auf niedrigem Niveau

Die Stimmung in der deutschen Holzindustrie hat sich im Mai weiter stabilisiert, nachdem es für den HDH-Konjunkturindikator bereits im April leicht nach oben ging. Die Unternehmen zeigten sich zwar zufriedener mit der aktuellen Geschäftslage, blickten jedoch pessimistischer auf das kommende halbe Jahr. Die Einschätzung zur aktuellen Lage verbesserte sich im Mai auf -24,4 Punkte (Vormonat: -27,1 Punkte). Der Ausblick auf das kommende halbe Jahr fiel negativer aus, der aktuelle Wert liegt bei -36,3 Punkten (Vormonat: -32,4 Punkte). In der Summe sank der HDH-Konjunkturindikator im Berichtsmonat geringfügig auf -30,4 Punkte (Vormonat: -29,8 Punkte).

Im Vergleich zum gesamten Verarbeitenden Gewerbe schneidet das Geschäftsklima in der Holzindustrie nach wie vor schlechter ab. Der vom ifo errechnete Wert für das Verarbeitende Gewerbe stieg im Mai leicht auf -15 Punkte (Vormonat: -15,4 Punkte) und bewegte sich damit deutlich über dem entsprechenden Wert für die Holzindustrie (-30,4 Punkte).

Stimmung bleibt uneinheitlich

Angesichts der unterschiedlichen Betroffenheit der einzelnen Segmente bleibt die Stimmung in der Holzindustrie uneinheitlich. Im Durchschnitt der vergangenen drei Monate schätzen lediglich die Unternehmen im Holzfertigbau die aktuelle Geschäftslage als positiv ein, während diese in der Sägeindustrie, der Möbelindustrie und der Holzverpackungsindustrie deutlich negativer beurteilt wurde. Die Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr bleiben in allen Segmenten der deutschen Holzindustrie negativ.

Die bessere Stimmung im Holzfertigbau ist aus Sicht des HDH in erster Linie auf die anziehende Nachfrage im Wohnungsbau und auf den steigenden Holzfertigbauanteil zurückzuführen. Die Zahl der genehmigten Ein-und Zweifamilienhäuser stieg in den ersten drei Monaten 2026 kräftig um 14,9 Prozent. Die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser nahm sogar um 15,2 Prozent zu. Die Möbelindustrie leidet nach wie vor unter den rückläufigen Baufertigstellungszahlen und dem schwachen Konsumklima in Deutschland. Seit Ausbruch des Iran-Krieges kommen die massiv steigenden Energie- und Rohstoffkosten als weitere negative Faktoren dazu.

Die aktuelle Geschäftslage zeigt im Berichtsmonat keine wesentliche Veränderung und verbleibt auf einem tiefen Niveau. Die mittelfristigen Geschäftserwartungen verschlechtern sich und fallen damit weiter in den negativen Bereich. In der Summe gibt das Geschäftsklima leicht nach.

TH Rosenheim

Hochschulpräsident mit Bayerischem Verdienstorden ausgezeichnet

Große Ehre für Professor Dr. h. c. Heinrich Köster: Aus den Händen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder erhielt der Präsident der Technischen Hochschule Rosenheim den Bayerischen Verdienstorden. Mit der höchsten Auszeichnung würdigt der Freistaat Bayern dessen langjähriges und herausragendes Engagement für Wissenschaft, Bildung und die Entwicklung Bayerns.

Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2009 hat Professor Köster die Technische Hochschule Rosenheim zu einer der erfolgreichsten Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Freistaat entwickelt. Unter seiner Leitung entstanden die Hochschulstandorte Mühldorf am Inn, Burghausen und Chiemgau. Gleichzeitig stellte er die Weichen für den weiteren Ausbau der Hochschule mit den Technologietransferzentren in Waldkraiburg und Freilassing.

Zu den größten Meilensteinen seiner Amtszeit zählt zudem das umfassende Bau- und Modernisierungsprogramm der TH Rosenheim. Mit erheblichen Mitteln aus der Hightech Agenda Bayern werden der Campus Rosenheim sowie die regionalen Hochschulstandorte umfassend modernisiert und erweitert. Diese Zukunftsprojekte stärken den Wissenschaftsstandort Südostbayern nachhaltig und wären ohne den beharrlichen Einsatz von Professor Köster nicht auf den Weg gebracht worden.

Weitreichendes internationales Wirken

Professor Dr. h. c. Heinrich Köster erhielt den Bayerischen Verdienstorden aus den Händen von Ministerpräsident Markus Söder.

Weit über Bayern hinaus genießt Professor Köster nicht nur als Hochschulpräsident, sondern auch als Mitbegründer des Vereins Forums Holzbau hohes Ansehen und große internationale Reputation. Mit der Organisation von Fachkongressen und Netzwerkveranstaltungen in ganz Europa hat er den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft entscheidend vorangebracht und dabei mitgewirkt, die europäische Holzwirtschaft nachhaltig zu gestalten.

Darüber brachte er sich maßgeblich beim Aufbau der Hochschulstandorte für Holzwirtschaft in Biel (Schweiz) und Vancouver (Kanada) ein. Mit der Gründung des „Seeoner Kreises“ initiierte Prof. Köster darüber hinaus ein einzigartiges Netzwerk, das Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammenführt, um Zukunftsthemen gemeinsam zu gestalten und neue Impulse für Innovation und gesellschaftliche Entwicklung zu setzen.

