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Starmix: Erfolgreicher Kampf gegen Produktpiraterie - 02.03.2010

Es war eine Situation, wie sie leider nur allzu häufig vorkommt: Roman Gorovoy, Geschäftsführer der Starmix/Electrostar GmbH, entdeckte während der Messe „Clean China“ in Shanghai auf einem benachbarten Stand Fälschungen der Industriesauger „GS“ und „AS“ seines Unternehmens. Das Starmix-Logo tauchte zwar nirgendwo auf, denn damit hätten die Produktpiraten offenkundig gegen das Gesetz verstoßen, die Fälscher verwendeten allerdings die gleichen Produktbilder und identische Bedienungsanleitungen, sowie dieselbe Verpackung für die Geräte. Aus diesem Grund war es für einen Laien unmöglich zu erkennen, dass es sich nicht um Originalprodukte handelt. Mit der Unterstützung des Verbands deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) setzte Gorovoy alle Hebel in Bewegung, um die Fälscher zur Rechenschaft zu ziehen. Trotz der Tatsache, dass das Design der Sauger in China nicht geschützt wurde, konnten die Produktpiraten wegen Verletzung des Copyrights belangt werden, weil sie ohne Einverständnis des Unternehmens die Starmix-Fotos verwendet haben. Immerhin durften die Kuckuckseier im Starmix-Design auf der Messe nicht weiter verkauft werden.


Dabei wollte es Gorovoy aber nicht belassen. Starmix leitete in China eine umfassende und aufwendige Recherche ein, bei der eine Agentur über sechs Monate Beweise gegen die Fälscher sammelte. Kostenpunkt: Über 50.000 Euro. Sogar verdeckte Testkäufe in Anwesenheit eines Notars wurden durchgeführt. Dabei fanden die Testkäufer auch gefälschte Sauger, die im Gegensatz zu denen auf der Messe mit dem Starmix-Logo ausgezeichnet waren. Diese Entdeckung lieferte dem Unternehmen endlich die notwendige, gesicherte Grundlage für eine Anzeige, denn die Marke Starmix ist auch in China geschützt. Damit erreichte das schwäbische Unternehmen, was nur wenigen mittelständischen ausländischen Herstellern bisher gelungen ist: das Verfahren gegen den Produktpiraten wurde vor Gericht zugelassen und ist mittlerweile eröffnet. Die Anklage lautet auf Verletzung des Markenrechts, Copyrights und auf unlauteren Wettbewerb. „Wir sind froh, dass es zu diesem Verfahren gekommen ist“, sagt Roman Gorovoy, denn normalerweise nehmen nur die großen Unternehmen den Kampf gegen die chinesischen Fälscher auf, weil solch ein Verfahren kostspielig und zeitintensiv ist. Aber uns geht es darum, dass durch diese Fälschungen niemand zu Schaden kommt. Was uns allerdings ärgert ist, dass die Plagiate weiterhin produziert werden dürfen, solange das Verfahren läuft.“
Das größte Problem der nachgemachten Produkte resultiert aus der in der Regel minderwertigen Verarbeitung und den mangelhaften Materialien. Ein Kunde kauft die Sauger in dem Glauben, Starmix-Qualität „made in Germany“ vor sich zu haben, muss aber sehr schnell Mängel am Gerät hinnehmen oder gar das Versagen eines Produktes. Ein Imageschaden, der letztlich viel schwerer wiegt, als das bisher investierte Geld zur Aufdeckung des Schwindels. Mit der Eröffnung des Gerichtsverfahrens ist nun allerdings der erste wichtige Schritt getan, um den Produktpiraten das Handwerk zu legen.


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Weitere Infos im WWW:
www.starmix.de




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