Egger: Visionen konsequent umsetzen

möbelfertigung: Auch für Egger positiven Konjunkturentwicklung schwebt über Europa das Damoklesschwert der Schuldenkrise. Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation?
Ulrich Bühler: Die Schuldenkrise sehen wir mit Sorge. Zumal die Staaten solche Konjunkturprogramme, wie sie sie in der Finanzkrise gestartet haben, nicht erneut stemmen können.
möbelfertigung: Spüren Sie schon Auswirkungen der Verunsicherung?
Ulrich Bühler: Momentan liegt unsere Auslastung auf Vorjahresniveau. Auf den Auftragseingang bezogen aktuell sogar darüber.
möbelfertigung: Woran liegt das?
Ulrich Bühler: Egger ist stark im Wohnbereich vertreten und konnte gerade mit der Küchenmöbelindustrie und dem Fachhandel in den letzten zehn Jahren stark wachsen. Darüber hinaus konnten wir unsere Dekor- und Oberflächenentwicklungen in den letzten Jahren in Europa sehr gut platzieren. Trotz allem würde uns eine deutliche Marktabschwächung natürlich treffen.
möbelfertigung: Nun können Sie die Konjunktur nicht beeinflussen. Wie wappnet sich Egger gegen eine eventuelle Krise?
Ulrich Bühler: Erst einmal investiert man nur das, was man sich auch über eine Krise hinaus leisten kann.
Michael Egger: Das ist die Grundvoraussetzung, die für Egger schon immer galt. Nur so kann ein Unternehmen gesund bleiben, auch wenn es wirtschaftlichen Gegenwind gibt. Deshalb gibt es bei uns auch kein Ziel, das vorschreibt, dass wir in zehn Jahren den Umsatz X oder die Werkzahl Y erreicht haben müssen. Denn das entspricht nicht unserer Vorstellung von gesundem Wachstum.
Ein Egger soll eine Finanzkrise verkraften können, ohne von den Banken geknebelt zu werden. Es war bereits eine der Direktiven meines Vaters, dass man als Unternehmer unabhängig von Banken und Politikern sein muss.
Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "möbelfertigung".
