Exklusiv-Interview: Entwickeln ohne Limits
Egger und Schattdecor über Technologien und Trends
möbelfertigung: Frau Küchen, Herr Monhoff, warum gelingt es bislang nicht, kleine Mengen eines Dekors digital und große Mengen tief zu drucken? Ist dieses Konzept etwa gestorben?
Klaus Monhoff: Nein, es steht nach wie vor weit oben auf dem Wunschzettel der Branche. Dabei sollte man aber bedenken, dass das Dekor bereits im Digitalstadium farblich separiert sein muss, damit es später auch im Tiefdruck umgesetzt werden kann. Man muss die Farben separat steuern können. Auch die Kommunikation mit der Farbindustrie spielt eine große Rolle, damit die gleichen Farben in beiden Druckarten zum Einsatz kommen können. Da gibt es vielversprechende Ansätze, aber noch kein konkretes Ergebnis.
möbelfertigung: Aber grundsätzlich möchte die Branche neue Dekore erst in kleinen Mengen digital drucken?
Klaus Monhoff: Es kann auch sinnvoll sein, ein Dekor erst tief und dann digital zu drucken. Schließlich werden viele Dekore nach einer gewissen Zeit nur noch begrenzt nachgefragt. Wenn zum Beispiel für einen Bürokomplex einige Jahre nach der Ersteinrichtung erneut fünf Schreibtische benötigt werden, wäre es ideal, wenn man dies digital lösen könnte.
möbelfertigung: Warum ist man im Thema der Dekorgleichheit von digitalen und tiefen Drucken noch nicht weiter?
Claudia Küchen: Weil viele Parameter bei der Farbgleichheit zu beachten sind. Zum Beispiel auf welche Weise die Farbe aufs Papier gedruckt wird und wie sie dort steht. Dann spielt das Pigment eine wichtige Rolle und wie es vom Papier aufgenommen wird.
Das komplette Interview lesen Sie in der aktuellen "möbelfertigung 4".
