Demografischer Wandel: Für den Nachwuchs jetzt stark machen

"Gerade mal zwölf Prozent der arbeitenden und sozialversicherungspflichtigen Bevölkerung in Deutschland sind im Alter zwischen 63 und 65 Jahren", konstatiert Dr. Antonius Engberding, Vorstand der IG Metall, während der Branchentagung zum demografischen Wandel in Bielefeld. Nur die Hälfte der Arbeitnehmer kann sich vorstellen, bis zum 67. Lebensjahr berufstätig zu sein. Im Gegensatz dazu verzeichnet die Branche überproportional viele Arbeitnehmer im Alter von 45 bis 55 Jahren. "Wir haben bei den Belegschaften im Alter zwischen 20 und 35 Jahren eine sichtbare Lücke und liegen hier unter dem Niveau anderer Wirtschaftszweige", erklärt Elmar Duffner, Präsident des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM) und Geschäftsführer vom Küchenhersteller Poggenpohl.
So weit die Fakten. In der Konsequenz: Wenn die älteren Arbeitnehmer in den Ruhestand gehen, entsteht daraus nicht nur eine quantitative Lücke, sondern auch eine qualitative. Es wird über kurz oder lang an Fachkräften fehlen. "Der Branchennachwuchs reicht derzeit nicht aus, diese Differenz auszugleichen", sagt Duffner weiter.

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