Karim Rashid: Mit Design die Welt prägen

Kaum ein Designer hat in den letzten Jahren Spuren in so vielen Branchen hinterlassen wie Karim Rashid. Auch in der Möbel- und Zulieferbranche ist er aktiv. So war ­Rashid über seine Arbeiten hinaus auf der „ZOW“ in Istanbul aktiv und referierte über Oberflächen. Wie wichtig diese für sein Schaffen sind und woher er seine Impulse holt, erzählte er im Interview mit der „möbelfertigung“.

Was steht hinter Ihrer Aussage, Design für das digitale Zeitalter zu machen?
Karim Rashid: Es ist meine Leidenschaft zu sehen, dass Menschen im Modus der heutigen Zeit leben und an der zeitgenössischen Welt, also dem digitalen Zeitalter, teilnehmen. Sie sollten sich von Nostalgie, antiquierten Traditionen, alten Ritualen, bedeutungslosem Kitsch befreien und mit allen Sinnen die gegenwärtige Welt genießen. Ich glaube daran, schöne Dinge zu kreieren, die etwas über die Zeit, in der wir leben, aussagen.

Wie hat sich das Möbeldesign in den vergangenen Jahren verändert?
Karim Rashid: Auf vielen Ebenen drastisch. Man schaue nur auf die automatisierten Produktionen, die technischen Funktionen, die stär-kere Ausrichtung an menschlichen Bedürfnissen und Gewohnheiten, den gestiegenen Komfort, die höhere Designqualität. Möbel sind heute experimenteller, poetischer, künstlerischer und nach vorn gerichtet.

Welchen besonderen Reiz hat das Design von Möbeln?
Karim Rashid: Ich glaube, dass Design einen extremen Einfluss auf unser tägliches Leben hat und es das Verhalten von Menschen positiv verändern kann.
Produkte und Möbel müssen in unserem emotionalen Boden wurzeln und mit den Vorstellungen und Erfahrungen der Menschen wachsen. Dementsprechend ist Industriedesign ein sozial interaktiver und wichtiger Prozess, der größer ist als die eigentlichen Produkte.

Was bedeuten für Sie als Designer Oberflächen?
Karim Rashid: Die Bedeutung der Oberfläche hat beim Innenausbau und Möbel in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Dementsprechend versuche ich, in allen von mir gestalteten Räumen innovatives Oberflächendesign zu integrieren und mit diesem ein bestimmtes Konzept konsequent umzusetzen.

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "möbelfertigung"


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