Prof. Dr. Andreas Hänsel/Berufsakademie Sachsen: Hier gibts keinen Praxisschock

Fachkräfte in der Möbel- und Zulieferindustrie sind Mangelware. Eine erstklassige Chance für Unternehmen, um an qualifizierten Nachwuchs zu kommen, bietet die Berufsakademie Sachsen in Dresden, die in Sachen Holz- und Holzwerkstofftechnik zum „Bachelor of Engineering“ ausbildet. Die „möbelfertigung“ wollte mehr wissen und sprach mit dem Leiter des Studiengangs, Professor Dr. Andreas Hänsel.

möbelfertigung: Bereits seit einigen Jahren werden in Dresden Ingenieure der Holz- und Holzwerkstofftechnik aus­gebildet. Wer ist Träger dieser Ausbildung, was ist das Besondere?
Prof. Dr. Andreas Hänsel: Die jetzige Berufsakademie Sachsen ist eine Einrichtung des Landes. Sie ist aus der ehemaligen Fachhochschule für Holztechnik hervorgegangen, die seit 1953 existierte. Die Berufsakademie selbst wurde 1991 gegründet. Allein in Dresden bieten wir heute zehn verschie­dene Studiengänge in den Bereichen Wirtschaft und Technik, im Studiengang Holztechnik lernen ständig 120 Studenten. Das Institut in Dresden ist eine von insgesamt sieben staatlichen Studienakademien in Sachsen.
Das Besondere an der Ausbildung hier ist ihre Dualität. Meint: Die Studierenden sind ein Vierteljahr an der Akademie, anschließend arbeiten sie ein Vierteljahr in einem Unternehmen. Eine Vernetzung, die recht anspruchsvoll ist.

möbelfertigung: Mit welchen Betrieben wird zusammengearbeitet?
Prof. Dr. Andreas Hänsel: Unsere Studierenden sind innerhalb eines breiten Spektrums an Unternehmen tätig, das von der Bauelementefertigung, dem Innenausbau, der Zimmerei bis zur Möbel- und Zuliefer­industrie und den Forschungsinstituten reicht – also allem, was mit Holz zu tun hat.
Der Betrieb hat im Rahmen der Kooperation mit der Akademie die Möglichkeit, bestimmte Projekte vorzuschlagen, die der Studierende dann vor Ort zu lösen versucht.
Parallel müssen die Studenten alle Abteilungen des Betriebes durchlaufen. Nach dem sechsten Semester dann wird die Ausbildung mit einer Bachelor-Arbeit beendet.
Der Abschluss nannte sich bis 2010 Diplom-Ingenieur (BA), jetzt „Bachelor of Engineering“.
Im Jahr 2010 ist die Akademie von der ASIIN e.V. zertifiziert worden. Somit sind ihre Abschlüsse ­denen an Fachhochschulen und Universitäten gleichgestellt. Sodass unsere Absolventen auch einen Master-Abschluss anschließen können – egal, wo.
Besonders stolz sind wir darauf, dass – so belegen Untersuchungen – 25 Prozent unserer Absol-venten bereits zwei Jahre nach Abschluss in Führungspositionen aufgerückt sind – von der Arbeitsvorbereitung, Konstruktion bis hin zum Qualitätsmanagement beherrschen sie ihren Job.

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "möbelfertigung".


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