Willy Paulussen/Chiyoda: Das Design des kontrollierten Zufalls

Er ist der vielleicht renommierteste Dekor-Designer und einer der wenigen mit wirklich eigener Handschrift: Willy Paulussen von Chiyoda. Im nächsten Jahr wird er nach mehr als 40 Jahren kreativer Tätigkeit in den Ruhestand gehen. Die Redaktion der „möbelfertigung“ besuchte ihn an seiner Wirkungsstätte im belgischen Genk und sprach mit ihm und Chiyoda-Sales-Manager Christian Thamm über Dekore, Design- und Techniktrends von heute und morgen.

möbelfertigung: Herr Paulussen, hat das Kreieren eines erfolgreichen Dekors nicht auch viel mit Glück zu tun?
Willy Paulussen: Nein, da spielen noch viele andere Faktoren eine Rolle, auch wenn ein wenig Glück nie schaden kann.

möbelfertigung: Woraus speist sich das Design für ein neues Chiyoda-Dekor?
Willy Paulussen: Zum Beispiel aus einem Gefühl für einen kommenden Trend. Diesen versuche ich dann in meiner Arbeit umzusetzen.
Natürlich hilft auch mal der Zufall. So besuchte ich einmal zwecks Inspiration eine Steinmesse und bin mit einem Holzdekor zurückgekommen. Denn dort war mir ein Holzrahmen aufgefallen, in den eine Steinplatte eingefasst war. Daraus entstand dann ein Dekor, das bereits vier Jahre gut läuft. Aber auch hier wurde das geschulte Auge gebraucht, um diese Holzvorlage überhaupt zu entdecken.

möbelfertigung: Woraus beziehen Sie außerdem Inspirationen?
Willy Paulussen: Ich achte in Büchern und Zeitschriften sehr aufmerksam auf die Bilder. Wenn mich eines atmosphärisch anspricht, schneide ich es sofort aus. Egal aus welchem thematischen Umfeld es stammt. Daraus ist über die Jahre eine große, private Ideensammlung entstanden. Natürlich haben auch Fachmessen einen Einfluss. Hier muss man jedoch schon einen Unterschied zwischen Showeffekten und der Realität machen.

Das vollständige Interview lesen Sie in der "möbelfertigung 3/2010".

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