Kleiberit: Die Revolution der Beschichtung

Wer wirklich etwas bewegen will, braucht einen langen Atem. Wie Kleiberit, die jahrelang an der Entwicklung eines völlig neuen Verfahrens arbeiteten. Und das mit Erfolg: Auf der „Ligna“ gelang dem Klebstoffhersteller der endgültige Durchbruch mit seinem revolutionären„HotCoating“-Verfahren. Die Redaktion der „möbelfertigung“ hat das Unternehmen in Weingarten besucht.

möbelfertigung: Kleiberit ist stark von Rohstoffen abhängig und dementsprechend massiv von den Preiserhöhungen betroffen. Wie stellt sich die aktuelle Situation für das Unternehmen dar?
Klaus Becker-Weimann: Um es kurz zu sagen: schrecklich. Bislang haben wir es glücklicherweise ohne Betriebsstillstand und ohne Lieferengpässe gegenüber Kunden geschafft – aber bis vor wenigen ­Wochen war es ein tagtäglicher Kampf um bestimmte Stoffe. Zum Beispiel Ethylenvinylacetat (EVA). Wäre da eine Lieferung mal ausgeblieben, dann hätte das hier alles gestoppt. Auch die Teuerungen hemmen uns. Rizinusöl, ein wichtiger Bestandteil zweikomponentiger Systeme, hat sich innerhalb eines Jahres im Preis verdoppelt.

möbelfertigung: Bessert sich die Lage derzeit wieder?
Klaus Becker-Weimann: Leider ist es immer noch so, dass uns
– genau wie vielen anderen – Rohstoffe nur zugeteilt werden. Wobei der Schlüssel dazu die Bestellungen der letzten Jahre ist. Damit ist beliebiges Wachstum nahezu unmöglich. Bislang erhielt Kleiberit zwar die nötigen Mengen, aber wir mussten immer darum kämpfen.

möbelfertigung: Vor zwei Jahren wurde das Technologiezentrum in Weingarten eröffnet. Was hat sich seitdem getan?
Klaus Becker-Weimann: Das Technologiezentrum kam ja quasi mitten in eine Krise hinein – was natürlich vorab nicht zu erkennen war. Wir haben darum erst einmal versucht, unser Niveau zu halten.
Mitte 2010 sah das schon ­anders aus: Wir expandierten wieder, vor allem in Märkte hinein, in denen wir eine große Zukunft ­sehen. Wir haben beispielsweise eine EVA-Schmelzkleberproduktion in China gekauft. Das hatte einen einfachen Hintergrund, es war zu teuer geworden, von Deutschland aus dorthin zu liefern. Außerdem sieht es derzeit so aus, dass die Rohstoffindustrie auch eher dort ihre Kapazitäten erweitert. In einigen Jahren erwarte ich in China die modernsten Rohstofffabriken der Welt.

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "möbelfertigung".

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