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Österreichische Möbelindustrie: Lage bleibt weiterhin kritisch - 15.06.2009
Die österreichische Wirtschaft befindet sich offiziell in der Rezession. Nachdem die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2008 um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal schrumpfte, betrug der Rückgang zum Jahresbeginn sogar 2,8 Prozent (Quelle: WIFO).
Insbesondere die exportorientierten Branchen hat es überdurchschnittlich stark erwischt – darunter die Möbelindustrie. Der vorläufige Produktionsumsatz für das Gesamtjahr 2008 betrug laut Statistik Austria 2,67 Mrd. Euro. Verglichen mit den Topjahren 2006 (2,95 Mrd. Euro) und 2007 (3,0 Mrd. Euro) fällt der Rückgang demnach deutlich aus.
Der Export sank 2008 um 2,5 Prozent auf 1,55 Mrd. Euro, wobei die Ausfuhren nach Deutschland allerdings entgegen dem Trend um 2,2 Prozent auf 596 Mio. Euro zunahmen. Deutliche Einbrüche gab es aber auf den Exportmärkten USA (-36,8%; Gesamtvolumen: 21 Mio. Euro), Kanada (-27,8%; 5 Mio. Euro), U.K. (-27,5%; 62 Mio. Euro), Japan (-9,7 %; 38 Mio. Euro) und Italien (-5,5%; 168 Mio. Euro).
Die Ausfuhren nach Deutschland entwickelten sich unterschiedlich. Starke Einbußen gab es im Küchenmöbelbereich, der um -15,7 Prozent (18 Mio. Euro) nachließ. Stark entwickelten sich hingegen die Segmente Büro- (+10,3 Prozent; 60 Mio. Euro) und Wohnmöbel (+11,8%; 90 Mio. Euro).
Nach den Ergebnissen des "WIFO – Konjunkturtests der Möbelindustrie für das 2. Quartal 2009", an dem 32 Unternehmen teilnahmen, wird die Lage weiterhin kritisch beurteilt. Die gesamte Auftraglage ist gegenüber dem Vorquartal gesunken und liegt unter dem langjährigen Durchschnitt.
Die Kapazitätsauslastung ist gering und beträgt 78%. Die Lagerbestände konnten daher inzwischen abgebaut werden. Die Unternehmen erwarten zudem einen drastischen Rückgang der Verkaufspreise. Damit einher gehen auch die Einschätzungen zu Mitarbeiterzahlen. Viele Unternehmen befürchten, vor einem Stellenabbau nicht herumzukommen, sollte sich die Lage nicht verbessern.
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Weitere Infos im WWW:
www.moebel.at
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Die Ausfuhren nach Deutschland entwickelten sich unterschiedlich. Starke Einbußen gab es im Küchenmöbelbereich, der um -15,7 Prozent (18 Mio. Euro) nachließ. Stark entwickelten sich hingegen die Segmente Büro- (+10,3 Prozent; 60 Mio. Euro) und Wohnmöbel (+11,8%; 90 Mio. Euro).
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