Rehau: Komplette Lösungen sind gefragt

Kaum ein Unternehmen kann aus so einem Know-how-Pool schöpfen wie Rehau. Denn der Kanten- und Werkstoffspezialist ist in vielen Branchen zu Hause und nutzt daraus entstehende Synergien konsequent. Positive Folge für die Kunden: Sie bekommen nicht nur innovative Produkte, sondern komplette Lösungen. Wie Rehau den Wissenstransfer organisiert und auf welche Weise es weiter wachsen möchte, erläuterten Jürgen Werner, Leiter Strategisches Geschäftsfeld Industrie Group Executive Board, und Andreas Albig, Bereichsleiter Möbel, im Gespräch mit der „möbelfertigung“.

Herr Albig, welche Trends sehen Sie aktuell in der Möbelindustrie?
Andreas Albig: Vor allem den zur Individualisierung, was in der Produktion kleine Losgrößen erfordert. Rehau ist diesbezüglich aber gut aufgestellt.
Ein weiterer starker Trend ist, dass Kunden komplette Lösungen erwarten. Denn in den letzten zehn Jahren verlagerte sich die Vorentwicklung vom Möbelhersteller verstärkt zum Zulieferer. Dementsprechend sind wir mehr gefordert, gleichzeitig verbessert dies unsere Position.
Jürgen Werner: Der Gegenpol zur Individualisierung ist die Globalisierung von Trends. Als wir uns vor einigen Jahren mit der Möbelszene in Fernost
beschäftigt haben, waren wir von dem dortigen Stil, der sich durch klare Linien auszeichnet, enorm beeindruckt. Inzwischen sieht man dieses Design weltweit.

möbelfertigung: Woran liegt das?
Jürgen Werner: Aufgrund der weltweiten Vernetzung verbreiten sich Trends global deutlich schneller als früher – und die Lebensdauer einer solchen Strömung ist entsprechend kürzer. Außerdem beobachten wir einen Trend zur Verschmelzung, also das Ineinanderfließen von verschiedenen Lebenswelten, wie zum Beispiel Wohnen und Arbeiten oder Indoor und Outdoor.

möbelfertigung: Die Branche leidet unter enorm steigenden Rohstoffpreisen. Wird dieser Prozess anhalten und wie geht Rehau damit um?
Andreas Albig: Es ist nicht mit Entlastung zu rechnen. Insofern müssen wir reagieren, denn inzwischen wurde selbst das Preishoch von 2008 übertroffen.
Da dieses Niveau nachhaltig ist und sich nicht mehr durch Prozess-optimierungen kompensieren lässt, bleibt nur die Möglichkeit, die Preiserhöhungen bis zum Endverbraucher weiterzugeben.
Jürgen Werner: Darüber hinaus führt die eingeschränkte Verfüg-barkeit von bestimmten Stoffen, wie zum Beispiel Stabilisatoren oder Pigmenten, zu einer enormen Verteuerung.
Andreas Albig: Das gilt auch für Titandioxid. Da steht nicht mehr der Beschaffungspreis, sondern die Menge, die man bekommen kann, im Fokus.

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "möbelfertigung".


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