„Hochschule und Region nachhaltig geprägt“

Der Vorsitzende des Hochschulrats, Klaus Stöttner, gratuliert zur Auszeichnung: „Heinrich Köster verbindet Wissenschaft, Wirtschaft und Politik wie kaum ein anderer. Mit seinem strategischen Weitblick hat er die TH Rosenheim zu einer der erfolgreichsten und angesehensten Hochschulen Bayerns entwickelt.“ Auch Daniel Artmann, Vorsitzender des Kuratoriums, würdigt das Lebenswerk des Hochschulpräsidenten: „Wir sind stolz auf Heinrich Köster. Sein außergewöhnliches Engagement und seine Tatkraft haben die Hochschule und die gesamte Region nachhaltig geprägt.“

Seit 1957 wird der Bayerische Verdienstorden laut Gesetz für „hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk“ verliehen. Besonders ist, dass die Zahl der lebenden Ordensträger auf 2000 begrenzt ist. Professor Köster reiht sich ein in die Riege bekannter Persönlichkeiten wie Angela Merkel, Charles de Gaulle oder Konrad Adenauer. „Die Verleihung des Bayerischen Verdienstordens erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und ist für mich eine besondere Ehre. Ich nehme diese Auszeichnung nicht nur als Anerkennung meines persönlichen Wirkens entgegen, sondern auch als Wertschätzung für die damit verbundene Arbeit vieler engagierter Menschen, die mich auf meinem Weg begleitet und unterstützt haben“, so Professor Köster.

Deutsche Gütegemeinschaft Möbel

Fit für die Schule mit funktionalen Kinderzimmermöbeln

Mit dem Schulstart beginnt für Kinder ein neuer Lebensabschnitt und für viele Familien stellt sich die Frage nach der passenden Einrichtung für das Kinderzimmer. Standen bislang das Spielen und Toben im Vordergrund, braucht es nun zusätzlich einen Platz zum konzentrierten Lernen. Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) empfiehlt Eltern, bei der Möbelauswahl vor allem auf mitwachsende, ergonomische und qualitätsgeprüfte Lösungen zu setzen. „Möbel begleiten Kinder oft über viele Jahre hinweg. Umso wichtiger ist es, dass sie sich an die wachsenden Bedürfnisse anpassen und eine gesunde Entwicklung unterstützen“, sagt Jochen Winning, Geschäftsführer der DGM. Gerade zum Schulstart komme es darauf an, Arbeits- und Wohnbereiche im Kinderzimmer sinnvoll zu strukturieren, ohne den Raum zu überfrachten.

Flexible Lern- und Arbeitsplatzlösung: Ein höhenverstellbarer Schreibtisch wächst mit und lässt sich viele Jahre lang nutzen.

Mitwachsende Möbel zahlen sich langfristig aus

Kinder wachsen schnell und starre Möbel stoßen daher oft rasch an ihre Grenzen. Höhenverstellbare Schreibtische und Stühle lassen sich an die Körpergröße des Kindes anpassen und über mehrere Jahre hinweg nutzen. Das ist nicht nur ergonomisch sinnvoll, sondern auch nachhaltig: „Wer auf mitwachsende Möbel setzt, investiert in langlebige Produkte, die den Schulalltag über längere Zeit begleiten können“, so Winning. Auch bei beengten Platzverhältnissen gibt es flexible Lösungen. Schreibtische mit variabler Höhenverstellung oder mobile Modelle auf Rollen lassen sich je nach Bedarf verschieben und platzsparend integrieren, etwa unter einem Hochbett oder in einer freien Zimmerecke.

Ein eigener Arbeitsplatz im Kinderzimmer unterstützt die Konzentration und hilft Schulkindern, Lernen und Freizeit besser voneinander zu trennen. Neben einem passenden Schreibtisch spielt der Stuhl eine entscheidende Rolle: Er sollte in Sitzhöhe und -tiefe verstellbar sein und ausreichend Bewegungsfreiheit bieten. Ergänzend kann eine neigbare Tischplatte verschiedene Tätigkeiten wie Schreiben, Lesen oder Malen erleichtern. Ebenso wichtig ist die richtige Beleuchtung. Tageslicht in Fensternähe sowie eine zusätzliche, flexibel ausrichtbare Schreibtischleuchte sorgen für angenehme Lichtverhältnisse, auch an dunkleren Tagen.

Ordnung, Freiraum und Wohlfühlatmosphäre

Mit Hilfe von Rollcontainern fällt es leichter, Ordnung zu halten.

Kinderzimmermöbel müssen besonders hohen Anforderungen standhalten: Sie werden intensiv genutzt und nicht selten auch zweckentfremdet. Umso wichtiger ist eine geprüfte Qualität. Orientierung bieten RAL-Gütezeichen wie das „Goldene M“, „Möbel Schadstoffgeprüft“ oder das GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“. „Diese Gütezeichen stehen für geprüfte Stabilität, Sicherheit und Wohngesundheit“, erklärt Winning. Strenge Prüfverfahren stellen sicher, dass Möbel auch bei hoher Beanspruchung formstabil bleiben und keine gesundheitlich bedenklichen Stoffe freisetzen. Abgerundete Kanten und eine stabile Konstruktion tragen zusätzlich zur Sicherheit im Kinderzimmer bei.

Neben dem Arbeitsplatz sollte im Kinderzimmer ausreichend Platz zum Spielen und Entspannen bleiben. Offene Regale, Rollcontainer oder mobile Stauraumlösungen helfen dabei, Schulmaterialien übersichtlich zu verstauen und Ordnung zu halten. So lässt sich der Raum flexibel an unterschiedliche Tagesabläufe anpassen. Zeitlose Designs und neutrale Farben sorgen dafür, dass sich Kinder auch in späteren Jahren noch in ihrem Zimmer wohlfühlen. „Gut geplante, qualitätsgeprüfte Möbel schaffen ein Umfeld, in dem Kinder lernen, spielen und sich entwickeln können – vom Schulstart bis ins Jugendalter“, fasst der DGM-Geschäftsführer zusammen.